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Schulpräsidium Sevelen: Die Stimmbürger lernten die drei Kandidierenden kennen

Rund 120 Leute verfolgten das Wahlpodium der Findungskommission, bei dem Andi Götz, Petra Vetsch und Urs Spirig auf den Zahn gefühlt wurde.
Adi Lippuner
Urs Spirig, Petra Vetsch und Andi Götz kandidieren für das Seveler Schulratspräsidium, Eduard Neuhaus (von links), für den Gemeinderat. (Bild: Adi Lippuner)

Urs Spirig, Petra Vetsch und Andi Götz kandidieren für das Seveler Schulratspräsidium, Eduard Neuhaus (von links), für den Gemeinderat. (Bild: Adi Lippuner)

Die Seveler Stimmbürgerinnen und Stimmbürger wollen ganz offensichtlich wissen, wer bei der Ersatzwahl am 20. Oktober Schulratspräsidentin oder -präsident werden will. Mit rund 120 Personen war denn auch der Gemeindesaal am Mittwochabend gut gefüllt. Pia Linke als Vertreterin der Findungskommission zeigte sich erfreut über diesen Grossaufmarsch. Die Findungskommission hatte im Sommer aus den sechs eingegangenen Bewerbungen drei Kandidierende zur Wahl ins Schulratspräsidium vorgeschlagen.

Wieder richtig zu Hause

Eduard Neuhaus, aufgewachsen in der Gemeinde Wartau, stellt sich als Gemeinderat der Wahl. Er hat ursprünglich Elektriker gelernt, sich
zum Telecom-Ingenieur weiter gebildet und ein Studium der Volkswirtschaftslehre abgeschlossen.
Seit sieben Jahren arbeitet er im Generalsekretariat des Finanzdepartements des Kantons St. Gallen und wohnt mit seiner Familie seit zwei Jahren in Sevelen. «Hier fühle ich mich, seit ich aus dem Elternhaus ausgezogen bin, das erste Mal wieder richtig zu Hause. Aus diesem Grund will ich mich für die Gemeinschaft engagieren,» liess Eduard Neuhaus bei seiner Kurzvorstellung, im Anschluss an das Podiumsgespräch mit den Kandidaten für das Schulratspräsidium, die Anwesenden wissen. (adi)

Dank der Fragen des Moderators Heini Schwendener, stellvertretender Chefredaktor beim «Werdenberger und Obertoggenburger», zeigte sich im Laufe des Abends, welche Werte und Positionen die einzelnen Kandidierenden vertreten.

Integration ist eine zentrale Aufgabe

Wenn es um die Qualität der Schule geht, sind sich Petra Vetsch, Andi Götz und Urs Spirig einig, dass diese gut aufgestellt ist. Der grosse Anteil fremdsprachiger Schüler und damit verbunden das Lernen der deutschen Sprache, sehen alle drei als Herausforderung. Urs Spirig sieht die Integration nicht nur im Bereich der Sprache, sondern auch im Vermitteln unserer Kultur. Andi Götz ist der Meinung, dass frühe, verpflichtende Sprachförderung hilft, Probleme und Kosten, die wegen mangelnder Sprachkenntnisse später anfallen würden, zu vermeiden. «Fehlende Verständigung schafft Aggressionen», so seine Botschaft. Petra Vetsch will sich auch für die Integration von Kindern mit einer Beeinträchtigung engagieren.

Urs Spirig, geboren 1969, seit 19 Jahren in Sevelen wohnhaft, stammt aus einer Lehrerfamilie und hat selbst drei Kinder im Primar- und Sekundarschulalter. Er ist Klassenlehrer und Stundenplaner an der Kantonsschule Chur und bringt viel Fachwissen aus dem Bildungsbereich mit. Er will sich für die Seveler Schule engagieren und würde, im Falle einer Wahl, sein Pensum in Chur reduzieren. Als eines seiner Ziele nennt er, die Anliegen der Bevölkerung anzuhören und wenn immer möglich, in die Schule einzubringen.

Beitrag an Weiterentwicklung des Schulwesens

Petra Vetsch, Jahrgang 1988, wohnt in Buchs und ist Direktionsassistentin in einer Liechtensteinischen Privatbank. Sie wünscht sich eine Aufgabe, bei der die soziale Komponente stärker im Vordergrund steht. Obwohl sie keine eigenen Kinder hat, möchte sie einen Beitrag zur Weiterentwicklung des Schulwesens leisten und sieht ihr Alter von 31 Jahren nicht als Nachteil. Sie würde, als politisch unbeschriebenes Blatt, frischen Wind ins Gremium einbringen und könnte bei ihrem jetzigen Arbeitgeber ihr Pensum flexibel gestalten.

Mit Jahrgang 1959 sozusagen der Senior der Kandidaten, dafür auch mit der grössten Lebens- und Berufserfahrung, ist der Rechtsanwalt und Inhaber eines Beratungsunternehmens, Andi Götz. Er wohnt mit seiner Familie seit 15 Jahren in der Gemeinde, hat zwei Pflegetöchter, die beiden Söhne seiner Ehefrau und einen eigenen Sohn vom Kinder- bis zum Erwachsenenleben begleitet und bezeichnet sich selbst als «die ideale Besetzung für das Schulratspräsidium». Als selbstständig Erwerbender könne er seine Arbeitseinsätze flexibel gestalten.

Alle drei Kandidierenden sind parteilos, müssten sie sich für eine Partei entschieden, wäre es bei Vetsch die FDP, bei Götz die SP und Spirig wollte sich nicht festlegen.

Klimastreik in Sevelen, was meinen die Kandidaten?

Dass der Schulratspräsident im Glashaus sitzt, ist den Kandidierenden bewusst. Alle drei bezeichnen sich als kommunikativ und gewohnt, auch Unangenehmes anzusprechen, Entscheide zu fällen, dies aber immer mit Respekt gegenüber den Betroffenen.

Bei der Frage aus dem Publikum, wie ein allfälliger Klimastreik der Seveler Kinder und Jugendlichen bewertet würde, meinte Andi Götz: «Ich habe grossen Respekt vor den Jugendlichen, die sich engagieren. Wäre dies in Sevelen ein Thema, müsste das Ganze in den Schulbetrieb integriert werden.» Petra Vetsch sähe einen einzelnen Streiktag nicht als Problem, möchte das Ganze dann aber im Schulbetrieb vertiefen. Urs Spirig würde das Thema aufgreifen, «allerdings ist alles eine Frage des Masses».

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