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Tag der offenen Tür bei der KESB: Einblick in den Berufsalltag

Ein Rundgang, zwei Vorträge und eine Podiumsdiskussion prägten den Tag der offenen Tür bei der Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) und Berufsbeistandschaft Werdenberg.
Hanspeter Thurnherr
Die Mitarbeitenden stellen den Besuchern ihre Aufgabenbereiche vor. (Bild: Bilder: Hanspeter Thurnherr)
Patrik Terzer, Barbara Gmünder (KESB), Rita Batliner und Manuelo Garibaldi (Berufsbeistandschaft) stellen sich den Fragen von Moderator Stefan Meier (von links).
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Einblick in den Berufsalltag

«Wir verstehen uns als Kinder- und Erwachsenenschützer – vom Ungeborenen bis zu den Ältesten», sagte KESB-Präsident Patrik Terzer bei der Begrüssung. Es sei eine anspruchsvolle Arbeit, die manchmal auch mit Widerstand von Betroffenen verbunden sei. Deshalb brauchten die Mitarbeitenden nebst fachlicher auch soziale Kompetenz. Für den Buchser Stadtrat und KESB-Vorstandsmitglied Heinz Rothenberger habe man mit der Zusammenarbeit mit den Sozialen Diensten gute Erfahrungen gemacht.

Aufruf, einen Vorsorgeauftrag zu erstellen

In seinem Vortrag erläuterte KESB-Vizepräsident Arno Rissi den Vorsorgeauftrag und die Patientenverfügung. Letztere ermöglicht es, festzulegen, welche medizinischen Massnahmen im Falle ihrer Urteilsunfähigkeit zustimmt oder ablehnt und kann eine Person bezeichnen, welche in ihrem Namen entscheiden kann. Im Vorsorgeauftrag kann eine Person für die Bereiche Personensorge, Vermögenssorge, Rechtsverkehr verbindliche Anordnungen treffen und eine Vertretung bestimmen. Der Vorsorgeauftrag muss von A bis Z eigenhandschriftlich abgefasst oder anderenfalls öffentlich beurkundet werden. Er kann später auch angepasst oder widerrufen werden. Im Internet gebe es hilfreiche Vorlagen. Rissis Empfehlung: «Machen Sie einen Vorsorgeauftrag!»

Manuelo Garibaldi und Rita Batliner stellten die Berufsbeistandschaft vor. Mit einem Filmausschnitt zeigten sie ein Beispiel aus dem Alltag. So war bald ersichtlich, dass an Berufsbeistände hohe und vielfältige Anforderungen gestellt werden.

Garibaldi und Batliner verdeutlichten, dass die KESB abklärt und Massnahmen entscheidet, welche die Beistände nachher ausführen. Ziel sei, die Klienten zu befähigen, ihr eigenes Leben zu führen, ihre Vertretungsansprüche zu wahren sowie die Einkommens- und Vermögensverwaltung sicherzustellen. Wegen der vielfältigen Anforderungen sei es wichtig, im Team arbeiten zu können.

Denn so könnten die Teammitglieder ihre unterschiedlichen Stärken einbringen. Wichtig seien zudem der Berufskodex als ethische Richtlinien. Die beiden Referenten nannte eindrückliche Zahlen, welche die Arbeit der sieben Werdenberger Berufsbeistände wiederspiegeln.

Zusammenarbeit «auf Augenhöhe»

Beim Podiumsgespräch stellten sich Patrik Terzer und Barbara Gmünder von der KESB sowie Rita Batliner und Manuelo Garibaldi den Fragen von Moderator Stefan Meier und der Zuhörer. Dabei gaben die Podiumsteilnehmer auch Einblick, wie sie mit emotional herausfordernden Situationen umgehen und was sie in ihrer täglichen Arbeit motiviert. Garibaldi strich heraus, dass die Zusammenarbeit zwischen der KESB als Entscheidbehörde und den Berufsbeiständen als Ausführende «austauschend und auf Augenhöhe» sei. Auch private Beistände nähmen eine wichtige Rolle ein und «entlasten uns – auch finanziell.» Wie Terzer ausführte, werden im Werdenberg diese privaten Beistände betreut, ihnen Hilfsmittel und eine Ansprechperson sowie Erfahrungsaustausch und Weiterbildung angeboten.

Beim Rundgang stellten die Mitarbeitenden sich und ihre Aufgabenbereiche vor und gingen in den angeregten Gesprächen auf die Fragen der Besucher ein. Die Kinder andererseits erfreuten sich am Kinderschminken, an den Ballonfiguren und der Malecke.

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