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Ein weltoffener Teamplayer

Sein Job hat Ruedi Kühne vor 19 Jahren nach Sevelen geführt. Hier fühlt sich der Finanzchef der Schoeller Textil AG wohl und heimisch. Der 60-Jährige kandidiert als Parteiloser für den Gemeinderat.
Heini Schwendener
Ruedi Kühne bezeichnet sich als einen Mann der Wirtschaft, der technisch und wirtschaftlich realistische Massnahmen zum Schutz der Umwelt unterstützt. (Bild: PD)

Ruedi Kühne bezeichnet sich als einen Mann der Wirtschaft, der technisch und wirtschaftlich realistische Massnahmen zum Schutz der Umwelt unterstützt. (Bild: PD)

Politik hat Ruedi Kühne schon immer interessiert – lokale, kantonale, nationale und auch internationale. Politisch in Erscheinung getreten ist er in Sevelen, wo er seit 19 Jahren lebt und arbeitet, bisher nicht. Das ändert sich ja vielleicht. Ruedi Kühne kandidiert für den Seveler Gemeinderat. Am 10. Juni steht nämlich eine Ersatzwahl für den zurücktretenden Remco Hitzert (FDP) an. «Ich wurde von verschiedenen Seiten angefragt, ob ich für dieses Amt kandidieren würde», erzählt er dem W&O. Schliesslich hat er sich dafür entschieden, «nicht aus Pflichtgefühl, sondern aus Interesse.»

In Sevelen stünden in nächster Zeit wichtige Entscheide und Weichenstellungen für die Zukunft an, sagt Kühne. An solchen Entscheiden mitzuwirken, habe ihn schon immer fasziniert.

Erfahrung mit öffentlichen Ämtern und Aufgaben

Wer ist dieser Ruedi Kühne, ein im Privaten eher stiller Schaffer? Seit Herbst 1998 ist der inzwischen 60-Jährige CFO (Finanzchef) der international tätigen und renommierten Schoeller Textil AG in Sevelen. Sein Job hat ihn damals nach Sevelen gebracht. Zuvor war der gelernte Kaufmann und Buchhalter in verschiedenen Brachen und Funktionen tätig. Aufgewachsen ist er in Thalwil. In Sevelen fühlen sich Ruedi Kühne und seine Frau, die zwei erwachsene Töchter und vier Enkelkinder haben, sehr wohl und inzwischen auch heimisch. Seit zehn Jahren ist der Finanzfachmann Vorstandsmitglied im Verein Fabriggli. Er hat im Werdenberger Kleintheater auch schon das Beizliteam geleitet. Politisch ist er kein unbeschriebenes Blatt. «In meiner Wohngemeinde im Kanton Zürich habe ich politisiert und war sieben Jahre Mitglied der Rechnungsprüfungskommission. Daher weiss ich, wie eine Gemeinde funktioniert», sagt er in seiner ruhigen Art. Ruedi Kühne kandidiert als Parteiloser. Und zwar darum, «weil es die Partei, die mir am meisten zusagt, nämlich die Grünliberalen (GLP), in der Region nicht gibt». Grundsätzlich sei er ja ein Mann der Wirtschaft, sagt der Seveler mit Verweis auf seine berufliche Karriere und seine Funktion als Geschäftsleitungsmitglied eines global agierenden Unternehmens mit Hauptsitz in Sevelen. Schoeller Textil AG hat sich auf die nachhaltige Entwicklung und Produktion von innovativen Textilien und Textiltechnologien spezialisiert, welche in Nischenmärkten weltweit führend sind.

Es ist dieses Bekenntnis zur Nachhaltigkeit, das Kühne imponiert und das auch seiner «grünen» Gesinnung entspricht. Er findet, was technisch und ökonomisch zum Schutz unserer Umwelt möglich sei, sollte auch umgesetzt werden.

«Demokratie ist, was man daraus macht»

Einer seiner Leitsätze lautet: «Demokratie ist, was man daraus macht.» Ein anderer Leitsatz hat sich ihm über eines seiner Hobbys, die Philosophie, erschlossen: Immanuel Kant schrieb einst: «Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.» Mit 60 Jahren möchte er nun also als Gemeinderat die Demokratie mitgestalten. Nicht nur bis zu seiner Pension, «zwei Legislaturen möchte ich dieses Amt schon ausüben». Kühne beschreibt sich als weltoffener Teamplayer, der Herausforderungen ebenso liebt wie interdisziplinäres Arbeiten. Er hat grosse Verhandlungserfahrung und er mag die Begegnung mit unterschiedlichen Menschen, insbesondere auch mit Querdenkern. Inakzeptabel sind für Ruedi Kühne Fremdenfeindlichkeit.

Derzeit bewegten die Schulraumerweiterungen Gadretsch und Galstramm die Bevölkerung. Kühne steht klar hinter diesen Projekten und auch der Minergie-P-Standard steht für ihn ausser Diskussion. Auch zum Dauerbrenner, den Steinbruch Rans, hat der Kandidat eine klare Meinung: «Für mich überwiegen in diesem konkreten Fall die Naturschutzkriterien ganz klar.» Der Steinbruch sollte also nicht wieder in Betrieb gehen.

Kochen, Lesen, Wandern, Reisen, Squaredance und Kultur sind Ruedi Kühnes weiteren Hobbys. Dafür bietet ihm die Gemeinde Sevelen und die Region einen optimalen Lebensraum.

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