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Ein wahrer Genuss in wilder Natur

Das Konzert der Schlossmediale vom Samstagabend in der wilden – aber dennoch stillen – Natur am Gestade des Voralpsees war tiefreichend. Es verführte die Gäste zur Besinnlichkeit. Ein Hörgenuss von bester Güte.
Heidy Beyeler
Das Publikum geniesst den Empfang des Jodelclubs Bergfinkli. (Bild: Heidy Beyeler)

Das Publikum geniesst den Empfang des Jodelclubs Bergfinkli. (Bild: Heidy Beyeler)

Der Ort für das Konzert der Schlossmediale unter freiem Himmel passte perfekt zum diesjährigen Thema «Wild». Die Über hundert Gäste wurden auf dem Weg vom Parkplatz zum Seeufer – mitten im Wald – überrascht von schönen, sanften Männerstimmen des Jodelclubs Grabser Bergfinkli. Die Kraft der Lichtung, die dieser Ort ausstrahlte, war spürbar – der Gesang der Naturstimmen liess bei den Besuchern das Herz höherschlagen.

Auf der grossen Wiese am heimischen Bergsee wurden Campingstühle für die Gäste aufgestellt. Viele Gäste zogen es allerdings vor, direkten Kontakt zur Natur zu geniessen und liessen sich spontan auf der Wiese nieder. Zur stimmungsmachenden Beleuchtung wurden brennende Fackeln aufgestellt. Welche Bewandtnis die schätzungsweise 50 aufgespannten roten Regenschirme auf der linken Flanke am Boden des Geländes haben könnten, war ungewiss. Ob man mit einem Gewitter rechnete?

Stimmen von Wildtieren gaben Rätsel auf

Die Stimmen der «Bergfinkli» in freier, wilder Natur wirkten besänftigend und führten zu innerer Ruhe. Sie trugen etwas Meditatives in sich, wie später aus dem Publikum zu vernehmen war. «Mit einem solchen Konzert – draussen unter freiem Himmel – stellt sich eine angenehme Entschleunigung von Alltag und Stress ein» so der Grabser Gemeindepräsident Niklaus Lippuner. Dieses Gefühl wurde durch die archaischen Klänge des Alphorns des Innerschweizer Musikers Heinz della Torre und der Abenddämmerung getragen.

Die Fakeltänzer begeisterten. (Bild: Heidy Beyeler)

Die Fakeltänzer begeisterten. (Bild: Heidy Beyeler)

Die Klanginstallation von Martin Wieser forderte die Zuhörer zur Aufmerksamkeit auf. Während rund zehn Minuten klangen aus dem Lautsprecher Stimmen von 24 verschiedenen Tieren. Es war schwierig, die einzelnen Stimmen zuzuordnen. Zum Abend, zur Umgebung und den musikalischen Beiträgen passten sicher die Stimmen von heimischen Tieren wie röhrender Hirsch, Kuh, Ente, Hund, Katze und das Getrampel der Pferde. Einige exotische Stimmen gaben Rätsel auf. Mittendrin zückte Heinz della Torre ein Horn von einem Rindvieh und rief mit Naturklängen, dank den umliegenden Bergen, ein unglaubliches Echo hervor. Das war ein gelungener Effekt.

Der Abschluss auf der Grabser Voralp war im wahrsten Sinne des Wortes fulminant. Während ein Schiff sich näherte, waren leise Dudelsack-Klänge zu hören. Kaum angekommen ging es mit dem Fackeltanz von Miguel Rubio los zum nächsten Höhepunkt. Mit Eleganz und Anmut spielte er mit dem Feuer und mit den Fackeln. Mit musikalischer Begleitung, Trommel, Horn und Drehleier (Matthias Loibner) wurde dem Konzert eine besondere Note verliehen. Der Feuer-Fackeltanz als brennender Schlusspunkt war imposant. Die Frage zu den roten Schirmen wurde gelöst, sie dienten am Ende einer Lichtinstallation.

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