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Ein vielseitiger Sommer im Wald

In seiner Sommerserie beleuchtet der «W&O»den Wald: Er ist Schutzwall und Holzlieferant, bietet Tieren und Planzen eine Heimat und ist Arbeitsplatz, Erholungsgebiet und Abenteuerspielplatz für uns Menschen.
Jessica Nigg
Der Wald bietet unzähligen Pflanzen und Tieren eine Heimat und ist auch für Menschen ein wichtiger Ort der Erholung. (Bild: Jessica Nigg)

Der Wald bietet unzähligen Pflanzen und Tieren eine Heimat und ist auch für Menschen ein wichtiger Ort der Erholung. (Bild: Jessica Nigg)

Der Wald ist kein statisches Gebilde, sondern befindet sich stets im Wandel. So war die Waldfläche in der Region vor 150 Jahren sehr viel kleiner als heute. Die Menschen brauchten damals das Holz zum Bauen, Heizen und einen grossen Teil auch zur Verhüttung des Eisenerzes, das aus dem Gonzen gefördert wurde.

In den 1930er-Jahren wurden dann grossflächig Fichten-Monokulturen gepflanzt, später setzte die Forstwirtschaft auf Mischwälder und setzte auch Baumsorten, die von Natur aus wohl nicht den Weg in die Region Werdenberg und Obertoggenburg gefunden hätten. Dazu gehören Baumarten wie die Lärche oder die Arve. In den vergangenen Jahrzehnten hat die Natur ihr «Gesicht» wieder geändert. Der Wald hat sich auf dem Gebiet der Voralpen und Alpen unbewirtschaftete Weiden zurückerobert und damit seine Fläche wieder erhöht – so dass er nun einen Drittel der Gesamtfläche für sich beansprucht.

Der Wald – ein Alleskönner

Der Wald hat grossen Einfluss auf das Leben der Menschen. So fungiert er zum Beispiel als Holzlieferant. Bei einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung wird die zuwachsende Holzmenge aus dem Wald entnommen. Das sind im Kanton St. Gallen im Schnitt 400 000 Kubikmeter pro Jahr. Um sich diese Menge bildlich vorzustellen: Würden 400 000 Kubikmeter Holz auf einen Güterzug verladen, bräuchte es
5 500 Waggons. Der Zug würde damit eine Länge von beinahe 110 Kilometer erreichen.

Der Wald liefert nicht nur Holz, sondern bietet auch Schutz vor Naturgefahren wie Steinschlag, Lawinen, Hochwasser oder Rutschungen. Rund 53 Prozent des Schweizer Waldes erfüllen eine Schutzfunktion. Geschützt werden zum Beispiel Verkehrswege oder Siedlungen und damit auch Menschenleben.

Besser leben dank dem Wald

Der Wald ist zudem Lebensgrundlage für eine Vielzahl von Tieren und Pflanzen. Wie Daten des Forstamtes St. Gallen zu entnehmen ist, sprechen Experten von über 25 000 Arten, die direkt und indirekt auf den Wald angewiesen sind. Und auch als Erholungsgebiet leistet der Wald seine Dienste; die frische Luft fördert die Gesundheit und die Bilder, die sich bei einem Aufenthalt im Wald präsentieren, sind wohltuend für das Gemüt. Nicht zuletzt deshalb wählen viele den Wald als Arbeitsort.

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