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Ein Versprechen eingehalten

Seit rund 50 Jahren hält Max Meinherz aus Grabs Bienen. Seine ersten Bienen erhielt er als Kind von seinem Grossvater geschenkt. Dass er die Bienenzucht weiterführen wird, hat er seinem Grossvater damals versprochen.
Katharina Rutz
Max Meinherz beim Einfangen eines Bienenschwarms. (Bild: Mario Mannhart, Grabs)

Max Meinherz beim Einfangen eines Bienenschwarms. (Bild: Mario Mannhart, Grabs)

Carl Meinherz war zu Lebzeiten ein stattlicher Mann und als Lehrer damals in Maienfeld hoch angesehen. Dem kleinen Jungen Max Meinherz imponierte er, und so begleitete er ihn gerne zu seinen Bienen. «Ich erinnere mich noch genau, wie es im Bienenhaus gerochen hat», sagt er. Das Bienenhaus steht noch heute in Maienfeld.

Imponiert hat den Enkel vor allem auch die unerschütterliche Ruhe, mit der sich sein Grossvater um die Bienen kümmerte. «Selbst wenn sie ihn in die Nase gestochen haben, machte er in einer Seelenruhe weiter», erinnert sich Max Meinherz. Das Bienenhaus des Grossvaters war riesig mit drei Völkern übereinander. Als Max Meinherz mit seiner Familie wegzog, da die Eltern einen landwirtschaftlichen Betrieb im Kanton Zürich pachten konnten, schenkte ihm der Grossvater seine ersten zwei Bienenvölker. Irgendwann nahm er ihm dann auch das Versprechen ab, seine Bienenzucht weiterzuführen.

Zunächst pflegte Max Meinherz seine Völker und konnte auf dem landwirtschaftlichen Betrieb auch ein Bienenhaus übernehmen. Auch als er als junger Mann bereits ausser Haus war, kehrte er zu seinen Bienen auf den elterlichen Betrieb zurück. Als es ihn dann in den Kanton St. Gallen verschlug, wurde ihm dies aber dann zu aufwendig, und er gab seine Bienen weiter.

Die Bienen als Ausgleich

1982 kam er dann – inzwischen selber Vater eines Sohnes – nach Grabs. Er erinnerte sich an sein Versprechen, das er vor Jahren seinem Grossvater gab und suchte per Inserat ein Bienenhaus. Seither pflegt Max Meinherz rund acht bis zwölf Bienenvölker.

Die Imkerei betreibt er nicht primär wegen des Honigs. «Ich war immer der eher nervöse Typ. Doch wenn ich den Schlüssel zum Bienenhaus drehe, weiss ich, ich muss ruhig werden», sagt er. Bei den Bienen müsse er von seinem Stress abschalten. Bei einem ruhigen Imker bleiben offenbar auch die Bienen ruhig. «Ich merkte irgendwann, dass mir die Bienen mehr bringen, als täglich mit dem Velo nach Bestzeiten am Berg zu jagen», lacht er. Ausserdem gefällt ihm an den Bienen, dass man nichts erzwingen kann. «Ich möchte diesen Superorganismus Bienenvolk beobachten und verstehen», sagt Max Meinherz.

Max Meinherz, Imker mit eidgenössischem Fachausweis.

Max Meinherz, Imker mit eidgenössischem Fachausweis.

Grosses Engagement für die Imkerei

Seit 2011 ist Max Meinherz für die Imkerei zudem auf Verbandsebene engagiert. Da seine Völker damals wie bei vielen anderen Imkern auch, nicht vor der Krankheit Sauerbrut verschont blieben, begann er die Ausbildung zum Bieneninspektor. Seither kontrolliert er die Völker im Sarganserland. Von 2012 bis 2014 war er zudem Präsident des Bienenzüchtervereins Werdenberg, bevor er im Jahr 2015 das Präsidium des Imkerverbandes St. Gallen-Appenzell übernahm. Seit diesem Jahr ist er ausserdem als Amtlicher Fachassistent Primärproduktion Bienen zuständig für die Primärkontrollen der Imker. Seit Bienen als Nutztiere gelten, ist diese Primärkontrolle vom Kanton vorgeschrieben. Schliesslich ist Max Meinherz auch noch Redaktionsleiter der «Schweizerischen Bienen-Zeitung».

Seit kurzem ist Max Meinherz nun auch «Imker mit eidgenössischem Fachausweis». «Mir ging es um die Vertiefung meines Wissens», sagt er. So wie ihm geht es auch anderen Imkern, die mehr als die Grundausbildung absolvieren wollen. «Die Imkerei liegt nach wie vor im Trend und grundsätzlich darf jeder Bienen halten», sagt Max Meinherz. Er rät allerdings eindringlich dazu, zunächst die Grundausbildung der Imkersektionen zu absolvieren. Diese kann beispielsweise auch am Landwirtschaftlichen Zentrum in Salez absolviert werden und dauert eineinhalb Jahre.

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