Gamser Züchter erleben ein seltenes Glück im Kuhstall

Ernst und Beat Lenherr zeigten ihre 17 Braunvieh-Tiere, die zusammen drei Zuchtfamilien bilden. Ein Glück, das nicht jedem Züchter ins Haus steht.

Heidy Beyeler
Drucken
Teilen
Vater und Sohn nehmen die Glückwünsche vom Experten Norbert von Rickenbach (links) für die guten Zuchtergebnisse gerne entgegen. (Bild: Heidy Beyeler)

Vater und Sohn nehmen die Glückwünsche vom Experten Norbert von Rickenbach (links) für die guten Zuchtergebnisse gerne entgegen. (Bild: Heidy Beyeler)

Glück hatte die Familie Lenherr vom Bödeli am Gamserberg nicht nur im Stall. Auch das Wetter war ihnen am Montagnachmittag hold gesinnt, als sie ihre 17 von insgesamt 27 Kühen und 34 Stück Jungvieh als Kuhfamilien einem grösseren Publikum auf dem Hof präsentieren durften.

Für die Bewertung der vorgestellten Tiere kam eigens Experte Norbert von Rickenbach aus Steinerberg im Kanton Schwyz auf den Hof der Familie Lenherr auf den Gamserberg. Von Rickenbach ist Vorstandsmitglied des Schweizer Braunviehzuchtverbandes. Ja, er habe auch schon auf einem Betrieb gleich drei Kuhfamilien bewertet, «aber das kommt sehr selten vor».

Gute Noten für die Zuchtfamilien

Bei der Verkündung der Resultate vom Experten von Rickenbach fiel auf, dass Lenherrs Zuchtfamilien überdurchschnittliche Ergebnisse erzielen. Dass alle drei Kuhfamilien die Bestnote A erreichten, freut Vater und Sohn Lenherr besonders. Da steckt nicht nur Glück dahinter, sondern auch züchterisches Augenmass. Da gilt es, Verschiedenes zu berücksichtigen; unter anderem Zucht-Management und die richtige Fütterung spielen eine wichtige Rolle. Dazu meinte Bäuerin Silvia Lenherr lachend: «Wen wundert es? Die Kühe werden, was das Füttern angeht, mehr als nur verwöhnt.» Worauf ein daneben stehender, erfahrener Züchter augenzwinkernd anfügte, «ja, es kommt da und dort auch vor, dass es auf einem Hof die Kühe manchmal besser haben als die Ehefrau».