Ein Schwimmbadkino im Flös: Der erste Kinderrat in Buchs überrascht mit Einfallsreichtum

Die Projektgruppe «Ohne Kinder keine Stadt» hat am Mittwoch im OZ Grof ihren ersten Kinderrat durchgeführt.

Michael Braun
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Die Projektgruppe «Ohne Kinder keine Stadt» (OKKS) veranstaltete diesen Mittwoch in Buchs ihren ersten Kinderrat. Dabei wurde die Frage diskutiert, was man in Buchs kinderfreundlicher machen kann und was sich die Kinder für ihre Stadt wünschen. Vor allem die Idee eines kinderfreundlicheren Schwimmbades Flös kam dabei oft auf. Bei der OKKS ist man mit dem ersten Kinderrat und dem grossen Andrang von 17 Kindern zufrieden.

Spielerischer Einstieg in den Nachmittag an der frischen Luft

Spielerischer Einstieg in den Nachmittag an der frischen Luft

Michael Braun

Mehr Möglichkeiten für Ideen aus der Mittelstufe

Die Projektgruppe OKKS wurde nach der Zukunftskonferenz, im letzten Herbst in Buchs, gegründet. Aus den vielen Wünschen, die bei den Kindern aufgetaucht sind, sei die Projektgruppe OKKS entstanden, so Fred Rohrer, Mitglied der OKKS. Ab der Oberstufe bestehe mit dem Jugendrat eine Möglichkeit, sich einzubringen, für die Mittelstufe gab es das nicht, erzählt er weiter. Daher gründeten Mara Wehrli, Sonja Vogel, Judith Jörg und er die OKKS. Die Arbeitsgruppe ist offen für Interessierte ab der vierten Klasse und hat mit Leandro, Yannis, Joel, Iza, Filip und Mattia bereits einige Mitglieder. Sie waren es auch, die diesen Nachmittag organisierten.

Vom spielerischer Einstieg vor zur Kernfrage

Mit einem spielerischen Einstieg holten die Mitglieder der OKKS die anwesenden Kinder ab. In einem kleinen Spiel ging es darum, den Kindern das Thema Meinungsbildung etwas näher zu bringen. Mit Fragen wie: «Hast du genug Freizeit?» oder: «Ist Buchs eine gute Stadt für Kinder?» wurde ein interessanter Einstieg geschaffen.

Die Teilnehmer beim Gestalten ihrer Plakate mit Mara Wehrli

Die Teilnehmer beim Gestalten ihrer Plakate mit Mara Wehrli

Michael Braun

Nach dem Einstieg ging es zur Kernfrage, nämlich was sich die Kinder für Buchs wünschen. Um ihre Ideen zu präsentieren, konnten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen Plakate gestalten und diese anschliessend präsentieren. Besonders präsent war dabei der Vorschlag eines Ausbaus des Schwimmbades Flös in Buchs. Man diskutierte etwa über eine Rutschbahn, ein Sprungbrett oder ein Schwimmbadkino. Auch Ideen wie eine Spielstrasse oder ein Skatepark fanden Gehör. Es wurde auch über einen Irrgarten, eine Schokoladenfabrik, eine Achterbahn oder eine Schlittschuhbahn geredet.

Kleinere Projekte für schnelle Resultate

Danach wurde in grosser Runde über den Nutzen und die Durchführbarkeit der Gedanken diskutiert. Dabei kamen erstaunlich weitsichtige Gedanken auf. So wurde über die Platzmöglichkeiten und die finanziellen Aspekte debattiert. Aber auch, ob die Vorschläge noch umgesetzt werden können, bevor man selber schon kein Kind mehr ist. Fred Rohrer betont, dass es vor allem für Kinder sehr wichtig ist, schnell Resultate zu sehen. Deshalb müsse man darauf achten, dass die Projekte in einem umsetzbaren Rahmen liegen, erklärt er weiter.

Die Teilnehmer konnten ihre Plakate und Ideen in Gruppen oder alleine gestalten.

Die Teilnehmer konnten ihre Plakate und Ideen in Gruppen oder alleine gestalten.

Michael Braun

Am Ende der Diskussion wurde abgestimmt, welche Vorschläge die Kinder am wichtigsten finden. Dabei lag das Projekt Schwimmbad weit vorne. Im Anschluss informierte Mara Wehrli über das weitere Vorgehen mit den gesammelten Ideen. Die Mitglieder der OKKS werden, betreut von den erwachsenen Mitgliedern, in kommenden Sitzungen erarbeiten, wie sie das Besprochene bestmöglich umsetzen können.

«Die Grundidee ist, dass sich Ideengruppen bilden, die möglichst selbstständig versuchen, die Vorschläge umzusetzen»

erläutert Fred Rohrer. Die Teilnehmenden wurden dazu eingeladen, auch an den Sitzungen der OKKS teilzunehmen. Unterstützt werde man dabei mit Räumlichkeiten, Material und Tipps vom KOJ (Kompetenzzentrum Jugend) Werdenberg, der beim Kinderrat durch Markus Büchel ebenfalls vertreten war.

Der Kinderrat ist auf gute Nachfrage angewiesen

Bei der anschliessenden Bewertung zeigte sich, dass der Nachmittag einer grossen Mehrheit sehr gut gefallen hat. Auch die Mitglieder der OKKS betonten ihre Zufriedenheit mit dem ersten Kinderrat. Besonders die Kinder des OKKS erkannten aber noch einiges an Verbesserungspotenzial. So wolle man etwa den nächsten Kinderrat genauer planen und vorbereiten, da man bei der Vorbereitung dieses Kinderrats stark unter Zeitdruck stand.

Grosse Diskussionsrunde mit Mara Wehrli, Sonja Vogel und Fred Rohrer

Grosse Diskussionsrunde mit Mara Wehrli, Sonja Vogel und Fred Rohrer

Michael Braun

Der Kinderrat wird planmässig zweimal im Jahr stattfinden, das nächste Datum sei aber noch nicht festgelegt. Enorm wichtig sei aber die Nachfrage im Nachwuchs. Man freue sich über jeden Interessierten und hoffe auch in Zukunft auf ein grosses Interesse, so die Mitglieder des OKKS.