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Ein neuer Anlauf für den Sennwalder Werkhof

Am 25. November stimmen die Sennwalder Bürger über einen Kredit von 4,2 Mio. Franken für einen Werkhof mit Sammelstelle ab. Das Projekt hat eine lange Vorgeschichte.
Corinne Hanselmann

Das vom Gemeinderat genehmigte Projekt «Neubau Werkhof mit Sammelstelle» sieht einen kompletten Neubau mit drei Gebäuden vor. Läuft alles nach Plan, könnte im Frühling 2019 mit dem Bau begonnen werden.

So soll der neue Werkhof einst aussehen. (Visualisierung: PD)

So soll der neue Werkhof einst aussehen. (Visualisierung: PD)

Jahrelange Vorgeschichte

Dem neuen Projekt geht ein jahrelanges Hin und Her voraus. Im Jahr 2014 hätte eigentlich mit dem Bau eines neuen Werkhofs beim Feuerwehrdepot in Salez begonnen werden sollen – die Bevölkerung hatte dem Projekt mit Kosten in der Höhe von 4,6 Mio. Fr. schon im Jahr 2012 zugestimmt. Die Detailplanung brachte ans Licht, dass der Bau samt Landkauf rund 2 Mio. Fr. mehr, also 6,6 Mio. Fr. kosten würde. Diese grosse Abweichung gegenüber dem genehmigten Kredit entstand unter anderem durch beträchtliche Berechnungsfehler. Der Gemeinderat beschloss im Dezember 2014 einen «Marschhalt» und liess die Situation neu analysieren. Man gelangte zum Schluss, dass am bisherigen Standort Frümsen festgehalten wird und der bestehende Werkhof erneuert und ausgebaut werden soll.

Daraufhin schrieb der Gemeinderat einen Ideen-Wettbewerb aus. Das Auswahl­gremium empfahl das Projekt von Archraum Altstätten, Daniel Eggenberger. Seine Projektidee beinhaltete zwei neue Gebäude. Es wurde mit Kosten von etwa 2,5 Mio. Fr. gerechnet.

«Erweiterung wäre ein ‹Flickwerk› geworden»

Die jetzige Sammelstelle beim Werkhof Frümsen sei ungenügend und schlecht zu bedienen. (Bild: PD)

Die jetzige Sammelstelle beim Werkhof Frümsen sei ungenügend und schlecht zu bedienen. (Bild: PD)

In der Zwischenzeit erarbeitete der Architekt ein detailliertes Bauprojekt, welches der Gemeinderat nun genehmigte. Die Kosten dafür sind mit 3,7 Mio. Fr. für den Werkhof und 0,5 Mio. Fr. für eine Sammelstelle nun doch deutlich höher. Mit gutem Grund, wie Gemeindepräsident Peter Kindler auf Anfrage sagt. Man habe sich nochmals Gedanken gemacht. Der ursprünglich angedachte Ausbau des bestehenden Frümsner Werkhofs wäre ein «Flickwerk» geworden. «Das jetzige Betriebsgebäude hätte man stehen lassen können, es hätte wohl aber in drei bis vier Jahren erneuert werden müssen. Da konnten wir einfach nicht dahinter stehen», so Kindler. Deshalb habe man sich nun dazu entschlossen, einen modernen und zeitgemässen Neubau zu planen.

Hinweis:
Am Dienstag, 6. November, findet um 19 Uhr im Mehrzweckgebäude Salez eine öffentliche Informationsveranstaltung statt.

Zukunftsgerichtetes Projekt

Der Gemeinderat von Sennwald hat das Bauprojekt «Neubau Werkhof mit Sammelstelle» in Frümsen genehmigt. Die Baukosten belaufen sich beim Werkhof auf 3,7 Millionen und für die Sammelstelle auf 500000 Franken. Die Urnenabstimmung über den Gesamtkredit von 4,2 Millionen findet am 25. November 2018 statt, schreibt der Gemeinderat in einer Medienmitteilung.

Mit diesem Projekt unterbreitet der Gemeinderat den Stimmbürgern den Neubau des Werkhofs inklusive Sammelstelle am bestehenden Platz in Frümsen (siehe Titelseite). Der jetzige Werkhof besteht aus alten
Gebäuden und solchen, welche in ihrer Substanz die Endnutzungszeit erreicht haben. Eine Investition in diese Gebäude – die zudem teilweise mitten im Platz stehen – erscheint weder wertschöpfend noch zukunftsgerichtet. Ebenfalls erfüllt die jetzige Sammelstelle die Anforderungen an eine zeitgemässe, bedienerfreundliche Sammelstelle in keiner Weise, schreibt der Gemeinderat weiter.

Ökologische Holzheizung und Fotovoltaik-Anlage
Das Projekt sieht einen kompletten Neubau mit drei Gebäuden vor. Die Bauten sind aus Holz mit Schrägdächern. Das Betriebsgebäude ist entlang der Kantonsstrasse ausgerichtet. Die Einstellhalle liegt etwas zurückversetzt hinter dem Betriebsgebäude in der Parzellenmitte. Diese Halle ist nicht beheizt und nicht unterkellert. Sie könnte später auch noch erweitert werden. Die Konstruktion der Halle ist so bemessen, dass später auch noch ein Dachboden eingebaut werden könnte. Die Sammelhalle ist vom öffentlich zugänglichen Sammelplatz her erschlossen. In ihr untergebracht sind die grossen Mulden und die Giftabgabestelle.

Die Zu- und Wegfahrt zum Werkplatz erfolgt direkt ab der Kantonsstrasse. Über die Wislenstrasse wird die unabhängige Erschliessung zum öffentlichen Sammelplatz geführt.
Geplant ist für das Betriebsgebäude eine ökologische Heizung mit Holzpellets. Auf dem Dach des Betriebsgebäudes ist eine Fotovoltaik-Anlage vorgesehen, welche einen jährlichen Ertrag von zirka 37000 kWh erzielt was dem Verbrauch von Strom von acht bis zehn Wohnhäusern entspricht. Die Kosten für die Fotovoltaik-Anlage werden ins Investitionsbudget 2019 aufgenommen.

Finanzierung und weiteres Vorgehen
Die Gemeinde muss ab dem nächsten Jahr die Rechnungslegung nach RMSG anwenden. Darin ist die Abschreibungsdauer für Hochbauten auf 30 Jahre festgelegt. Dies ergibt einen jährlichen Abschreibungsbetrag von 140000 Franken. Durch die bereits getätigten Vorfinanzierungen in Werkhof und Entsorgungsplatz reduzieren sich diese Kosten auf jährlich noch 69000 Franken, ein Betrag, der absolut verkraftbar ist und sich auch auf den Steuerfuss nicht auswirken wird.
Mit dem geplanten Neubau des Werkhofes verbunden mit einer zeitgemässen Sammelstelle erhält die Gemeinde Sennwald (endlich) eine zukunftsgerichtete Anlage, welche die Bedürfnisse über längere Zeit vollkommen erfüllt. Durch eingeplante mögliche Erweiterungen könnte sogar ein späterer Raumbedarf immer noch gut abgedeckt werden. Gebaut wird jetzt nämlich nur, was nötig und ausgewiesen ist.
Unter Vorbehalt der Urnenabstimmung vom 25. November wird das Baugesuch eingereicht. Baubeginn mit dem Sammelplatz und der Einstellhalle wäre dann bei Annahme dieser Vorlage im Frühling 2019. (pd/wo)

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