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Ein launiger Abend im Schloss

Für die Inszenierung der Oper «La Traviata» standen Sängerinnen und Sänger während den Proben unter Beobachtung von sechs Schriftstellern und einem Fotografen. Daraus entstand ein wohlgefälliger Leseabend.
Heidy Beyeler
Mitglieder aus dem Kreis «Literatur im Sarganserland» gestalteten mit der Lyrikerin Elsbeth Maag (dritte von rechts) und Fotograf Sepp Köppel (rechts) einen launigen Abend. (Bild: Heidy Beyeler)

Mitglieder aus dem Kreis «Literatur im Sarganserland» gestalteten mit der Lyrikerin Elsbeth Maag (dritte von rechts) und Fotograf Sepp Köppel (rechts) einen launigen Abend. (Bild: Heidy Beyeler)

Rund um die Schloss-Festspiele «La Traviata» vom kommenden August wurden am vergangenen Wochenende Kulturliebhaber mit verschiedenen kulturellen Anlässen auf das besondere Ereignis eingestimmt. Den Auftakt machten sechs Autoren aus der Literaturszene inklusive einer Präsentation von Sepp Köppel mit schwarz/weiss Fotografien. Der Abend endete mit angeregten, persönlichen Gesprächen unter Kunstschaffenden und Besuchern im Bistro.

Am Samstag musizierten Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Semesterschlusskonzertes im Schloss Werdenberg. Anschliessend an das Konzert fand die Vorführung des preisgekrönten Dokumentarfilms «Il Bacio di Tosca» des Bündner Regisseurs Daniel Schmid aus 1984 unter freiem Himmel im Schlosshof statt.

Mit einer Chor-Matinée wurde das Kultur-Wochenende abgeschlossen. Drei Chöre, der Sängerbund Buchs, der Gemischter Chor Salez-Haag, und der Chor «We are familiy» Liechtenstein traten mit abwechslungsreichen Chorbeiträgen im Städtli Werdenberg und im Schlosshof auf. Das Wetter war den Veranstaltern wahrlich gut gesinnt, so dass die Open-Air-Anlässe planmässig unter freiem Himmel abgehalten werden konnten.

Grosse Freude herrschte am Sonntagmorgen, weil Christian Büchel als Chorleiter wieder mitwirken konnte und den Sängerinnen und Sängern beistand bei ihrem Auftritt.

Die Geschichtenerzähler

Aus Wörtern und Bildern entstand ein amüsanter, anregender Abend im Schloss Werdenberg. Das Publikum bekam einen verlockenden Vorgeschmack auf die Werdernberger Schloss-Festspiele. Fünf Mitglieder der Gruppe «Literatur im Sarganserland», die Lyrikerin Elsbeth Maag und der Fotograf Sepp Köppel stimmten die Gäste am Freitag auf das Kulturwochenende ein – mit heiteren, manchmal auch spitzfindigen Erzählungen über das Leben der über 60 Chorsängerinnen und Chorsänger während den Vorbereitungen zu den Schloss-Festspielen «La Traviata» – im August.

Die Autoren fanden Wortspiele zu den unterschiedlichen Persönlichkeiten der Chorsänger. Die Wortzeichnungen bekamen – zusammen mit den schwarz-weiss Fotografien – besondere Akzentuierungen, mit denen sich der Zuhörenden ein eigenes Bild der verschiedenen Personen kreieren konnten.

Die Textvorträge waren hervorragend und ausgezeichnet. In nur wenigen Minuten haben die Vortragenden in verdichteter Manier, das ausgesprochen, was den Eindruck ihrer eigenen Wahrnehmung widerspiegelte. Literatur muss nicht dramatisch, schwarzmalerisch, traurig oder schwerfällig sein. Nein. Literatur kann fröhlich, humorvoll und dennoch klug und tief gängig sein. Das haben die sechs Autoren am Freitagabend gezeigt. Sie erzählten über ihre persönliche Wahrnehmung zu den anspruchsvollen Chorproben, bei denen jeder Sänger, jeder Sängerin völlig konzentriert dem Chorleiter folgen muss. Und so blieb schliesslich auch der Chorleiter Christian Büchel nicht unerwähnt – in Bild und Sprache. Solche Erzählungen können sehr wohl den Wunsch auf mehr erzeugen. Da stellt sich die simple Frage: Warum die literarisch gelungenen Geschichten im Vorfeld zur Aufführung nicht in einer Broschüre zusammengefasst werden sollen? Besucher der Festspiele könnten sich so ein bewussteres Bild von den einzelnen Chormitgliedern und des Chorleiters machen – anhand aufmerksamer Schriftsteller und eines Fotografen, der ein gutes Auge für besondere Momente hat.

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