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«Bahnhöfli» wurde nur ein Jahr nach der Rheintalbahn erbaut

Seit 135 Jahren ist das Restaurant Bahnhöfli Haag-Gams im Besitz der Familie Schöb. Und seit 25 Jahren ist dort die Wirte-Familie Werner und Luzia Schöb-Hardegger Gastgeberin.
Hansruedi Rohrer
Postkarte 1903 im Verlag von Josef Schöb, Restaurant Bahnhof, mit Abbildung des Gasthauses. (Bilder: Archiv Hansruedi Rohrer)
Die Schifflischaukel beim Restaurant war einst bei den Kindern beliebt.
Die alte Gaststube mit Buffet und Kachelofen.
Josef Schöb führte bis 1915 das Restaurant.
Das Gasthaus Bahnhof um 1965, ganz links ist die Brückenwaage sichtbar.
Das damalige Gasthaus zum Bahnhof mit Stallgebäude um das Jahr 1920.
6 Bilder

Ein Jahr nach der Rheintalbahn erbaut

Am 30. Juni 1858 wurde die Eröffnung der Rheintalbahn Rorschach-Chur gefeiert. Lediglich ein Jahr später baute Oberst Niklaus Götte aus Wildhaus sein Haus – das spätere Restaurant Bahnhöfli – direkt an der Bahnlinie in Haag. Noch verkehrten hier die Züge der Vereinigten Schweizerbahnen (V.S.B.) mit Dampflokomotiven. Wenige Meter südlich des Hauses befand sich die Station Haag.

Am 28. März 1883 ging das Gebäude (das Gasthaus) auf dem Versteigerungsweg von den damaligen Besitzern Gallus Forrer und Niklaus Ammann an Josef Schöb über, dem Grossvater des jetzigen Eigentümers Werner Schöb. Gemäss urkundlicher Erwähnung erhielt Josef Schöb 1886 das Wirtepatent. Zwei Jahre vorher war die Liegenschaft niedergebrannt und wurde an gleicher Stelle wieder aufgebaut worden. Dem Gasthaus war in früheren Zeiten noch ein Laden angegliedert. Den Namen hat das Gasthaus von der Bahnstation übernommen. Bis 1915 führte Josef Schöb das Restaurant Bahnhof (heute Bahnhöfli).

Tüchtige Wirtin ist älterer Generation noch gut in Erinnerung

Nach seinem Hinschied folgte bis 1942 seine Frau Martina. Der älteren Generation ist sie noch gut als tüchtige Wirtin in Erinnerung. Danach übernahm deren ältester Sohn Albert das Gasthaus. Zusammen mit seiner Frau Maria, geborene Büchel aus Gamprin, und seinem Bruder Oskar betreute er zusätzlich auch den angegliederten Landwirtschaftsbetrieb. 1960 konnte eine Kegelbahn eingebaut werden, die immer gut besucht wurde. 1969 starb Albert Schöb und 1975 verstarb auch Oskar Schöb.

Seit dieser Zeit bewirtete bis 1987 Maria Schöb-Büchel mit ihren Töchtern die treue Gästeschar aus dem Werdenberg und dem Fürstentum Liechtenstein. Restaurant und Landwirtschaftsbetrieb gingen 1987 an Werner und Luzia Schöb-Hardegger über, die vorerst nur den Landwirtschaftsbetrieb bewirtschafteten. Nach zweimaliger Verpachtung des Gasthauses hat das «Bahnhöfli» am 13. Mai 1993 das heutige Wirtepaar als Besitzer erhalten.

Brückenwaage vor 100 Jahren beim «Bahnhöfli»

Die Strassenverwaltung des Kantons St. Gallen bewilligte der Wirtin Martina Schöb im Mai 1918 die Erstellung einer Brückenwaage beim Gasthaus. Diese wurde auf dem Vorplatz zwischen dem Wohn- und Restaurantgebäude und der Staatsstrasse von Gams nach Haag erstellt. Martina Schöb oder deren Rechtsnachfolger hatten dem Staat für die erteilte Bewilligung eine Gebühr von fünf Franken pro Jahr zu bezahlen. Die Einrichtung war ein Bedürfnis: Noch lange Zeit wurden hier zahlreiche Fuhrwerk-Lasten gewogen.

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