Ein hart erarbeiteter Derby-Sieg für UHC Rangers Grabs-Werdenberg

Der UHC Rangers Grabs-Werdenberg bezwingt den UHC Sarganserland II mit 6:5 und holt drei wichtige Punkte.

Robert Kucera
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Wenn er abzog, wurde es gefährlich: Manuel Ottiger schiesst gegen Sarganserland II gleich drei Tore.

Wenn er abzog, wurde es gefährlich: Manuel Ottiger schiesst gegen Sarganserland II gleich drei Tore.

Bild: Robert Kucera

«Es war ein Auf und Ab. Mal waren wir besser, mal sie», so der Kommentar von Rangers-Spieler Manuel Ottiger zur Begegnung zwischen dem UHC Rangers Grabs-Werdenberg und dem UHC Sarganserland II, die mit 6:5 zu Gunsten des Heimteams endete. «Am Schluss hatten wir das glücklichere Ende für uns», weist er darauf hin, dass die Partie auch einen anderen Ausgang hätte nehmen können.

Nach ausgeglichenem Startdrittel führte Grabs mit 3:2. Das Heimteam steigerte sich im Mittelabschnitt, vergas aber das Toreschiessen. Der Gast aus Sargans drehte das Spiel, nach 40 Minuten hiess es 3:4. Es spricht für die Rangers, dass sie nach diesem Tiefschlag nicht in ihre Einzelteile auseinandergefallen sind, sondern gestärkt aus der zweiten Pause kamen. Phasenweise wurde im Schlussdrittel gezaubert statt gezaudert. Mit zwei Toren in der 43. (Bruno Zindel) und 44. Minute (Manuel Ottiger) drehten die Werden- berger die Partie. Das Game- Winning-Goal zum 6:4 gelang erneut Ottiger, der bereits das 1:1 erzielte.

Tore waren das Produkt einer guten Teamleistung

Manuel Ottiger gefiel es, dass das Team bis zum Schluss den nötigen Biss hatte. Denn nur so könne man eine solche enge Partie gewinnen. «Und es braucht auch das nötige Glück bei den Abschlüssen.» So wie beim Ausgleich zum 4:4 in der 43. Minute. Da lag der Ball urplötzlich im Tor. Bruno Zindel drückte hinter der Torlinie ab und traf den gegnerischen Torwart so, dass der Ball letztlich im Netz landete. Kein Zufall war dann das 5:4 kurz darauf. Förmlich berauscht vom Ausgleich gingen die Rangers beherzt in die Offensive und drückten auf den Führungstreffer, der ihnen letztlich auch gelang.

Matchwinner war natürlich Manuel Ottiger mit seinen drei Toren. Als Alleinunterhalter auf dem Weg zu drei wichtigen Punkten sieht er sich aber nicht: «Meine Tore waren keine Einzelleistungen. Meine Team- kollegen haben gut gearbeitet, den Ball erobert – ich habe dann abschliessen können», hält die Grabser Nummer 14 fest. Und manchmal muss man für Tore im Unihockey nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort stehen. Ottiger tat dies acht Minuten vor dem Ende. Der Sarganserländer Abwehrspieler konnte im Zweikampf gegen Rangers-Captain Hans Sturzenegger nur ungenügend befreien, der Ball landete direkt auf der Schaufel Ottigers. Gegen seinen satten Direktschuss war der Gäste-Hüter machtlos.

Entscheidende Spiele kommen am Schluss

Nach dem 8:6 gegen Alligator Malans II vor einer Woche und nun diesem 6:5 gegen Sarganserland II hat sich Grabs im Abstiegskampf etwas Luft verschafft. Erstmals seit längerer Zeit rangieren die Rangers nicht mehr auf einem Platz, der den Gang in die Auf-/Abstiegsplayoffs bedeuten würden. «Ein Aufwärtstrend ist da», ist Ottiger erleichtert. «Doch wir haben noch drei Spiele. In jedem müssen wir Vollgas geben und gegen die direkten Tabellennachbarn unbedingt siegen», spricht er die Begegnungen der letzten beiden Runden an. Denn dann trifft Grabs zunächst zu Hause auf den Letzten Domat-Ems, zum Abschluss der Saison auswärts auf die Nesslau Sharks, die nun direkt hinter den Rangers Platz neun belegen.

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