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Ein Grabser Lehrling packt in Südafrika mit an

Zimmermann Marco Kobler nutzte die berufsschulfreie Zeit, um seinen Horizont zu erweitern. Er arbeitete beim Bau einer Schulküche im Township Daantjie mit.
Stolz über das Erreichte: Der Grabser Lehrling Marco Kobler (Mitte) und seine Unterstützer. (Bild: PD)

Stolz über das Erreichte: Der Grabser Lehrling Marco Kobler (Mitte) und seine Unterstützer. (Bild: PD)

Eine Lehre in der Schweiz ist wohl eine der besten Möglichkeiten in eine erfolgreiche berufliche Zukunft zu starten. Marco Kobler aus Grabs ist im letzten Jahr seiner Berufslehre zum Zimmermann bei der A. Gantenbein Holzbau AG in Grabs. Die dreiwöchige berufsschulfreie Zeit nutzte er, um seinen Horizont zu erweitern und in Südafrika für eine Schule im Township Daantjie beim Bau einer Schulküche mitzuarbeiten. Zugleich nutzte er seinen Aufenthalt, um darüber die im letzten Lehrjahr anstehende Vertiefungsarbeit zu schreiben.

Es herrschen nicht überall Schweizer Verhältnisse

«Die Schweiz ist nicht überall! Damit meine ich, dass nicht in allen Ländern so stabile und faire Verhältnisse herrschen wie bei uns in der Schweiz.» So beginnt Marco Kobler die Schilderung seiner Eindrücke. Angefangen mit der Ankunft in Johannesburg, der vierstündigen Fahrt nach White River im Nordosten von Südafrika mit seiner offenen, weitsichtigen Landschaft. Über die Unterschiede zwischen der Stadt White River, mit ihren sauberen, asphaltierten Strassen und stabilen Häusern, im Gegensatz zum Township Daantjie, wo überall Abfall herumliegt, den Strassen mit all den Schlaglöchern und den zum Teil baufälligen Hütten. Das ist als Schweizer nur schwer zu verstehen.

Weiter auch die Ankunft auf der Baustelle und dass eigentlich nichts so abläuft, wie es geplant wurde. Das andauernde Improvisieren wegen mangelnder Werkzeuge oder wegen fehlenden Baumaterials. Bis hin zur Mittagspause im Chickendust, der einzigen Art von Restaurant im Township, wo die Wahl des Menus sehr einfach ist, weil es nur eines gibt – Huhn mit Maisbrei. Und über die Schule, die vor lauter Schülern aus allen Nähten platzt. Marco Koblers Einsatz in Südafrika wurde möglich durch die Zusammenarbeit der Zimmerei A. Gantenbein, dem Projekt Südafrika und der Unterstützung des Berufs- und Weiterbildungszentrums Buchs. Das nötige Geld wurde beim Benefizkonzert von ehemaligen Kantischülern gesammelt. Dieses fand im März in Grabs statt. Das Projekt Südafrika setzt sich für benachteiligte Kinder in den Townships rund um White River in Südafrika ein.

Er empfiehlt, die Komfortzone zu verlassen

Dieses Jahr realisiert das Projekt den Bau einer Schulküche für die Pholani Primary School. Die Schule unterrichtet rund eintausend Kinder von der ersten bis zur siebten Klasse. Die vier Köchinnen versorgen jeden Tag alle Schüler mit einem einfachen Mittagessen. Manche der Kinder sind auf diese tägliche Mahlzeit angewiesen. Bisher wurde auf einem offenen Feuer in riesigen dreibeinigen Kochtöpfen gekocht. Die Küche verfügt über drei holzbefeuerte Kochöfen, um den Verbrauch zu senken und den Raum rauchfrei zu halten.

Die Initianten des Projektes sind sehr froh, mit Marco Kobler einen weltoffenen, interessierten und vor allem gut ausgebildeten jungen Zimmermann dabei zu haben, der sein umfangreiches Wissen und Können in die Planung und beim Bau der Küche einfliessen lässt. Zum Schluss erklärt der Grabser Lehrling: «Ich kann nur jedem empfehlen, aus seiner Komfortzone hinauszugehen und einen ähnlichen Einsatz zu erleben. Neben all den beeindruckenden Erlebnissen hat mir die Arbeit und das Erreichte viel Freude gemacht. Dass dabei die Schüler der Pholani Primary School eine neue Küche bekommen haben, gibt mir das Gefühl, etwas Nützliches geleistet zu haben.» (pd)

Hinweis
www.projekt-suedafrika.jimdo.ch

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