Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Ein Goldschakal in Frümsen gesichtet?

Eine W&O-Leserin meldet die Sichtung eines Goldschakals in der Region. Wildhüter Silvan Eugster sagt, ob dies stimmen kann.
Katharina Rutz
Ein Goldschakal lebt möglicherweise auch im Werdenberg. Eine W&O-Leserin will ihn gesehen haben. (Bild: Martina Berg/fotalia)

Ein Goldschakal lebt möglicherweise auch im Werdenberg. Eine W&O-Leserin will ihn gesehen haben. (Bild: Martina Berg/fotalia)

In Frümsen könnte sich ein Goldschakal herumtreiben. Eine W&O-Leserin meldet unserer Zeitung eine Beobachtung im Frümsner Riet in der Nähe der Ewigkeitsstrasse. Ausserdem sei vor rund einem Jahr schon im Schlosswald Salez ein Goldschakal gesichtet worden. Ist da etwas dran? «Ich habe bisher keinen definitiven Beweis für die Anwesenheit eines Goldschakals im Werdenberg», sagt der zuständige Wildhüter Silvan Eugster. Das heisst, in der Region ist noch nie einer fotografiert worden und auch DNA-Spuren wurden bisher keine gefunden.

Allerdings erhält Silvan Eugster etwa ein bis zwei Mal im Jahr eine Meldung, dass ein Goldschakal beobachtet worden sei. Diese Meldung trägt er in ein Formular ein und übermittelt sie an Kora, der Koordiantionsstelle für Raubtierökologie und Wildtiermanagement.

Werdenberg wäre ein möglicher Lebensraum

«Es ist überall jederzeit möglich, einen Goldschakal in der Schweiz zu sehen», sagt Silvan Eugster, so also auch im Werdenberg. Aufgrund der gemeldeten Beobachtungen allein lässt sich aber die Anwesenheit des Goldschakals nicht bestätigen.

Das Werdenberg würde jedoch einen geeigneten Lebensraum für den Goldschakal bieten. Der Allesfresser kommt in vielen Lebensräumen zurecht. Allein jagt der Goldschakal kleine Beute wie Nagetiere, Eidechsen, Hasen oder Vögel. Auch Früchte oder Aas stehen auf seinem Speiseplan. Als Familiengruppe von zwei bis vier Tieren ist der Goldschakal in der Lage, grössere Beutetiere wie zum Beispiel Rehe zu jagen.

«Der Goldschakal ist im Begriff, sich von Osten nach Westen auszubreiten. Es ist durchaus möglich, dass er auch im Werdenberg auftaucht», so Silvan Eugster. Mit Sicherheit lässt sich aber auch das nicht sagen.

Erster Nachweis im Jahr 2011

In Liechtenstein wurde im März 2018 ein Goldschakal fotografiert und von mehreren Fachpersonen identifiziert.

Im Juli 2017 gelang es einem Ornithologen im St.Galler Linthgebiet, einen Goldschakal zu fotografieren.

Im März 2016 musste im Kanton Schwyz ein geschwächter Goldschakal erlegt werden und im Winter 2015/2016 wurde in Graubünden ein solches Tier zunächst fotografiert und dann von einem Jäger fälschlicherweise erlegt. Er hielt ihn für einen Fuchs.

Der Goldschakal ist geschützt, er gilt nicht als Neozoon, da er natürlich in die Schweiz einwandert. Der erste fotografische Nachweis eines Goldschakals in der Schweiz stammt aus dem Winter 2011/2012, als ein Goldschakal in den Nordwestalpen von mehreren Fotofallen erfasst wurde.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.