Ein gefreutes Betriebsjahr für die Palfriesbahn

Die 21. GV der Genossenschaft Palfriesbahn stand im Zeichen eines erfreulichen Betriebsjahres 2018. Für den demissionierenden Martin Stucki wählte die Versammlung einstimmig Patricia Klauser-Egli (Plons) in den Verwaltungsrat.

Hans Hidber
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Abschied und Willkomm: VR-Präsident René Ackermann (Mitte) mit der neu gewählten Verwaltungsrätin Patricia Klauser-Egli und dem abtretenden Martin Stucki.(Bild: Hans Hidber)

Abschied und Willkomm: VR-Präsident René Ackermann (Mitte) mit der neu gewählten Verwaltungsrätin Patricia Klauser-Egli und dem abtretenden Martin Stucki.(Bild: Hans Hidber)

83 Genossenschaftsmitglieder haben sich zur diesjährigen ordentlichen GV im Hirschensaal, Weite, eingefunden. VR-Präsident René Ackermann konnte in seinem mit Bildern und Videosequenzen unterlegten Jahresbericht auf ein durchwegs sehr erfreuliches Betriebsjahr zurückblicken. Schwerpunkt seiner Ausführungen war die Realisierung der im Vorjahr beschlossenen Erneuerungen von Steuerung und Antrieb der Bahn.

«Alle Beteiligten haben hervorragende Arbeit geleistet – die gestrengen Kontrolleure der IKKS (Interkantonales Konkordat für Seilbahnen und Skilifte) haben alles ohne Auflagen abgenommen», so Präsident René Ackermann.

«Zusammen mit den ordentlichen Revisions- und Unterhaltsarbeiten haben wir alles Erdenkliche nach neuestem Standard für die Sicherheit getan.»

Als wichtige Neuerung nannte er die erzielte Entkoppelung der Betriebsdauer der Bahn vom Berggasthaus Palfries. Wenn dieses geschlossen ist, finden Leute im Bedarfsfall Schutz und Unterkunft im Unterkunftsgebäude bei der Bergstation. Die Bahn kann jetzt offiziell von der Auffahrt bis 15. November fahren, soweit es das Wetter zulässt.

Buchhaltung zeigt ein positives Betriebsergebnis

Die von Kassier Thomas Rutz, (an diesem Abend entschuldigt abwesend) erstellte Jahresrechnung und Bilanz wurde von Vizepräsident Ignaz Hidber kurz erläutert. Der Sommer 2018 mit den vielen Sonnentagen hat sich positiv auf das Betriebsergebnis ausgewirkt: Es resultierte ein Jahresgewinn von rund 51945 Franken gegenüber 1871 Franken im Vorjahr. Die Bilanz weist ein Eigenkapital von 425000 Franken aus. «Einziger Wermutstropfen war der frühe Wintereinbruch im November, was zu einer vorzeitigen Betriebseinstellung führte», so Hidber.

Insgesamt aber war das finanzielle Ergebnis höchst erfreulich. Dies nicht zuletzt auch dank dem enormen ehrenamtlichen Einsatz, wie René Ackermann betonte. Für die Besucherfrequenzen und damit das Betriebsergebnis der Bahn spielen die Wetterverhältnisse eine massgebliche Rolle. So könne man nicht unbedingt damit rechnen, dass es wieder so einen bahnfreundlichen Sommer wie letztes Jahr gebe.

Eine Frau wurde in den Verwaltungsrat gewählt

Präsident Ackermann bedauerte es, die Demission des seit 12 Jahren mit grossem Engagement wirkenden Verwaltungsrates Martin Stucki bekanntgeben zu müssen. «Martin Stucki hat sich in seinem Ressort Marketing, PR, Informatik und Medien stark engagiert, unter anderem auch in der Gestaltung von Flyern und anderen Kommunikationsmitteln.» Sein Rücktritt erfolge aus beruflichen und zeitlichen Gründen.

Die Suche nach einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin mit Eignung für dieses anspruchsvolle Ressort sei nicht einfach gewesen, aber man sei glücklicherweise fündig geworden in der Person von Patricia Klauser-Egli, Plons, die als patentierte Rechtsagentin und mit beruflicher Erfahrung das Rüstzeug für diese Aufgabe mitbringe. Die Vorgeschlagene wurde einstimmig und mit grossem Applaus als neue Verwaltungsrätin gewählt. So hält, ganz im Zeichen der Zeit, nach einem Unterbruch wieder eine Frau Einzug in den Verwaltungsrat.

Der Start in die Bergsaison verspätet sich wegen Schnee

Weil in erhöhten Lagen vielerorts noch Schnee liegt, starten Älpler und Bergwirte auch in der Region Werdenberg und Obertoggenburg später als in den vergangenen Jahren in die Saison. Auch die Wanderwege in höheren Lagen sind noch nicht begehbar.
Corinne Hanselmann