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Vor 60 Jahren: Als 9000 Zuschauer den besten Skispringern auf der Säntisschanze in Unterwasser zujubelten

Vor 60 Jahren trafen sich in der Schweiz die besten Skispringer aus neun Ländern Europas, um sich auf den vier Schanzen von Unterwasser, St. Moritz, Arosa und Le Locle zu messen. Im Toggenburg jubelten 9000 Zuschauer den mutigen Sportlern zu.
Hansruedi Rohrer
Eine grosse Zuschauermenge verfolgt das Auftaktspringen bei der Säntisschanze am 25. Januar in Unterwasser, im Bild der Schwede Gunnar Höök. (Bilder: PD)

Eine grosse Zuschauermenge verfolgt das Auftaktspringen bei der Säntisschanze am 25. Januar in Unterwasser, im Bild der Schwede Gunnar Höök. (Bilder: PD)

Die früher vom Schweizerischen Skiverband alle zwei Jahre durchgeführte internationale Springerwoche führte am 25. Januar 1959 die Weltelite aus Finnland, Norwegen, Schweden, Deutschland, Österreich, Polen, Frankreich, Italien und aus der Schweiz nach Unterwasser. 40 Spitzensportler nahmen an jenem Tag am Eröffnungsspringen auf der Säntisschanze teil. Der traditionsreiche Wintersportplatz Unterwasser war damit bereits zum fünften Mal Austragungsort des Eröffnungsspringens. Die Mitglieder des lokalen Organisationskomitees und ihre Helfer vom Skiclub Unterwasser hatten den grossen Anlass genau vorbereitet.

Die Säntisschanze hatte Baujahr 1928 mit kritischem Punkt auf 57 Metern. Die Länge des Schanzentisches betrug 20 Meter und die Höhe drei Meter.

Der Sieger Kalevi Kaerkinen aus Finnland beim Flug über die Säntisschanze .

Der Sieger Kalevi Kaerkinen aus Finnland beim Flug über die Säntisschanze .

Im Herbst 1952 wurde diese alte Schanze abgebrochen. Kurz vor dem Springen im Winter 1953 war die neue Schanze in Beton für die Konkurrenz bereit. Schanzenmeister der ausgezeichnet präparierten Anlage war Alfred Kleger. Seit Jahren war in der Schweiz Andreas Däscher erster und bester Mann im Skispringen. Auch auf die Springer-Tournee vor 60 Jahren bereitete er sich gewissenhaft vor. Neben Däscher starteten in Unterwasser aus dem Schweizer Team noch Albert Kälin, Ulrich Scheidegger, Hans Kurt Hauswirth und Fritz Schneider.

9000 Zuschauer wohnten dem Spektakel bei

Am Samstag, 24. Januar wurde das Trainingsspringen durchgeführt. Dabei war die Aufsprungbahn etwas hart, sodass viele Springer stürzten. Auch der Schweizer Nachwuchsmann Albert Kälin zog sich beim unglücklichen Sturz eine Bänderzerrung zu, die ihn für die nächsten Springen ausfallen liess. Als Ersatz konnte Mario Gianoli bestimmt werden. Am Eröffnungsspringen vom Sonntag herrschte schönes Winterwetter, und Unterwasser erlebte einen überragenden Publikumsaufmarsch. 9000 Personen wohnten dem Schauspiel bei.

Der W&O berichtete in der Montagausgabe dazu: «Über die Mittagsstunden wälzten sich von allen Seiten imposante Schlangen von Privatwagen, Cars und Postautos heran und lange vor Beginn stellten sich vor der Schanze riesige Menschenmengen auf. Die Post führte ab Nesslau und Buchs total 65 Extrawagen mit rund 2500 Personen. In Unterwasser wurden 1800 Personenwagen und 42 Cars stationiert, in Wildhaus deren 800 PW und 38 Cars und in Alt St. Johann 540 PW und ein Car. Trotz der starken Belastung der Strasse funktionierte die Zusammenarbeit zwischen Polizeiorganen, Post und Funk sehr gut.»

Andreas Däscher (links) und der Wildhauser Niklaus Stump (Mitte) beraten den Nachwuchsspringer Toni Cecchinato im Januar 1959.

Andreas Däscher (links) und der Wildhauser Niklaus Stump (Mitte) beraten den Nachwuchsspringer Toni Cecchinato im Januar 1959.

Als am Nachmittag die Wettkämpfer vorgestellt waren, traten die Vorspringer in Aktion, und dann sausten die Elitespringer in einem Probedurchgang über den Schanzentisch.

58,5 Meter im zweiten Durchgang

Nach dem ersten Durchgang lag der Finne Kalevi Kaerkinen mit einem Sprung von 56 Metern und der Note von 108,2 an der Spitze. Wohl die meisten Anwesenden ahnten, dass damit der Sieger des Eröffnungsspringens bereits erkoren war. Das war am Schluss auch so: Kaerkinen stärkte im zweiten Durchgang seine Position und wurde mit 58,5 Meter und 221,2 Punkten klarer Sieger, gefolgt von Arnfinn Bergmann aus Norwegen mit 214,8 Punkten. Der Schweizer Andreas Däscher erreichte den ehrenvollen dritten Platz (211,3 Punkte).

Am Abend fand im Hotel Sternen die Rangverkündigung mit Preisverteilung statt. Die ersten zehn erhielten einen Weissküfer-Kübel.

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