Procap-Veranstaltung in Vilters
war ein voller Erfolg

Der Herbsttreff des Vereins Procap Sarganserland-Werdenberg bot einmal mehr viel Spass und Unterhaltung.

Svenja Kruse
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Ein paar Glückshormone gefällig? Choccolotta zaubert jedem ein Lachen ins Gesicht. (Bild: Svenja Kruse)

Ein paar Glückshormone gefällig? Choccolotta zaubert jedem ein Lachen ins Gesicht. (Bild: Svenja Kruse)

Am Sonntagnachmittag, als Blätter in allen möglichen Farben zu Boden fielen und Föhnböen durch das Sarganserland wehten, fand der Herbsttreff von Procap Sarganserland-Werdenberg statt. Menschen mit einem Handicap sowie ihre Angehörigen sind bei diesem jährlichen Treff zu einem Nachmittag voller Musik und Tanz eingeladen. Bereits am Eingang der Mehrzweckhalle Vilters wurden die Gäste von der Clownfrau «Chocolotta» und dem Procap-Maskottchen «Sporty» begrüsst; sie würden im Laufe des Nachmittags noch für weitere Unterhaltung sorgen. Neben dem Samariterverein Wartau und dem Entertainer Daniel Rupf sorgten Jolanda Kohler und Reto Hermann, beide Mitarbeiter von Procap Sarganserland-Werdenberg, für einen reibungslosen und abwechslungsreichen Ablauf.

Gleich zu Beginn hielt Vorstandsmitglied Reto Hermann eine kurze Ansprache. Hermann ist zuständig für die Organisation der Procap-Anlässe, so auch für diesen Herbsttreff. Ihm falle an solchen Anlässen besonders die Herzlichkeit der Menschen mit einer Behinderung auf, die einfach unverfälscht und unheimlich spontan sei. Und wirklich liessen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sofort von der Musik mitreissen und der Nachmittag versprach, ein wahres Highlight zu werden.

Procap zählt insgesamt fast 1000 Mitglieder, die sich aus Aktivmitgliedern sowie Solidarmitgliedern zusammensetzen. Neben jährlich stattfindenden Anlässen wie dem Herbsttreff, der Weihnachtsfeier oder dem Sporttag liegt die Hauptaufgabe von Procap in der Beratung, sei dies in Baufragen oder im Bereich Sozialversicherung.

Tanzeinlagen und eine Polonaise

Die Stimmung war sehr gut. (Bild: Svenja Kruse)

Die Stimmung war sehr gut. (Bild: Svenja Kruse)

Nicht lange nachdem der Alleinunterhalter Daniel Rupf die ersten Töne angestimmt hatte, schwangen schon die ersten das Tanzbein. Einige Lieder seien eben dieselben wie am Sporttag im Sommer und so könne man mittanzen, erklärte einer der Teilnehmer lachend. Von einer Breakdance-Einlage bis zu Pirouetten im Rollstuhl war auf der Tanzfläche alles zu sehen. Auch «Chocolotta» und der Löwe «Sporty» waren mit von der Partie und schafften es, noch mehr Leute von ihren Stühlen zu locken. Zwischendurch wurde vom Lions Club Bad Ragaz ein reichhaltiger Fleisch- und Käseteller serviert. Einige hielt es aber nicht lange auf den Stühlen und so füllte sich die Tanzfläche nach dem Essen schnell wieder. Bald darauf wurde eine Polonaise geformt. Nun schlängelten sich zu den Liedern «Hulapalu» von Andreas Gabalier und «Daddy Cool» Jung und Alt durch die Tische.

Für einen jeden, was das Herz begehrt

Der Lions Club Bad Ragaz offerierte an diesem Sonntagnachmittag Speis und Trank. Ein langjähriges Mitglied des Lions Clubs, Bruno Röthlisberger, betonte, dass jeweils so viel von den Teilnehmenden zurückkomme, was mit Geld gar nicht aufgewogen werden könnte. Die engagierten Helfer der Lions servierten nicht nur ein feines Fleisch- und Käseplättli, sondern etwas später auch Kaffee und Kuchen. Aus einem Stück Schwarzwäldertorte pro Person wurden teilweise schnell zwei Stück Torte. Für die Kalorienverbrennung war dann wieder der Entertainer Daniel Rupf zuständig. Er hatte für zwei Schweizer Lieder den Text ausgeteilt, sodass alle lautstark mitsingen konnten und bei anderen Volksliedern wie «Der alte Jäger vom Silbertannental» wurde fleissig mitgeklatscht. Viele Teilnehmer hielt es auch mit Fleisch, Brot und Kuchen im Magen nicht auf den Stühlen, sodass bis zum Ende weitergetanzt wurde.

Die Clownfrau «Chocolotta» und das Maskottchen «Sporty» waren den ganzen Nachmittag über mit von der Partie. Sie scherzten, tanzten und brachten die Leute zum Schmunzeln. Sie waren es auch, die die diesjährige Wettbewerbsfrage vorstellten. Alle Anwesenden konnten die Anzahl Guetsli-Härzli in einem Korb schätzen, worauf die drei besten Schätzungen einen Preis überreicht bekamen. Die Auflösung des Wettbewerbs war dann auch der letzte Programmpunkt dieses Herbsttreffs. Die drei Gewinnerinnen nahmen die Preise sichtlich erfreut entgegen; die Erstplatzierte Ladina Kessler hatte die Guetsli sogar auf die Zahl genau richtig geschätzt.

Kurz nach halb fünf Uhr traten die Ersten den Heimweg an – mit vollem Herz und Bauch, begleitet vom Evergreen «Country Roads».