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Jeder dritte Jungschwan ist bereits tot

Gross war die Freude bei der Bevölkerung, als am Werdenbergersee vor einem Monat der Nachwuchs des Schwanenpaars schlüpfte. Drei der neun Jungtiere sind wohl bereits gestorben – was aber nicht ungewöhnlich ist.
Corinne Hanselmann
Da waren es nur noch sechs: Von den ursprünglich neun jungen Schwänen leben wohl nur noch diese sechs. (Bild: Corinne Hanselmann)

Da waren es nur noch sechs: Von den ursprünglich neun jungen Schwänen leben wohl nur noch diese sechs. (Bild: Corinne Hanselmann)

Neun herzige Schwänchen schlüpften Anfang Mai am Werdenbergersee. Doch mittlerweile sind es nur noch sechs Jungtiere – fünf graue und ein weisses – die mit dem Elternpaar den See und die Umgebung erkunden und viele Spaziergänger erfreuen. Doch was ist mit den drei anderen passiert? «Darüber habe ich keine Kenntnis», sagt der zuständige Wildhüter Silvan Eugster auf Anfrage des W&O. Er weist aber darauf hin, dass es nichts Ungewöhnliches ist, dass Jungtiere sterben. «Meist überlebt nur etwa die Hälfte das erste Lebensjahr», so Eugster.

In den vergangenen Jahren überlebten am Werdenbergersee mehrfach fast alle der jungen Schwäne – was eher ungewöhnlich ist. Gemäss Wildhüter hängt dies auch damit zusammen, dass die Vögel in Stadtnähe häufig gefüttert werden. «An einem natürlicheren Ort weiter weg von der Zivilisation kommen selten so viele durch.»

Die herzigen Jungtiere lassen viele Spaziergänger das Handy zücken, um ein Foto zu schiessen. (Bild: Corinne Hanselmann)

Die herzigen Jungtiere lassen viele Spaziergänger das Handy zücken, um ein Foto zu schiessen. (Bild: Corinne Hanselmann)

Mögliche Todesursachen gebe es viele, erklärt der Wildhüter. So machen beispielsweise Füchse gerne Jagd auf junge Schwäne. Die Vierbeiner haben derzeit auch Jungtiere und deshalb hungrige Mäuler zu stopfen. Auch Hauskatzen seien ein Problem für die Vögel, so der Wildhüter. Katzen seien durchaus in der Lage, am Ufer im richtigen Moment einen jungen Schwan zu erbeuten. Auch Krankheiten oder Parasiten könnten eine mögliche Todesursache sein. Kranke Jungtiere werden wegen des Arterhaltungstriebs verstossen und sind ohne Schutz durch die Eltern natürlich eine leichte Beute.

Im Gegensatz zu anderen Vögel fressen Schwäne von Anfang an selber: Vor allem Insekten, aber auch Algen, Gras und am Werdenbergersee auch gefüttertes Brot. Trotzdem bleiben sie in der Regel fast ein Jahr bei den Elterntieren. Kurz vor der nächsten Brut werden sie jeweils verscheucht, wenn sie sich nicht schon vorher ein eigenes Revier gesucht haben.

Hier waren die jungen Schwäne noch ganz klein:

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