Ein Bijou am Gamserberg: Die Rotenberg Kapelle ist ein Herrgottswinkel der besonderen Art in Gottes freier Natur

Die kleine Kapelle ist vor zehn Jahren aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht und bereichert seither die Werdenberger Sakrallandschaft.

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Für jedermann wieder offen: Die besonders schöne Rotenberg Kapelle am Gamserberg.
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Für jedermann wieder offen: Die besonders schöne Rotenberg Kapelle am Gamserberg.

Für jedermann wieder offen: Die besonders schöne Rotenberg Kapelle am Gamserberg.

Bilder: PD

(pd) Die Rotenberg Kapelle am Weg nach Schönenboden/Wildhaus bzw. via Hardegg und Höhenweg Sennwald ist in aller Munde. Zahlreich sind die Besuche geworden, um hier zu rasten, sich zu erholen, etwas auszuruhen, die schöne Natur zu geniessen, um zu beten.

Vor über zehn Jahren aus dem Dornröschenschlaf erwacht, wurde sie mittlerweile zu einem kleinen Pilgerort der Region. Alt Landwirt und Holzverarbeiter Josef Dürr, Weberhüser, Gamserberg, setzt sich derweil mit viel Freude und Leidenschaft um das «Leiden Christi Chapeli» ein. Gewonnen hat damit die Werdenberger Sakrallandschaft. Vom Frühling bis in den Spätherbst hinein werkelt er trotz seines hohen Alters an der Pflege der Umgebung. Ihm und der Hilfe aus seiner Familie und Freundeskreis ist die Schönheit der Kapellanlage zu verdanken. Nicht verwunderlich, wenn immer mehr Leute für einen Besuch vorbeikommen.

Josef Dürrs Handschrift

Ohne Zweifel, das schmucke Betkirchlein ist wohl der Mittelpunkt eines Besuchs am Rotenberg. Immer auch prächtig die dazu passenden Alpsteinberge. Ein seltener Blickfang hinter dem Eisengitter; ein Herrgottswinkel, wie ihn nur Josef Dürr nach seinem Belieben zu erschaffen wusste. Was einst in den meisten katholischen Familien zu finden war, hat hier auf engstem Raum wieder Platz gefunden.

Die religiösen Gegenstände sind Zeugen einer gelebten Volksfrömmigkeit. Sie brachten Schutz, Trost, Segen und dank vieler Gebete auch Heilung für Mensch und Tier. Viele solcher Dinge dienten auch als dekorativer Hausschmuck. Seit Anfang Mai ist die Kapelle, erbaut 1936, wieder jedermann zum Besuch offen. Für Autofahrer stehen zwei Parkplätze zur Verfügung.