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Die Silberfüchse betreiben ihr eigenes Gedächtnistraining

Wenn die Theatergruppe Silberfüchse zur Uraufführung in Wildhaus willkommen heisst, kommt das Publikum in Scharen. Das aktuelle Stück ist aus dem Leben gegriffen, denn «Beizensterben» gibt es überall.
Adi Lippuner
Die Silberfüchse begeistern auch mit ihrer neusten Produktion das Publikum. (Bild: Adi Lippuner)

Die Silberfüchse begeistern auch mit ihrer neusten Produktion das Publikum. (Bild: Adi Lippuner)

25 Jahre Theatergruppe Silberfüchse bedeutet, dass Seniorinnen und Senioren seit einem Vierteljahrhundert auf der Bühne stehen und ihre Stücke dem Publikum «auf dem Brettern, die die Welt bedeuten» zeigen. Am Mittwochnachmittag wurde in der Mehrzweckhalle Chuchitobel «Die letscht Beiz im Lindequartier» uraufgeführt.

Rösly Baumgartner-Strässle, hat der Theatergruppe das Stück auf den Leib geschrieben. Regisseur Edgar Morger war dafür besorgt, dass die Spielerinnen und Spieler – übrigens jede Rolle in doppelter Besetzung – das Ganze gekonnt aufführten.

Die Tatsache, dass die Hirnleistung, immer vorausgesetzt, die Verbindungen werden nicht regelmässig genutzt, mit zunehmendem Alter abnimmt, wissen die «Silberfüchse» auszutricksen. Sie lernen ihre Rollen auswendig und trainieren damit ihr Hirn, bringen alle zwei Jahre ein neues Stück auf die Bühne und dies sehr zur Freude eines immer grösser werdenden Fankreises. Zur Uraufführung waren Gäste aus dem ganzen Toggenburg, aber auch von der Seniorenbühne St. Gallen angereist.

Uraufführung jeweils in Wildhaus

Gemeindepräsident Rolf Züllig liess es sich nicht nehmen, die Akteure und das Publikum persönlich zu begrüssen. «Wir sind hocherfreut, dass ihr Wildhaus als Ort der ersten Aufführung für das neue Stück wählt. Die Silberfüchse sind für mich der Beweis, dass etwas, das mit Hingabe gemacht wird, auch zu hohen Leistungen befähigt.» Aus Sicht des Gemeindepräsidenten könnte das Restaurant auch jeden anderen Namen tragen, «denn in jeder Ortschaft gehen Beizen zu und damit Treffpunkte für die Bevölkerung verloren».

Eines gleich vorweg: Wie es sich für ein Theaterstück gehört, wird ganz zum Schluss eine gute Lösung gefunden. Doch bis es soweit ist, haben die 14 Spielerinnen und Spieler während der gesamten Aufführung in drei Akten zahlreiche Dialoge zu bewältigen. Ab und zu war bei der Uraufführung die Hilfe der Souffleuse gefragt, doch insgesamt bringen die Seniorinnen und Senioren eine beachtliche Leistung, wobei nicht unerwähnt sein darf, dass die älteste Spielerin bereits 88 Lebensjahre zählt.

Es gilt das Motto: «Sag niemals nie»

Kurz zum Inhalt: Da wird im Lindenquartier bekannt, dass der geliebte Quartiertreffpunkt, der «Lindenhof», verkauft werden soll. Weil die Verwandtschaft der Besitzerin ihre Hände im Spiel hat und auch die Zeitungsverträgerin beim unlauteren Spiel kräftig mitmischt, kommt es zu einigen Turbulenzen. Erschwerend bei der ganzen Geschichte ist das Zögern der Serviceangestellten Melanie Imfeld, an der Uraufführung von Franziska Betschart gespielt.

«Ich bin eine einfache Angestellte und werde es niemals schaffen, einen Betrieb zu führen,» so ihre zentrale Aussage. Darauf ein neuer Gast, der – soviel sei verraten – beim guten Ende eine nicht unwichtige Rolle spielt, mit den Worten kontert: «Sag niemals nie.»

Und so nimmt das Spiel seinen Lauf, die Jasserinnen sind verunsichert, die Stammgäste klopfen auf den Tisch und drohen mit Besetzung des Lokals, das Quartieroriginal erweist sich als schlitzohrige Zuhörerin und der Komplott der Verwandtschaft ...Doch halt, wer wissen will, wie es mit der letzten Beiz im Lindenquartier ausgeht, sollte eine der nächsten Aufführungen geniessen. Auf der Website www. silberfuchstheater.ch sind die Daten aufgeführt. Wie die Präsidentin Astrid Brander informierte, wurde die Truppe bereits für 26 Aufführungen gebucht.

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