Die Orange Days sind eröffnet – Barbara Dürr: «Gewalt gegen Frauen geht gar nicht»

Der Soroptimist International Club Bad Ragaz macht währen den Orange Days mit verschiedenen Aktionen in der Region Buchs–Sargans auf Gewalt an Frauen und Mädchen aufmerksam.

Corinne Hanselmann
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Im kleinen Rahmen gab der Soroptimist International Club Bad Ragaz in der Gass den Startschuss für die Orange Days.

Im kleinen Rahmen gab der Soroptimist International Club Bad Ragaz in der Gass den Startschuss für die Orange Days.

Bild: Reto Beer

Mit einem coronabedingt etwas abgespeckten Eröffnungsanlass gab der Soroptimist International Club Bad Ragaz am Mittwoch in der Gass in Buchs den Startschuss zu den Orange Days. Sie dauern vom 25. November, dem Tag gegen Gewalt an Frauen, bis zum 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte. Zum zweiten Mal findet diese Aktion als Zeichen gegen Gewalt an Frauen auch in der Region Buchs–Sargans statt.

«Wir haben uns zum Ziel gesetzt, das Bewusstsein in der Bevölkerung für dieses Thema durch verschiedene Aktionen zu schärfen und eine breite Bevölkerungsschicht auf unterschiedlichen Ebenen zu erreichen.»

Das sagte Monica Pellicioli Kühne, Präsidentin des Clubs, bei der Begrüssung. Die Soroptimistinnen sind eine weltweite Organisation qualifizierter, berufstätiger Frauen mit über 3000 Wohltätigkeitsclubs in 125 Ländern.

 Die Bäume entlang der Bahnhofstrasse sollen mit ihrem orangen Kleid auf das Thema aufmerksam machen.

Die Bäume entlang der Bahnhofstrasse sollen mit ihrem orangen Kleid auf das Thema aufmerksam machen.

Corinne Hanselmann

Aufmerksam sein für Menschen im Umfeld

Soroptimistin und Kantonsrätin Barbara Dürr.

Soroptimistin und Kantonsrätin Barbara Dürr.

«Gewalt gegen Frauen geht gar nicht», sagte die Gamser Kantonsrätin und Soroptimistin Barbara Dürr in ihrer Ansprache. Häusliche Gewalt und tätliche Übergriffe seien nicht tolerierbar. «Lasst uns aufmerksam sein für die Menschen in unserem Umfeld. So ungeschickt kann keine Frau sein, dass sie sich laufend blaue Flecken holt, weil sie die Treppe heruntergefallen ist oder sich an Möbeln gestossen hat.»

Auch der Buchser Stadtpräsident Daniel Gut richtete einige Worte an die Gäste der kleinen Eröffnungsfeier.

«Gewalt gegen Frauen ist wirklich auch bei uns in der Schweiz und auch im Jahr 2020 ein Problem. Gewalt gegen Frauen findet häufig hinter verschlossenen Türen statt.»
Stadtpräsident Daniel Gut.

Stadtpräsident Daniel Gut.

«Sichtbar machen und sensibilisieren, das wollen diese Orange Days, und das ist gut so. Der Stadtrat Buchs war deshalb sofort bereit, dem Kunstprojekt von Gert Gschwendtner auf der Bahnhofstrasse zuzustimmen, um die Öffentlichkeit auf diese wichtige Thematik aufmerksam zu machen.»

Orange Lichter, orange Drinks, oranger Stoff

Im Rahmen der Orange Days werden die Schlösser Werdenberg und Sargans orange beleuchtet, ebenso das Dach der Gass und das Geschäftshaus der Federer Augenoptik AG.

Künstler Gert Gschwendtner lieh «Demograzia» seine Stimme.

Künstler Gert Gschwendtner lieh «Demograzia» seine Stimme.

Corinne Hanselmann

Weiter hat der Seveler Künstler Gert Gschwendtner eine Kunstaktion ins Leben gerufen. Entlang der Buchser Bahnhofstrasse hat er die Bäume in ein oranges «Kleid» gehüllt, um auf das Thema aufmerksam zu machen. An der Eröffnung lieh er seine Stimme seiner Skulptur Demograzia, die sich ebenfalls gegen Gewalt an Frauen aussprach.

Zudem verkaufen Lokale in Buchs während dieser Zeit «Orange Drinks». Pro Getränk fliessen 2 Franken an ein Projekt des Frauenhauses St.Gallen, das gewaltbetroffenen Frauen offen steht.

Die Soroptimistinnen haben mit einem Orange Drink auf den Startschuss angestossen.

Die Soroptimistinnen haben mit einem Orange Drink auf den Startschuss angestossen.