Sevelen
Drei Könige: Sanierung des bestehenden Restaurants ist für den Gemeinderat keine Option mehr

Der Seveler Gemeinderat hat sich noch für keine Variante zur Arealentwicklung Drei Könige entschieden. Er fordert an der Bürgerversammlung vom 30. November mehr Zeit für weitere Abklärungen.

Heini Schwendener
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Auf der Liegenschaft Drei Könige besteht die Chance, ein belebtes Dorfzentrum für Sevelen zu schaffen.

Auf der Liegenschaft Drei Könige besteht die Chance, ein belebtes Dorfzentrum für Sevelen zu schaffen.

Bild: Heini Schwendener

Was soll auf dem gemeindeeigenen Areal Drei Könige im Zentrum von Sevelen entstehen? Diese Frage treibt Behörden wie Bevölkerung seit Jahren um. Kein Projekt fand je eine Mehrheit, aber es gibt inzwischen immerhin drei unbestrittene Vorgaben: Auf dem Drei-Könige-Areal braucht es ein Restaurant und einen Gemeindesaal. Ausserdem soll es ein belebtes Zentrum und ein Ort der Begegnung sein. Eine im Sommer der Bürgerschaft präsentierte Studie 3K zeigt drei Varianten und eine Untervariante von möglichen Arealentwicklungen auf.

Die Varianten der Studie 3K

Variante 1: Das bestehende Restaurant und der bestehende Saal werden saniert, was etwa 3,6 Mio. Franken kosten dürfte. Jährlicher Nettoaufwand für die Gemeinde: 141000 Franken. Variante 2: Es entstehen auf dem Areal ein Dorfplatz und eine Markthalle, das Restaurant wird abgebrochen und neu gebaut, der Saal bleibt bestehen. Kosten: 9,5 Mio. Franken; jährlicher Nettoaufwand für die Gemeinde: 412000 Franken.
Variante 2Plus: Entspricht der Variante 2, ersetzt den bestehenden Gemeindesaal aber durch einen grösseren (für 450 Personen). Kosten: 13,7 Mio. Franken, jährlicher Nettoaufwand für die Gemeinde: 545000 Franken.
Variante 3: Neubebauung des Gesamtareals mit Dorfplatz, Markthalle, Restaurant, neuem Saal und Mantelnutzung. Kosten: 20 Mio. Franken; jährlicher Nettoaufwand für Gemeinde: 382000 Franken. (she)

An der Bürgerversammlung vom 30. November macht der Seveler Gemeinderat allerdings keine Variantenempfehlung für die weitere Bearbeitung.

Bestehendes Restaurant soll nicht saniert werden

Der Gemeinderat stellt drei Anträge. Zum einen soll die Sanierung des bestehenden Restaurants (Variante 1) nicht weiterverfolgt werden, darüber seien sich sowohl der Gemeinderat als auch die Planungskommission 3K einig. Weiter wird beantragt, durch zusätzliche Abklärungen die nötigen Grundlagen für eine abschliessende Beurteilung der verbleibenden Varianten (2, 2Plus und 3) zu schaffen. Diese kosten zwischen 9,5 und 20 Millionen Franken.

Die Rückmeldungen auf die Präsentation der Studie 3K im Sommer haben aus Sicht des Gemeinderates ergeben, dass in der Bevölkerung die Variante 3 mehrheitlich favorisiert werde, denn für die Belebung des Dorfplatzes sei auch eine Mantelnutzung der Liegenschaft erforderlich. Die Planungskommission 3K beurteilt den Sachverhalt jedoch kritischer. Darum gibt es an der Bürgerversammlung nicht den Antrag des Gemeinderates, die Variante 3 weiter zu verfolgen, sondern weitere Abklärungen zu treffen.

Notwendigkeit und Grösse des Gemeindesaals

Dabei geht es insbesondere auch um Grundsatzfragen betreffend Notwendigkeit und Grösse eines Gemeindesaals. Ganz zentral sind ausserdem die Auswirkungen der unterschiedlich hohen Investitionen auf die mittelfristige finanzielle und steuerliche Entwicklung der Gemeinde.

Der Gemeinderat schlägt vor, auf Januar 2022 eine Baukommission 3K einzusetzen, die alle notwendigen Grundlagen erarbeitet. Sie erstellt unter anderem ein detailliertes Raumprogramm, klärt die Bedürfnisse und erforderliche Grösse des Saals, der Markthalle und des Marktplatzes ab und gibt eine vertiefte Machbarkeitsstudie und eine detaillierte Grobkostenschätzung in Auftrag.

Ziel sei es, diese Grundlagen zusammen mit einem Vorschlag für den Variantenentscheid Ende August 2022 der Seveler Bevölkerung an einer ausserordentlichen Bürgerversammlung vorzulegen.

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