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Drei Bände über ein Bijou geplant

Rund 5,5 Millionen Franken sollen aus dem Lotteriefonds an insgesamt 75 Projekte und Vorhaben im Kanton ausgeschüttet werden. 90000 Franken fliessen in eine Publikation über das Städtli Werdenberg.
Im Fokus einer wissenschaftlichen Publikation: Das Städtli Werdenberg. (Bild: Benjamin Manser (Buchs, 19. April 2018))

Im Fokus einer wissenschaftlichen Publikation: Das Städtli Werdenberg. (Bild: Benjamin Manser (Buchs, 19. April 2018))

Die Regierung stellt dem Kantonsrat in seiner jüngsten Botschaft den Antrag zur Unterstützung von 75 Projekten im Kanton St. Gallen. 5,5 Millionen Franken aus dem Lotteriefonds werden an die Vorhaben ausgeschüttet, vorausgesetzt der Zustimmung des Parlaments in der nächsten Session. Vom Geldsegen profitieren auch zwei Projekte aus dem Einzugsgebiet des W&O.

Mit 90000 Franken soll eine Publikation der Denkmalpflege Kanton St. Gallen mit dem Titel «Städtli Werdenberg im Mittelalter» unterstützt werden. Geplant ist eine wissenschaftliche Publikation im Umfang von ca. 160 Seiten, die gut lesbar und ansprechend gestaltet sein soll. Es ist auch bereits schon angedacht, dieser Publikation zu einem späteren Zeitpunkt und unter Leitung der Museen Werdenberg zwei weitere Bände zur Neuzeit und zum 19. und 20. Jahrhundert folgen zu lassen.

Starker lokaler Einbezug in der Umsetzung

Das Städtli Werdenberg ist ein Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung. Nirgends sonst in der Schweiz ist eine kompakte Kleinsiedlung aus dem Mittelalter so authentisch erhalten. Dank zwei momentan laufenden Forschungsprojekten in der Region Werdenberg besteht nun die Möglichkeit, der Geschichte und Baugeschichte des Städtli auf den Grund zu gehen und die neuen Erkenntnisse der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Zurzeit befassen sich zwei Standardwerke mit der Region Werdenberg. Einerseits sammelt und bearbeitet, Sibylle Malamud die Werdenberger Rechtsquellen im Rahmen des Forschungsprojektes «Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen». Andererseits erarbeitet, Carolin Krumm den Band zu Werdenberg in der Reihe der «Kunstdenkmäler der Schweiz». Bei der Erarbeitung der beiden Bücher sind zum Städtli Werdenberg bisher unbeantwortete Fragen zur baulichen Entwicklung, dem rechtlichen Status und dem gesellschaftlichen Charakter aufgetaucht, insbesondere zur frühen Zeit von der Gründung bis zum Ende des Mittelalters.

Das Buch richtet sich an ein Fachpublikum, an interessierte Laien sowie an Vermittlungsfachpersonen der Museen Werdenberg oder Lehrpersonen, heisst es in der Lotteriefonds-Botschaft. Autoren sind die erwähnten Historikerinnen Carolin Krumm und Sibylle Malamud sowie der Historiker Heinz Gabathuler, Oberschan, mit einem Beitrag zu genealogischen Forschungen. Als Erscheinungsdatum ist der Herbst 2020 geplant. Das Konzept für das Buch entstand in engem Kontakt mit den Museen Werdenberg und dem Leiter Thomas Gnägi. Die Gesamtkosten für das Buchprojekt betragen 190000 Franken.

Die Lebenswelt der Kinder um die Jahrhundertwende

Die Summe von 12000 Franken sind für die Ausstellung «Zersch schaffe Gofe» im Ackerhus in Ebnat-Kappel vorgesehen. Das kleine Museum mit starkem Heimatbezug hat sich in den vergangenen Jahren einen guten Ruf geschaffen. In der geplanten Ausstellung vom 1. Juni bis 31. Oktober 2019 gibt es einen Einblick in die Lebenswelt der Kinder um 1900 im Spannungsfeld von Spielen und Arbeiten. Dabei soll auch aufgezeigt werden, welchen wichtigen Faktor die Kinder zu dieser Zeit für Familien im Alltag darstellten. (ab)

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