Dominik Nadig erneut Kantonalmeister im Geräteturnen

Der Gamser sicherte sich an den Wettkämpfen in Engelburg mit der Note 47,25 den Sieg in der Kategorie K7 und ist somit der beste St. Galler. In den Gerätefinals erreichte er zudem Rang eins am Boden und Platz zwei im Sprung.

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Dominik Nadig inmitten der K7- und KD-Turnerinnen Laila Graber, Katja Lummer, Anna Grässli und Jana Graber (von links). (Bild: PD)

Dominik Nadig inmitten der K7- und KD-Turnerinnen Laila Graber, Katja Lummer, Anna Grässli und Jana Graber (von links). (Bild: PD)

Am Wochenende 1./2. September nahmen die Gamser Geräteturner in Engelburg an den kantonalen Meisterschaften teil. Sie taten das sehr erfolgreich: Getu Gams erreichte einen Sieg und einen weiteren Podestplatz, zudem durften 15 Turner Auszeichnungen entgegennehmen. Für die Turnerinnen und Turner der Kategorien K5 bis K7 ging es an diesem Wettkampf ausserdem um die begehrten Plätze für die Schweizer Meisterschaften.

Top und Flop an den Schaukelringen

Die Turnerinnen und Turner der Kategorien K1 bis K4 mussten sich im Frühjahr bei den Kreismeisterschaften für die Kantonalen-Getu-Tage qualifizieren. Es war für sie schon ein Erfolg überhaupt dabei zu sein, sind doch bei diesem Wettkampf nur noch die Besten des Kantons dabei. Bei den jüngsten Turnerinnen (K1) zeigten Marina Kramer und Melina Berger einen guten Wettkampf und holten Auszeichnungen. Auch in der K2 konnten sich die Gamserinnen gut in Szene setzen. Abeni Gahler erturnte sich an den Ringen gar die Höchstnote (9,55) in dieser Kategorie und wurde am Ende Sechste. Auszeichnungen sicherten sich auch Aline Brander (13.), Laura von Känel (21.) und Mona Lenherr (32.).

Am Samstagmittag zeigte die Turnerin Florine Bircher im K4 ihr Können. Es wurde auf hohem Niveau geturnt und sie wusste, dass sie mit der Spitze mithalten kann und somit einiges möglich war. Mit einem soliden Start am Sprung startete sie den Wettkampf. Völlig unerwartet stürzte sie an ihrem Paradegerät, dem Reck. Der Traum vom Podest musste sie begraben, doch dank Top-Noten am Boden und an den Ringen konnte sie am Schluss doch noch eine der begehrten Auszeichnungen entgegennehmen. Als Nächstes waren vier K3-Turnerinnen an der Reihe. Sie turnten den Wettkampf im Rahmen ihrer Möglichkeiten, eine Auszeichnung konnte sich aber nur Valentina Kaufmann mit einem 16. Schlussrang sichern. Und dies, obwohl sie an den Schaukelringen einen argen Dämpfer mit der tiefen Note 8,55 hinnehmen musste. Nahe an einer Auszeichnung war Marion Tanner dran. Sie scheiterte um lediglich 0,1 Punkte. Zur gleichen Zeit starteten die sechs motivierten K5 Turnerinnen vom Getu Gams in ihren Wettkampf. Den beiden Schwestern Teresa und Domenica Lenherr gelang ein ausgeglichener Wettkampf und sie holten sich beide verdient eine Auszeichnung.

Die vielen Trainings haben sich gelohnt

Bei den jüngsten Turnern erreichte ein Gamser einen Podestplatz. Im K1 zeigte Ronny Dürr an allen Geräten gute Übungen und durfte sich am Schluss als Zweiter feiern lassen. Ebenfalls eine Auszeichnung erhielt der K2-Turner Emanuel Hellemann als Siebter. Abends starteten die Knaben der Kategorien K3 und K4. Die Stimmung nach dem ersten Gerät, den Ringen, war sehr gut, da alle eine starke Übung zeigten. Aron Brander erhielt sogar eine 9,30 und Samuel Frommelt eine 9,20. Danach folgte der Sprung. Laurin Schädler konnte hier zeigen, dass eine gute Steigphase wichtig für eine gute Note ist. Die anderen konnten ihre Trainingsleistungen nicht ganz abrufen und mussten sich mit tieferen Noten zufriedengeben. Am Reck konnten Nicolas Bircher (9,50) und die beiden Wenk-Brüder Johann (9,40) und Samuel (9,60) brillieren. Auch am Barren zeigte das Trio, dass sich Trainings lohnen. Eine Auszeichnung erhielten schliesslich Johann Wenk, Aron Brander und Samuel Wenk.

Zeitgleich ging Fabienne Nadig (K6) an den Start. Doch dieser gelang ihr nicht wie gewünscht. «Ich fühlte mich nicht wohl, die Reckanlage machte mich unsicher», teilte Nadig ihrem Betreuer mit. Sie gab jedoch nicht auf und erturnte sich an ihrem Lieblingsgerät, den Schaukelringen, die Note 9.35. Auch an den anderen beiden Geräten turnte sie solid und kämpfte um jeden Stand. Am Ende reichte es ihr für den zehnten Rang und sie durfte sich eine Medaille umhängen lassen. Für die Turnerinnen ab Kategorie 5 war der Wettkampf gleichzeitig eine Qualifikation für die Schweizer Meisterschaften. «Die neuen Auflagen für die Qualifikation bedeuten, dass sich noch weniger Turnerinnen qualifizieren können. Im Vergleich zum letzten Jahr stellte ich meine Übungen um, sodass der Schwierigkeitsgrad höher ist. Ich konnte mich in dieser Saison stetig steigern, was mein primäres Ziel war», so die SM-Teilnehmerin vom letzten Jahr.

Bodenübung gelang vorzüglich: 9,70

Am Sonntag stand der Wettkampf für Dominik Nadig an. Mit einem Durchschnitt von 9,45 turnte er in der Höchstkategorie der Konkurrenz davon. An den Ringen erzielte er die Note 9,50, am Boden gelang ihm eine geniale Übung, welche mit der Note 9,70 belohnt wurde. Auch wenn ihm sein Sport-Kamerad Pascal Landolt (TV St. Peterszell) dicht auf den Fersen war, schaffte es Nadig, seinen Titel vom Vorjahr zu verteidigen. Gleichzeitig qualifizierte er sich für den Sprung- und Bodenfinal. Beim Letzteren durfte er erneut auf die oberste Stufe des Podests steigen. Ausserdem erturnte er sich im Sprungfinal Silber. «Das Ziel war klar. Nun bin ich glücklich meinen Titel verteidigt zu haben und ich bin zufrieden mit meiner Leistung. Natürlich habe ich immer noch Luft nach oben», so Nadig. (pd)