Dieser eine Punkt des Squashclub Grabs darf sich sehen lassen

Grabs reiste als Aussenseiter ans NLA-Meisterschaftsspiel nach Vaduz. Das 2:2 ist als Erfolg zu werten.

Robert Kucera
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Yannick Wilhelmi (rechts) behielt im Generationen-Duell mit Davide Bianchetti die Oberhand.

Yannick Wilhelmi (rechts) behielt im Generationen-Duell mit Davide Bianchetti die Oberhand.

Bild: Robert Kucera

Sowohl Vaduz als auch Grabs hatten nach zwei Stunden Spielzeit gleich viele Siege und Punkte auf dem Konto. Den Unterschied machten schliesslich die gewonnenen Sätze. Hier behielten die Liechtensteiner die Oberhand und sicherten sich den Zusatzpunkt.

Mit dem 2:2-Unentschieden war man im Lager der Grabser jedoch mehr als zufrieden. Denn diesen einen Punkt nahm man sehr gerne mit über den Rhein, zumal Vaduz im Vorfeld in drei der vier Partien als Favorit galt. Als Bonus zum Punktgewinn wurde die Tabellenspitze erfolgreich verteidigt.

Steigerung in zweiter Hälfte des Matches

Lange Zeit verlief das Derby, wie man es erwarten durfte. Tapfer kämpfende Grabser leisteten erbitternden Widerstand und waren bereit, Nachlässigkeiten des Gegners zu bestrafen. Doch die Favoriten aus Vaduz agierten aufmerksam, sie unterschätzten ihre Kontrahenten nicht. Auf der Haben-Seite des Gasts standen immerhin Satzgewinne. Die Ausgeglichenheit und auch der Spannungswert des Spiels Vaduz gegen Grabs wird durch die Tatsache dokumentiert, dass kein Match mit 3:0 endete. Pasquale Ruzicka verlor gegen Roger Baumann ebenso mit 1:3 wie Luca Wilhelmi gegen David Maier.

Dazwischen sorgte Yannick Wilhelmi für Jubel im Grabser Lager. Der 19-Jährige setzte sich im Spiel der Generationen – Gegner Davide Bianchetti ist ganze 23 Jahre älter – mit 3:1 durch. «Im dritten und vierten Satz habe ich mein Spiel besser umgesetzt und spielte auch schneller», sagt Wilhelmi, der mit der zweiten Hälfte seiner Partie zufrieden war. «Ich bin froh, hat es mit dem Sieg geklappt. Ich wollte unbedingt gewinnen, sodass ich dem Team eine Chance für ein 2:2 geben kann.»

Enormer Kampfgeist wurde belohnt

Als sein älterer Bruder aber den Court verliess, führte Vaduz jedoch mit 2:1 und in der Partie Jens Schoor gegen Rudi Rohrmüller ging alles seinen gewohnten Weg, Schoor lag nach Sätzen mit 2:1 vorne. Im deutschen Duell führte er die etwas feinere Klinge und machte die wichtigen Punkte. Diese waren aber auch nötig: Rohrmüller hielt ausgezeichnet mit und hielt das Geschehen offen.

Als sich die Fehler beim Vaduzer häuften, nutzte der Grabser die Gunst der Stunde und erzwang einen fünften Satz. Auch in diesem spielte Rohrmüller stark auf. Er punktete und zwang Schoor zu Fehlern. Mit 11:9 ging der Satz letztlich an ihn. «Ich bin glücklich darüber, dass ich den einen Punkt für Grabs nach Hause bringen konnte», sagt Rudi Rohrmüller nach dem Spiel. Nach einigen Fünf-Satz-Niederlagen wollte er unbedingt wieder mal gegen Schoor siegen. Sein Kampfgeist und der Wille zum Sieg waren letztlich ausschlaggebend, wie er glaubt. «Und am Schluss hatte ich auch das Quäntchen Glück auf meiner Seite.»

Vaduz – Grabs 2:2
Nach Sätzen: 9:8. – Nach Punkten: 154:154.
Die Partien: Jens Schoor vs. Rudi Rohrmüller 2:3 (11:8, 9:11, 11:6, 6:11, 9:11). – Davide Bianchetti vs. Yannick Wilhelmi 1:3 (10:12, 15:13, 4:11, 4:11). – David Maier vs. Luca Wilhelmi 3:1 (11:7, 11:6, 2:11, 11:8). – Roger Baumann vs. Pasquale Ruzicka 3:1 (11:5, 11:5, 7:11, 11:7).
Rangliste (11 Spiele): 1. Grabs 25 (7 Siege, 33:11). 2. Vaduz 25 (7 Siege, 26:18). 3. Uster 22. 4. Pilatus Kriens 19. 5. Sihltal 16. 6. Bern 15. 7. Pythons Kriens 9. 8. Panthers Kriens 1.