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Die Wiga braucht einen neuen Messeleiter

Paul Schlegel, Grabs, ist aus dem Verwaltungsrat der Wigab AG ausgeschieden und er ist nicht mehr Messeleiter. Zentrale Forderungen der Werdenberger Gewerbevereine sind damit erfüllt, offen bleiben aber weiter viele Fragen.
Heini Schwendener
Werden im September 2019 die Zelte für die Wiga wieder aufgebaut? Sind die Werdenberger Gewerbevereine mit Gemeinschaftsständen dabei? Diese Fragen sind noch immer offen. (Bild: Heini Schwendener)

Werden im September 2019 die Zelte für die Wiga wieder aufgebaut? Sind die Werdenberger Gewerbevereine mit Gemeinschaftsständen dabei? Diese Fragen sind noch immer offen. (Bild: Heini Schwendener)

Vergangenen Donnerstag wurde im Handelsregisterteil des «Schweizerischen Handelsamtsblattes» publiziert, dass Paul Schlegel, Grabs, als Vizepräsident des Verwaltungsrates mit Kollektivunterschrift zu zweien aus dem Verwaltungsrat (VR) der Wigab AG ausgetreten und seine Unterschrift erloschen ist. Gestern teilte dies Wigab-Verwaltungsrätin Christine Hug-Stauffacher den Präsidenten der Werdenberger Gewerbevereine schriftlich mit und gab zudem bekannt: «Im gegenseitigen Einverständnis wurde auch der Vertrag als Messeleiter mit Paul Schlegel aufgelöst.»

Zwei zentrale Forderungen erfüllt

Schlegel raus aus dem VR und Schlegel nicht mehr Messeleiter: Dies waren zwei zentrale Forderungen der Werdenberger Gewerbevereine an die Wigab AG. Andernfalls würden sie an der Wiga 2019 nicht mehr mit Gemeinschaftsständen teilnehmen (der W&O berichtete). Denn das Vertrauen der Gewerbevereine in den Unternehmer und ehemaligen Kantonsratspräsidenten aus Grabs war nicht mehr vorhanden. Dessen Geschäftsgebaren hatte in den vergangenen Jahren immer wieder für negative Schlagzeilen gesorgt. Am Schluss hatte auch bei der IG Grabs, die zuvor Schlegel als Messeleiter noch akzeptiert hätte, die Stimmung umgeschlagen.

Ist nach dieser Massnahme der Wigab AG nun alles in Butter? Mitnichten, sagen Päuli Kohler, Präsident der Werdenberger Wirtschaftsorganisation (WWO), dem Dachverband der Gewerbevereine, und Rolf Pfeiffer, Präsident von Wirtschaft Buchs. Ist Paul Schlegel noch immer im Aktionariat der Wigab AG? Sie wissen es nicht, denn das Schreiben der Wigab AG ist dürftig. Dort heisst es lediglich: «Nächstens wird über die zukünftige Struktur der Wigab AG informiert. Wir sind bestrebt und voller Zuversicht, dass die laufende Reorganisation auch in Zukunft zum Erfolg dieser traditionellen Messe beiträgt.»

Auf Anfrage des W&O sagte VR Christine Hug-Stauffacher, VR-Präsident Josef Müller-Tschirky sei ferienhalber abwesend, Details würden erst bekannt, wenn sich das Aktionariat getroffen habe. Müller-Tschirky und Hug- Stauffacher sind die einzigen verbliebenen VR der Wigab AG.

Lokale Vertreter in den Verwaltungsrat

«Zwei Leute, die nichts mit dem Werdenberg zu tun haben und keinen Bezug zu unserem Gewerbe haben», hält Päuli Kohler fest. Auch Rolf Pfeiffer stört dies. Der VR müsse mit lokalen Vertretern erweitert werden. «Das Gewerbe wäre bereit, solche zu stellen, wir wollen mehr Verantwortung für die Wiga übernehmen», sagt Pfeiffer. VR-Präsident Josef Müller-Tschirky war am 18. August im W&O wie folgt zitiert worden: «Wir sind offen, wenn jemand aus dem lokalen Gewerbe im Verwaltungsrat mitwirken will.» Gewerbevereine sind gesprächsbereit Die Wigab habe mit dem Verzicht auf Paul Schlegel einen Schritt in die richtige Richtung gemacht, so Kohler und Pfeiffer, weitere müssten folgen. Hans Eggenberger, Präsident des GIV Wartau, sagt: «Ich erwarte, dass uns die Wigab umgehend kontaktiert, wir sind gesprächsbereit.»

Dabei müssen viele offene Fragen geklärt werden. Erst danach entscheidet sich, ob und wie sich das Gewerbe an der Wiga 2019 engagiert. Sollten die Probleme unter dem steigenden Zeitdruck allerdings nicht befriedigend gelöst werden, bringt Päuli Kohler eine andere Option ins Spiel: «Dann ist es vielleicht gar nicht das Schlechteste, wenn es 2019 keine Wiga gibt.»

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