Azmoos
Die «Traube» in Azmoos «brennt»: Die Gastrobranche macht mit einer Aktion auf ihre schwierige Situation aufmerksam

Das Speise-Restaurant Gasthaus Traube in Azmoos wird heute Abend rot beleuchtet, im Garten wird ein Feuer entzündet. Unter dem Motto «Die Branche brennt!» fordert Gastrosuisse landesweit, dass die aktuelle Corona-Krise nicht auf dem Rücken des Gastgewerbes ausgetragen wird.

Armando Bianco
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Wird heute Abend in rot getaucht, im Garten wird ein Feuer entzündet: Das Gasthaus Traube in Azmoos.

Wird heute Abend in rot getaucht, im Garten wird ein Feuer entzündet: Das Gasthaus Traube in Azmoos.

PD

Gastrosuisse ruft seine Mitglieder auf, sich heute Abend zwischen 17.30 und 20.30 Uhr an der Aktion zu beteiligen. Die Betriebe werden gebeten, an Fassaden, vor dem Betrieb oder hinter den Fenster gut sichtbare Zeichen und Symbole aufzustellen. Vorgeschlagen werden Finnenkerzen, Schwedenfeuer, Feuerschalen, grosse Kerzen, Lichterketten oder andere passende Botschaften, etwa ein Plakat mit der Aufschrift «Die Branche brennt!». Die Lichter im Betrieb sollen möglichst abgeschaltet bleiben, damit sie nicht von der Aktion ablenken.

Gabi und Markus Foser beleuchten und entzünden ein Feuer

Auch das altehrwürdige Gasthaus Traube in Azmoos beteiligt sich an der Aktion. Gabi und Markus Foser haben entschieden, das Gebäude rot zu beleuchten und im Garten ein Feuer zu entzünden. Sie machen damit auf die Situation des Gastgewerbes seit Beginn der Corona-Pandemie aufmerksam, «welches massiv unter den einschneidenden Massnahmen leidet», wie es in einer Mitteilung von Gastrosuisse heisst. Die Krise dürfe nicht auf dem Rücken dieser Branche ausgetragen werden.

Tausende von Existenzen und Arbeitsplätze gefährdet

Gabi und Markus Foser von der Traube Azmoos.

Gabi und Markus Foser von der Traube Azmoos.

PD

Seit Ende Oktober fordere man von der Politik, dass sofort A-fonds-perdu-Beiträge ausbezahlt werden, ansonsten drohe ein Flächenbrand, dem Tausende von Existenzen und Arbeitsplätze zum Opfer fallen würden.

Gastrosuisse weisst die Teilnehmer der Aktion ausdrücklich darauf hin, coronakonform vorzugehen, die pandemische Lage anzuerkennen und Menschenansammlungen zu vermeiden. Zudem bittet der Verband, die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen bezüglich Brandschutz zu treffen - denn das Motto solle schliesslich keine Feuerwehreinsätze auslösen.

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