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Die «Himmlischen Weibsbilder »wurden zum Bestandteil der Buchser Kirche

Die «Himmlischen Weibsbilder» von Det Blumberg prägten die Fastenzeit in der Herz-Jesu-Kirche. Sieben Frauenskulpturen standen im Mittelpunkt der Ausstellung.
Anfänglich sorgten die Skulpturen in der Herz-Jesu-Kirche für Irritationen, doch das änderte sich mit der Zeit. (Bild: PD)

Anfänglich sorgten die Skulpturen in der Herz-Jesu-Kirche für Irritationen, doch das änderte sich mit der Zeit. (Bild: PD)

(fs) Die Ausstellung wurde ergänzt durch «starke Frauen», die als Referentinnen zu Gast waren. Viele Frauen und nicht ganz so viele Männer besuchten die verschiedenen Anlässe.

Caroline Capiaghi schlüpfte in die Rolle einer Künstlerin

Besonderes Interesse erregte ein Abend mit der Buchser Märchenerzählerin Caroline Capiaghi. Neben ihrem Metier, dem Erzählen von Märchen, schlüpfte sie in die Rolle der Künstlerin Frida Kahlo und gab den zahlreich erschienenen Besuchern Einblicke in das turbulente Leben der mexikanischen Künstlerin: Lebensstationen waren ihre glückliche Kindheit, ihr schwerer Unfall und die daraus resultierenden lebenslangen Schmerzen, das Entdecken der Malerei als Flucht und Ausdrucksmittel und ihr ausschweifendes Liebesleben.

Untermalt wurde der Vortrag von Uli Zeitler am Flügel und ausdrucksstarken Liedern, vorgetragen von Birgit Schneider Brzovic; ein Gesamtkunstwerk, das die Zuhörer begeisterte. Auch die Bilder von Frida Kahlo durften nicht fehlen und lagen auf dem Taufstein ausgebreitet. Immer wieder malte sich die Mexikanerin selber und stellte ihr Innenleben dar. Ihr Vermächtnis auf einem Bild lautete: Viva la Vida: Es lebe das Leben. Diese Aussage überstrahlte alles: Nicht Fridas Schmerzen, sondern ihre Lebensfreude prägten ihr Leben am meisten.

Eine Skulptur fiel aus der Rolle

Die in den Skulpturen dargestellten Frauen haben eines gemeinsam: Alle nehmen ihr Leben selbstbestimmt in die Hand und zeichnen sich durch ihre Lebensfreude, ihre Klugheit und ihre Glaubenskraft aus. Nur die Getretene fiel aus der Rolle. Die Frauenärztin Bernadette Rietschi machte anhand dieser Skulptur auf erschreckende Schicksale in unserer Mitte aufmerksam. Sie kamen dem Zuhörer so nah, dass er froh war, durch Barockmusik wieder zur Fassung kommen zu können.

So viel Frauenpower in der Ausstellung war toll, aber: Wie kann die zukünftige Rolle der Frau in der katholischen Kirche und in der Gesellschaft aussehen? Diese Frage warf Pfarrer Erich Guntli zum Abschluss der Ausstellung auf und fühlte sich bei ihrer Beantwortung durchaus ratlos. Seelsorger Ottmar Hetzels Fazit war: Es lag etwas in der Luft. Der Heilige Geist hat sich gezeigt. Für die Zukunft brauche man Offenheit und Gottvertrauen. Wir seien eingeladen aufzubrechen aus der Enge unserer überkommenen Vorstellungen.

Auf allen Seiten war beim «österlichen Nachklang» am Ostermontag viel Dankbarkeit zu spüren, dass die Ausstellung werden konnte und Raum für viele bereichernde Begegnungen bot. Dazu trug vor allem die «Herz-Jesu-Bar» dar, eine Wortkreation der Mesmerin Liliane Loosli, die nach jedem Vortragsabend ihre Tore geöffnet hatte und einen Treffpunkt für Gespräche bot.

Die gemachten Erfahrungen wirken lassen

Vielen werden die Figuren nach anfänglichen Irritationen fehlen, die über mehrere Wochen ein fester Bestandteil der Kirche in Buchs waren. Nun gilt es, die österliche Leere auszuhalten und zu sehen, was zurückbleibt und die gemachten Erfahrungen wirken zu lassen.

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