Die SAC-Berghütten wurden in den Regionen Sarganserland, Werdenberg und der Bündner Herrschaft weniger besucht

An der Hauptversammlung der SAC-Sektion Piz Sol sind erfolgreiche Bergsportler geehrt worden. Im Gegensatz zu den SAC-Berghütten in der Schweiz, die 2019 bei den Übernachtungen das zweitbeste Ergebnis in der Verbandsgeschichte erzielten, verzeichnete die Sektion Piz Sol leichte Rückgänge gegenüber dem Rekordvorjahr.

Leo Coray
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Erfolgreiche Jugendliche: Sina Götz und Jonathan Brown werden von Präsident Matthias Wielatt (von links) an der Hauptversammlung der SAC-Sektion Piz Sol geehrt.

Erfolgreiche Jugendliche: Sina Götz und Jonathan Brown werden von Präsident Matthias Wielatt (von links) an der Hauptversammlung der SAC-Sektion Piz Sol geehrt.

Bild: Leo Coray

Nur rund 50 Mitglieder und Gäste aus den Sektionsgebiet Sarganserland, Werdenberg und Bündner Herrschaft trafen sich am Freitag in Sargans zur Hauptversammlung der Sektion Piz Sol des Schweizerischen Alpen-Clubs (SAC). Das waren, wohl wegen des Corona-Virus, ein Drittel weniger als üblich. Wie Präsident Matthias Wielatt (Sargans) sagte, betreibt der SAC im Sektionsgebiet drei Berghütten: die Spitzmeilenhütte in Flumserberg, die Enderlinhütte am Falknis und die Schräawislihütte im Calfeisental.

Im Gegensatz zu den SAC-Berghütten in der Schweiz, die 2019 bei den Übernachtungen das zweitbeste Ergebnis in der Verbandsgeschichte erzielten, verzeichnete die Sektion Piz Sol leichte Rückgänge gegenüber dem Rekordvorjahr.

Laut Wielatt wurden in den drei Hütten 4762 Logiernächte gezählt, 12 Prozent weniger als 2018, als allerdings Zuwächse von 20 bis 30 Prozent gegenüber 2017 verzeichnet worden waren. Im Berichtsjahr 2019 wies die Spitzmeilenhütte 4224 Logiernächte aus (-13 Prozent). Diese Einbusse wurde mit dem Ausfall der Zubringerbahn zum Maschgenkamm wegen des Bahnneubaus begründet. Elf Prozent weniger Übernachtungen verzeichnete mit 473 die Enderlinhütte, weil sie im September wegen Krankheit des Hüttenwarts teilweise geschlossen war.

Erfolg für junge Eiskletterin aus Grabs

Viel Freude hatte Matthias Wielatt an den jungen Eiskletterern. Wie er mitteilte, konnte Sina Götz (Mastrils) nicht nur ihren U21-Weltmeistertitel aus den Vorjahren verteidigen, sondern verbesserte sich in ihrem zweiten Weltcupjahr auf Rang drei. «Damit ist sie international die beste Schweizer Eiskletterin», betonte der Präsident. Jonathan Brown (Bad Ragaz) erzielte an der U21-Weltmeisterschaft einen fünften und einen sechsten Rang. In der Kategorie U14 erreichte die junge Noé Looser (Grabs) an Schweizer Meisterschaften einen zweiten und einen vierten Platz.

Vereinsrechnung schloss bei einem Umsatz von 29000 Franken

Laut Präsident Wielatt musste die Alpine Rettung der SAC-Sektion 22-mal (im Vorjahr 21-mal) zu Bergrettungen aller Art ausrücken. Zudem leisteten die zwei Bergretterinnen und 33 Bergretter 14 Trainings. Nach zwei Jahren des Rückgangs nahm die Mitgliederzahl um sechs auf 1387 Personen zu. Der Zuwachs betraf hauptsächlich die Kategorie 23 bis 35 Jahre. Im 2019 wurden mehrere Dutzend geführte Touren durchgeführt, von Wanderungen über anspruchsvolle Klettertouren bis zu Skitouren im Winter.

Die von Kassier Heinz Müller (Azmoos) vorgelegte Vereinsrechnung schloss bei einem Umsatz von 29000 Franken mit einem Gewinn von 3700 Franken. Die Hüttenrechnung, worin auch das Rettungswesen mit einem Aufwand von 4000 Franken enthalten ist, warf bei Einnahmen von 120000 Franken einen Gewinn von 3100 Franken ab. Dank des Gesamtgewinns von 6800 Franken stieg das Eigenkapital auf 110000 Franken. Das Budget 2020 rechnet mit einem Gesamtgewinn aus beiden Rechnungen von 6100 Franken.

Der Präsident kündigt seinen Rücktritt an

Aus dem Vorstand demissionierten der Umweltbeauftragte Elias Kindle (Triesen) nach sechs und Aktuar Ernst Dornbierer (Werdenberg) nach fünf Jahren. Zum neuen Umweltbeauftragten wurde Gerry Meier (Wangs) und zum neuen Aktuar Christoph Maurenbrecher (Vaduz) gewählt. Wie Präsident Wielatt mitteilte, gedenkt er, im 2021 zurückzutreten. Weiter teilte er mit, dass sie Sektion ab 1. April im Museum Sarganserland auf Schloss Sargans die Ausstellung «Bergsteigen im Sarganserland früher und heute» gestalten wird.