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Die Schwefelbohne soll auf die Werdenberger Felder zurückkehren

Wie der Ribelmais soll auch die Schwefelbohne auf die Werdenberger Felder wieder heimisch werden, wie früher.
Katharina Rutz
Benedikt Kogler und Hans Oppliger in einem Versuchsfeld mit Mais und Schwefelbohnen in Haag.Bild: Katharina Rutz

Benedikt Kogler und Hans Oppliger in einem Versuchsfeld mit Mais und Schwefelbohnen in Haag.Bild: Katharina Rutz

Die Schwefelbohne war früher im Werdenberg, Rheintal und Fürstentum Liechtenstein wohl weit verbreitet. Sie wurde von der Bevölkerung zusammen mit dem Ribelmais angebaut. Schon damals wurde ihr eine besondere Schmackhaftigkeit nachgesagt. Mit der Modernisierung der Landwirtschaft in den 1950er-Jahren verschwand jedoch die Schwefelgelbe von den Feldern der Region.

Im Juli blüht die Schwefelbohne. (Bild: Katharina Rutz)

Im Juli blüht die Schwefelbohne. (Bild: Katharina Rutz)

Auch der Ribelmais verschwand nach dem Zweiten Weltkrieg nach und nach vom Speiseplan und dementsprechend auch von den Feldern. Bis 1998 schrumpfte die Anbaufläche auf gerade mal vier Hektaren. Dann kam die Wende. 1998 gründeten Produzenten, Verarbeiter und Berater vom Landwirtschaftlichen Zentrum St.Gallen den «Verein Rheintaler Ribelmais» und liessen den Ribelmaisanbau im Rheintal wieder aufblühen. Heute wird wieder auf rund 65 ha Fläche Ribelmais angebaut. Ribelmais-Produkte können inzwischen als Polenta oder Bramata wieder in der ganzen Schweiz gekauft werden. So führt Globus den Ribelmais beispielsweise im Sortiment. In der Ostschweiz ist er auch im Coop und Migros erhältlich und in diversen Hofläden. Der Ribelmais ist eine Rheintaler Erfolgsgeschichte.

Im September kann sie geerntet werden. (Bild: PD)

Im September kann sie geerntet werden. (Bild: PD)

Eine Bohne mit grossem Potenzial

Nun soll auch die Schwefelbohne wieder auf die Rheintaler Felder zurückkehren. «Wir wollen diese traditionelle Sorte wieder in Wert setzen», sagt Hans Oppliger. Der Geschäftsführer des Vereins Rheintaler Ribelmais ist mit seiner Firma Rhytop GmbH daran, die Schwefelbohne wieder bekannt zu machen. Denn die Schwefelbohne habe grosses Potenzial sowohl im Anbau, als auch in der Ernährung. Ribelmais und Schwefelbohnen wurden traditionell als Mischkultur angebaut. Dies weil Bohnen Stickstoff im Boden zu binden vermögen, welchen der Mais zum Wachsen benötigt.

In der Ernährung liefern Schwefelbohnen wertvolles Eiweiss, während der Ribelmais für genügend Kohlenhydrate sorgt. «Weltweit steigt das Interesse an Körnerleguminosen wie Erbsen, Bohnen und Linsen als Eiweisslieferanten», ist Hans Oppliger überzeugt. Gleichzeitig besteht in der Schweizer Bevölkerung eine grosse Nachfrage nach regionalen und im Inland produzierten Produkten.

Besondere kulinarische Eigenschaften

Erste Versuche und Tests bestätigten sowohl die besonderen kulinarischen Eigenschaften der Schwefelbohne als auch die grosse Nachfrage. Die ersten Verkaufsprodukte in den Hofläden sind bereits ausverkauft. Wer also Schwefelbohnen probieren will, muss auf eine gute diesjährige Ernte im September hoffen.

Allerdings ist man mit der Schwefelbohne noch vom grossflächigen feldmässigen Anbau entfernt. Weitere Versuche sind notwendig, um mit der Schwefelbohne die gleichen Erfolge wie mit dem Ribelmais erzielen zu können. «Wir möchten in fünf Jahren soweit sein», sagt Benedikt Kogler, Projektleiter bei der Rhytop GmbH.

Saatgut gesucht

Wer noch über Saatgut von Schwefelbohnen verfügt, ist gebeten sich bei Benedikt Kogler, Projektleiter Schwefelbohne bei der Rhytop GmbH in Salez zu melden. Ziel ist, diese anzubauen und die Eigenschaften des unterschiedlichen Saatgutes zu vergleichen.
Auch jegliche weitere Informationen rund um die Schwefelbohne werden gerne entgegengenommen. Sei dies Wissen über den Anbau, Bilder oder Rezepte. (kru)
Hinweis:
Informationen an Benedikt Kogler, E-Mail: benedikt.kogler@rhytop.ch, Telefon 081 757 10 49.

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