Die Region Werdenberg und oberstes Toggenburg kam beim Sturm Sabine glimpflich davon

Sturm «Sabine» führte in der W&O-Region zu insgesamt zehn Feuerwehr-Einsätzen. Neben einem abgedeckten Gewächshaus, einem weggerissenen Pergoladach und einem Stalldach mussten einzelne umgestürzte Bäume weggeräumt werden.

Hanspeter Thurnherr
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Auf der Ruggellerstrasse räumte die Feuerwehr Sennwald umgestürzte Bäume weg.

Auf der Ruggellerstrasse räumte die Feuerwehr Sennwald umgestürzte Bäume weg. 

Bild: Feuerwehr Sennwald

Das Werdenberg und das Obertoggenburg haben den Sturm Sabine relativ glimpflich überstanden. Zum Einsatz kamen die Feuerwehren von Buchs, Grabs, Sennwald und Wildhaus-Alt St. Johann.

Feuerwehr Sennwald rückte fünfmal aus

Die meisten Einsätze verzeichneten die Sennwalder. Fünfmal rückten sie von Montagmittag bis am Dienstagmorgen aus, um umgestürzte Bäume wegzuräumen.

Eltern mit Verständnis in Wildhaus-Alt St. Johann

Der Schulunterricht in Wildhaus-Alt St. Johann ist am Montag wegen des Wintersturms ausgefallen; die Kinder mussten zu Hause bleiben. Am Dienstagmorgen nahm die Schule den normalen Betrieb wieder auf. «Bei einem Schulausfall würden wir selbstverständlich eine Betreuung zu den Blockzeiten gewährleisten», sagt Schulleiter Stefan Gubler. «Falls der Schulweg gefährlich ist, macht jedoch auch die Betreuung in der Schule meines Erachtens keinen Sinn.» Gemäss Reglement ist der Schulweg Sache der Eltern. Sobald die Kinder aber in den Schulbus einsteigen, ist die Schule verantwortlich. «Wenn dann Böen von über 150 km/h angekündigt sind, dann können wir als Schule die Sicherheit nicht mehr gewährleisten», sagt Gubler. «In so einem Fall werte ich diese dann höher als etwa die Einhaltung von Blockzeiten.» Die Rückmeldungen seien allesamt positiv ausgefallen, berichtet Gubler. «Die Eltern waren erleichtert, dass am Montag die Schulstunden abgesagt wurden.» (dh)

«In einem weiteren Einsatz mussten wir einen Heustock mit Blachen abdecken, weil das Dach eines Stalles abgedeckt wurde», erzählte Kommandant Jürg Wohlwend.

Blache und Pergoladach wurden weggerissen

Zu zwei Einsätzen kam die Feuerwehr Grabs, wie Kommandant Daniel Koller sagte. Am Göldiweg hatte der Sturm bei einem grossen Gewächshaus die Blache weggerissen. Um das Dach zu sichern, kam auch der Hubretter der Feuerwehr Buchs zum Einsatz. Zudem mussten die Grabser am Rosenweg einen umgestürzten Baum wegräumen.

Am Göldiweg in Grabs wurde die Abdeckung eines Gewächshauses weggerissen.

Am Göldiweg in Grabs wurde die Abdeckung eines Gewächshauses weggerissen.

Bild: Feuerwehr Buchs

Mehrere umgestürzte Bäume blockierten die Strasse Richtung Voralp im Gebiet Gufera. Doch hier übernahm die Forstgemeinschaft Grabus die Räumarbeiten, wie Koller erklärte.

Bei der Behebung des Schadens kam der Hubretter aus Buchs zum Einsatz.

Bei der Behebung des Schadens kam der Hubretter aus Buchs zum Einsatz.

Nebst der Unterstützung der Grabser Feuerwehr mit dem Hubretter hatte die Feuerwehr Buchs in der Nacht auf Dienstag nur noch einen Einsatz: «Der Sturm hatte ein Pergoladach, das wir wegräumen mussten, auf eine Quartierstrasse geweht», erklärte Kommandant Marcel Senn.

Ansonsten lautet das Motto: «Glück gehabt»

Keine Einsätze verzeichneten dagegen die Feuerwehren von Wartau, Sevelen und Gams, wie deren Kommandanten dem W&O bestätigten. Nur zu einem kleinen Einsatz rückte die Feuerwehr Wildhaus-Alt St. Johann in der Nacht auf gestern Dienstag aus. «Auf einem Hausdach hatte sich die Solaranlage leicht gelöst. Wir sind also recht glimpflich davongekommen», sagte Kommandant Markus Wenk.

Nicht zum Ernsteinsatz kam das Personal der Forstgemeinschaft Obertoggenburg. Wie Revierförster und Betriebsleiter Reto Hürlimann erklärte, stürzten im Wald zwar einzelne, vorwiegend vom Käfer geschwächte, Bäume um. Aber der Schaden sei, so weit man gestern bereits beurteilen konnte, nicht gravierend. «Ich habe das Gefühl, dass der Föhn den Sturm im Obertoggenburg etwas gebremst hat», schloss Hürlimann.

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