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Die Premiere von «La Traviata» hat begeistert

Die Premiere der Oper «La Traviata» unter der Direktion von Kuno Bont und der musikalischen Leitung von William Maxfield vermochte das Publikum zu begeistern – und dies obwohl der Solist Adam Sanchez gar nicht selber singen konnte.
Katharina Rutz

«La Traviata», der Titel der Oper von Guiseppe Verdi heisst so viel wie «die vom Wege abgekommene». Sie handelt von Violetta, einer Edelkurtisane in Paris. Ihre rauschenden Feste werden von vielen Gästen gerne besucht und der Baron Douphol schmückt sich bei solchen Anlässen auch gerne mit der schönen jungen Frau. An einem dieser Feste wird ihr der Student Alfredo Germont vorgestellt, der in heftiger Liebe für sie entflammt ist. Doch Violetta ist an Tuberkulose erkrankt und an die wahre Liebe glaubt sie nicht mehr. Ein Schwächeanfall nützt Alfredo aus, um sie vom Gegenteil zu überzeugen.

32 Bilder

Begeisternde «La Traviata» am Werdenbergersee

Drei Monate später leben Violetta und Alfredo gemeinsam auf dem Land. Doch ihr Glück ist nur von kurzer Dauer. Eindringlich versucht der Vater von Alfredo, Violetta zu überzeugen, von seinem Sohn abzulassen, damit seine geordnete bürgerliche Existenz nicht gefährdet wird. Unter schwerem seelischem Druck gibt Violetta nach und verlässt Alfredo, um zurück zu Baron Douphol zu gehen. An einem Fest, bei dem alle Beteiligten eingeladen sind, kommt es zum Eklat. Alfredo demütigt Violetta zutiefst, indem er sie mit beim Kartenspiel gewonnenem Geld für ihre Liebesdienste bezahlen will. Schliesslich nimmt die Krankheit immer mehr von Violetta Besitz. Sie ist nunmehr allein, die Stühle in ihrem Haus bleiben leer. Der Doktor wird zum häufigen Besucher. Kurz vor Violettas Tod versöhnen sich die Liebenden.

Betonung auf den künstlerischen Ausdruck

Mit der Neuauflage der Werdenberger Schloss-Festspiele ist Kono Bont und seine Crew alles andere als vom Weg abgekommen – im Gegenteil. Die Oper von Kuno Bont besticht durch die Auswahl der Solisten, der Betonung der Musik und der zurückhaltenden, aber dennoch starken Inszenierung. Viele symbolträchtige kleine Details regen den Zuhörer zum eigenen Nachdenken an. Es wird augenscheinlich, dass Verdis Werk von 1853 auch heute noch aktuell ist.

«Die Inszenierung ist bewusst zeitlos. Denn auch heute gibt es noch jene Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen», sagt Kuno Bont nach der erfolgreichen Premiere mit langanhaltender Standing Ovation. «Es gibt auch keine opulenten Kostüme, die nur ablenken. So kommt der künstlerische Ausdruck der Solisten am besten zum Ausdruck.» Der Operndirektor ist die Ruhe selbst. «Ich war vor der Premiere nicht aufgeregt, denn ich wusste schon bei der Generalprobe, dass sie es können», sagt er.

Hauptsolist muss Stimme schonen

Ersatztenor Guillermo Valdés (Bild: Robin Egloff)

Ersatztenor Guillermo Valdés (Bild: Robin Egloff)

Und dies obwohl zu Beginn der Woche der Tenor Adam Sanchez zur Schonung seiner Stimme auf den gesanglichen Part seiner Rolle verzichten musste. Am Vorabend der Premiere wurde im Münchner Tenor Guillermo Valdés einen Ersatz gefunden. Er singt vom Bühnenrand aus, während Adam Sanchez das Schauspiel übernimmt. Dem Zauber dieser 13. Werdenberger Schloss-Festspiele tut dies allerdings keinen Abbruch.

«Ich bin begeistert», sagt der Buchser Stadtpräsident Daniel Gut während er Kuno Bont gratuliert. Seine letzte Oper hat Daniel Gut an der Wiener Staatsoper gesehen und sagt zur Premiere am Werdenbergersee: «Der Spielort hier am See und die ausgezeichneten Solistinnen und Solisten machen diese Oper zu etwas ganz Besonderem.»

Der Schlussapplaus hält lange an und entwickelt sich zu einer Standing Ovation. (Bild: Katharina Rutz)

Der Schlussapplaus hält lange an und entwickelt sich zu einer Standing Ovation. (Bild: Katharina Rutz)

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