Die neuen Lichtblick-Geschichten der
W&O-Leserschaft

Das Coronavirus hat uns alle im Griff. Es verursacht Sorgen, Ängste und führt zu Einschränkungen im Alltag. Trotzdem gibt es auch in diesen Tagen unzählige Lichtblicke im Leben.

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Eine bunte Blumenpracht kann für Lichtblicke sorgen.

Eine bunte Blumenpracht kann für Lichtblicke sorgen.

Bild: PD

(WO) Die W&O-Redaktion freut sich auf viele schöne «Lichtblick-Geschichten». Schreiben Sie uns Ihre Erlebnisse und Beobachtungen per Mail, wenn möglich illustriert mit einem Foto in guter Auflösung, sowie vollständiger Adresse. Die Texte müssen nicht perfekt sein, die Redaktion redigiert sie. Beiträge bitte senden an redaktion@wundo.ch.

Nachfolgend einige der Zuschriften, weitere werden laufend im W&O in der Printausgabe und im Online-Portal veröffentlicht.

Rosi und Andy Ziener, Wildhaus

Rosi Ziener aus Wildhaus teilen mit der W&O-Leserschaft ihre Freude über die Geburt ihrer Tochter Zita. Ein wahrer Lichtblick. «Am Ostersamstag-Nachmittag kam unsere Tochter Zita im Spital Grabs auf die Welt. Auf Grund der jetzigen Zeit darf die Fotografin nicht mehr ins Spital. Deshalb dachte ich mir, ich sende ich Euch ein Foto. Ich weiss, dass viele Menschen gerne Babys anschauen. «Die Eltern von Zita sind Rosi und Andy Ziener, der grosse Bruder der Neugeborenen Zita heisst Vitus. Der Papa wurde übrigens am Karfreitag im Munzenriet von der Zeitung «erwischt» und am 11. April im W&O abgebildet, wie er mit seinem Sohn und seinen Freunden Alphorn gespielt hat.

Heidi Gantenbein, Grabs

«Unser Grosskind Robin Gantenbein, fast drei Jahre alt, versteckte zusammen mit seinem Papa Jan Gantenbein eine Osterüberraschung vor unserer Haustüre», schreibt Heidi Gantenbein, die ehemalige Lehrerin am Grabserberg, die heute noch Aushilfen ausführt und die Bib-lio Sunneschy in Grabs führt. Den Blumentopf hat er selbst bemalt, und Mama Nicole hat ihn mit Alpen-Vergissmeinnicht bepflanzt. «D Nonna Heidi und dr Nonno Karl henn sich riesig gfreut», heisst es in diesem schönen Lichtblick.

Elsbeth und Sepp Rohner, Grabs

Jetzt, wo wir als Grosseltern unsere Enkel nicht treffen sollen und können, freuen wir uns besonders über Zeichnungen und kleine Zeichen unserer lieben Enkel Dana und Nura Attenhofer. Wir haben schon mehrfach solche schöne Zeichnungen und Grüsse erhalten von ihnen, in denen sie uns mitteilen, dass sie uns vermissen. Besonders herzig ist, wie die Enkelin, die erst seit Sommer die Schule be-sucht, sich die Mühe macht und uns liebe Texte auf die Zeichnungen schreibt. Wir freuen uns auch darauf, wenn wir sie wieder in unsere Arme schliessen können.

Stefanie Heer, Walenstadt

Laura und Luca aus Walenstadt vermissen ihre Grosseltern Monika und Josef Gschwend aus Grabs sehr, ebenfalls ihr Gotti Janine Dieffenbacher aus Grabs und Gotti /Götti Martina und Stefan Giger aus Weite. Denn sie dürfen seit Mitte März nicht mehr auf Besuch zu ihnen gehen. Sie schreiben deshalb diese Aufmunterung: «Liebi Nana, Liebe Nini, Liebs Gotti. Mir Vermissen eu ganz fest und hoffen eu bald wieder Knuddla zchöna.»

Familie Wohlwend, Sennwald

Zurzeit freuen wir uns über viele Geburten in unserem Stall. Unsere Kinder haben grosse Freude an den Kälbli. Die Arbeit im Stall und auf dem Feld läuft trotz Corona normal weiter und für uns hat sich nicht viel geändert. Die grösste Veränderung ist, dass wir die Freude an unseren Kälbli nicht wie gewohnt mit Grosi und Grosspapi teilen können. Das finden wir schade, die Kinder sind traurig, nicht jedes neue Kälbli zeigen zu können. Mit dem Foto von Maya senden wir deshalb ganz liebe Grüsse an Grosi und Grosspapi.

Monika Neyer, Buchs

Schon fast zwei Wochen hat Hans Vetsch nun seine sechs Enkel nicht mehr gesehen und sie ihn auch nicht. Er fehlt seinen Enkelkindern sehr. Auch seine schöne Musik fehlt. Seit dieser Woche schickt Grossvater Hans nun jeden Abend eine Videobotschaft. Und zwar nicht irgendeine! Er spielt jeden Abend ein Lied auf seiner Handorgel und singt dazu. Er möchte das so lange machen, bis wir ihn wieder regelmässig sehen können. Es ist allen klar, dass dies noch eine Weile dauert – aber zum Glück ist Grossvaters Repertoire riesig. So eine schöne Idee, die nicht nur die Enkel, sondern auch deren Eltern freut. Danggä liäbä Groässvater/Papa! Du bisch afach dr Bescht!

Doris und Linus Guber, Werdenberg

Wie erlebten meine Frau und ich so eine eindrückliche Überraschung. Wir können ja die Grosskinder nicht mehr hüten. So tauchte unsere fünfjährige Enkelin Lynn mit Mutter Sandra mit ihrer Gitarre abends in der Dunkelheit um 19.30 Uhr vor unserem Haus auf. Bei 2 Grad sangen uns die beiden draussen etwa vier Melodien, die sehr zu Herzen gingen. So zum Beispiel «Mini Farb und dini, das git zäme zwei …» (Regenbogenlied). Bei einem Abstand von mindestens vier Metern entwickelte sich doch eine so herzige und liebevolle Atmosphäre. Diese Lieder schenkten uns Optimismus und totale Glücksgefühle. Als «Dreingabe» durften wir noch vom Café Sapore, Buchs, so leckere Räfiserli (Feingebäck) in Empfang nehmen, mit dem Text vom Café verziert: «Liebe Eltern, wir lieben euch sehr und sind für euch da. Quartett Frank.» Gerne hoffe ich, dass auch Sie etwas von diesen Glücksgefühlen mitbekommen. Im Übrigen danke ich Ihnen allen für die immer so tolle Berichterstattung im W&O. Toll, was Sie leisten, und so gerne lesen wir schon seit Jahren Ihre fundierten Beiträge. Alles Gute und bleiben Sie gesund!

Annamarie Engler-Jakober, Buchs

Wir haben unseren Augen nicht getraut, als wir diesen Geschenkkorb voller Leckereien vor unserer Haustür fanden. Unser Vermieter hat uns total überrascht mit dieser grosszügigen Geste. Zumal in der dazugehörenden Karte noch darauf hingewiesen wurde, dass bei finanziellem Engpass bezüglich der Miete infolge der Coronakrise eine Lösung gefunden werden kann. So eine Grosszügigkeit in einer für alle herausfordernden Zeit hat uns wirklich überwältigt.

Annemarie und Gallus Erne, Buchs

Da wir unsere Enkelinnen nicht treffen dürfen, erhalten wir jeden Abend ein Aufstellerfoto des Tages. Dafür sind wir unserer Tochter und dem Schwiegersohn sehr dankbar. Danken möchten wir auch allen, die mit ihrer Arbeit helfen, dass das Leben weitergeht, allen voran den guten Geistern im Gesundheitswesen, aber auch sonst allen, welche die Versorgung sicherstellen und dabei selber eine Ansteckung riskieren. Einen herzlichen Dank auch an unsere lieben jungen Mitbewohner im Haus, die spontan angeboten haben, das Einkaufen für uns zu übernehmen.

Verena Eggenberger, Sevelen

Als ich kürzlich am Morgen den W&O aus dem Briefkasten nahm, im Wissen, dass in dieser schwierigen Zeit gezwungenermassen meist negative Artikel zu lesen sind, erlebte ich eine schöne Überraschung: eine selbstkreierte, gebastelte Karte meiner Nachbarn. Schön bunt, mit herzlichem Text und lieben Grüssen, lag sie unter dem tristen Tagesgeschehen. Was für ein Lichtblick und Aufsteller! Obwohl ich (noch) nicht zur Risikogruppe gehöre, habe ich mich sehr über diese Gesten von Herzen gefreut. Nochmals vielen lieben Dank an die Mitbewohner im Dachgeschoss.

Walter Burri, Räfis-Burgerau

In dieser Woche wäre ich eigentlich mit meiner Frau aus Anlass des 25-jährigen Hochzeitstags im Südtirol in den Skiferien. Wegen der Coronakrise musste das Hotel leider vor zwei Wochen den Betrieb einstellen. Wir haben nun diese Woche in Homeoffice und Ferientage aufgeteilt. Heute war ein Ferientag, an dem meine Frau und ich Gartenarbeiten verrichteten. Unter anderem füllten wir auch das Herz mit Frischholz auf. Unser Lichtblick war dann für uns, als der im November 2019 vermeintlich verloren gegangene Ehering von mir in einem Arbeitshandschuh zum Vorschein kam. Das war ein super Aufsteller in dieser nicht einfachen Zeit. Die Skiferien im Südtirol werden wir dann nächstes Jahr im gleichen Hotel nachholen.

Erika Huber, Sevelen

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In jungen Jahren habe ich dies Truhe selbst gemalt. Schon damals hat mir das Zitat «Geduld Vernunft die Zeit, Drei schöne Ding auf Erden, was heut unmöglich scheint, kann Morgen möglich werden» beeindruckt. Seither begleitet dieser Leitspruch meine Familie durch das Leben. Das Zitat gibt Zuversicht und Hoffnung in der jetzigen Zeit.

René Düsel, Buchs

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Angesichts des gegenwärtigen Weltgeschehens gibt es glücklicherweise auch noch vereinzelte Lichtblicke. In der aktuellen Herbarella-Ausgabe «Kunst & Garten» sind verschiedene Kunstgarten und Parke in den Ländern Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich und der Schweiz porträtiert. Was mich besonders freut, mein Kunstgarten in Buchs hat darin einen gebührenden Platz gefunden. Das ist schon fast eine Sensation, jedenfalls für mich! Von mir hier nachfolgend eine Anregung für Kinder und Erwachsene in den aktuellen Zeiten des Homeoffice: Erste Versuche mit Frottagen (Abriebe) von Borkenkäferspuren und Holzbrettchen.

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Milena Schlegel, Trübbach

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Ich gehe jeden Tag mit unserem Hund spazieren und fotografiere mit dem Handy interessante Sachen. Zu Hause male ich etwas Kleines darüber und schreibe ein paar Stichworte dazu, beispielsweise über die Magnolie oder über die Birke. Und ich dachte, ich suche mir aus dem aktuellen W&O schöne Wörter und gestalte – zusammen mit der Birke – eine «Lichtblick-Seite» in meinem Skizzenbuch. Wenn jemand eine selbstgestaltete Postkarte per Post erhalten möchte, darf mir seine Adresse mitteilen: Milena Schlegel, Trübbach, Milena@greenmail.ch, Telefon 081 785 35 08.

Sandra Litscher, Sevelen

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Mein Foto mit der «Strasse ohne Ende in Sicht» ist ein Lichtblick für mich. Es gibt ein «Danach». Die Natur macht es uns vor – sie macht weiter Fortschritte, auch in schwierigen Zeiten. Und unser Weg geht ebenfalls weiter, wenn er momentan auch endlos erscheint. Wenn alle das auf Distanz gehen gemeinsam durchziehen, werden wir schneller zur Normalität und zum Miteinander zurückkönnen. Mein Lichtblick: Langsam findet diese Botschaft bei allen Gehör – die Menschengruppen sind kleiner geworden – das lässt mich wissen: Es gibt ein «Danach».

Manoah und Bettina Keller, und Tino Chwistek, Haag

Ich kann mich sehr gut erinnern, dass mir meine Mutter früher immer erzählte, wie meine Grossmutter die ganze Familie jeden Frühling einer Bärlauchkur unterzog, und es da solange bis der Bärlauch zu blühen begann, Bärlauch im Salat, in Öl eingelegt, mit Butter gemixt, als Gratin mit Gemüse, Kartoffeln oder Buchweizen schmeckt der Bärlauch einfach unbeschreiblich lecker. Wir haben schon sehr lange das Buch «Meine Wildpflanzenküche» von Meret Bissegger, in welchem sie sehr anschaulich beschreibt, wie man aus sogenannten Unkräutern sehr leckere Gerichte zaubert. Da nun leider aufgrund des Corona-Virus auch ein Wildkräutersammelkurs abgesagt werden musste, dachten wir uns, dann versuchen wir es mal auf eigene Faust mit Bärlauch.

Bild: PD

Wir packten unseren Korb und suchten im nachgelegenen Wald nach Bärlauch, da ist der zurzeit in Hülle und Fülle zu finden. Zuerst versuchten wir es mit Bärlauchbutter, welche auf Brot sehr lecker schmeckt, und auch mit Bärlauchöl kann man ganz viele Gerichte verfeinern. Das letzte Mal kochten wir dann ein Gratin mit Buchweizen, Bärlauch, Rahm, Pilzen und Käse überbacken. Jetzt haben wir endgültig Feuer gefangen und noch weitere Ideen, welche wir noch ausprobieren wollen. Das Beste am Bärlauch ist, er enthält rund dreimal so viel Vitamin C wie Orangen, ätherische Öle, sekundäre Pflanzenstoffe und weiter Inhaltsstoffe wie Magnesium und Eisen, ist also eine wahre Vitaminbombe und stärkt das Immunsystem von innen. Das können wir alle doch in dieser Zeit brauchen und das Beste, das Gute liegt so nah. Er wächst quasi vor der Haustüre und kostet nichts. Ein Spaziergang im Wald an der frischen Luft tut der ganzen Familie gut, man kann den aktuell erforderlichen Abstand zu anderen Menschen sehr gut einhalten.

Manuela Dirlewanger, Buchs

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Das Coronavirus hat uns derzeit voll im Griff. Ich vermisse meine Familie, besonders aber meine zwei Enkelkinder. Wir bleiben alle telefonisch in Kontakt. Da sich meine quirlige Enkelin so riesig über einen Brief vom Chindi freute, kam mir die Idee, ihr auch einen zu schreiben. Somit entstand dieser bildlich gestaltete Brief.

Hans Köppel, Sax

Keine Schule, kein Fussballtraining, keine Spielkameraden draussen, die zwei Brüder, zehn- und elfjährig sitzen daheim herum. Die Mama muss in der Stadtdrogerie aushelfen, denn die Angestellten dort sind total überlastet. Zum Glück kann Papa daheim arbeiten, Home- office nennt man dies. Eine gute Sache? Mitnichten! Der Vater hält gerade eine Videokonferenz mit Mitarbeitern, findet aber keine Ruhe, denn seine Söhne «stören» dauernd. Eigentlich sollten diese ihre Hausaufgaben erledigen. Der Elfjährige beginnt zu häkeln, macht dies gerne, sehr genau und ausdauernd. Er liebt das textile Werken, ist da sogar besser als die Mädchen. Daher hat er von der Werklehrerin das Nähmaschinendiplom erhalten. Der Jüngere müsste sich mit einem Sudoku-Rätsel beschäftigen. Dazu hat er aber weder die Geduld noch Lust. Ohne Beistand geht bei ihm nichts. Normalerweise sind in dieser Situation das Mami oder die Grosseltern zur Stelle.

Aber jetzt in dieser Krisenzeit mit Kontaktverbot ... Den Opa im Werdenberg kann er sowieso nicht brauchen, der macht nämlich alles verkehrt beim Spielen. Und er weiss nur etwas über Fische. Er wusste echt nicht einmal, dass das Weltall im Boden drin ist, wo es auch Raketen hat. Nein, nein, der nützt nichts. «Aber Omi, sie machte doch Sudoku-Rätsel, wenn wir in den Ferien waren. Wie kann ich sie erreichen?» Wie wär’s mit einer Videokonferenz, so wie Papa das macht? Also per Telefon erläutert der geplagte Schüler seiner Oma, wie sie mit Facetime, so heisst das Ding anscheinend, mit ihrem Enkel konferieren kann. Das klappt wunderbar, doch muss er sich schon anstrengen, denn Omi sagt ihm nicht einfach die Lösung, sondern gibt nur kleine Hinweise. Hausaufgabe erledigt! Wie hat der Grabser Schülerchor schon vor dreissig Jahren gesungen: «Oma so lieb, Oma so nett. Ach wenn ich meine Oma nicht hätt’».

Ursula Dürr, Haag

Es wächst auf den Feldern.

Es wächst auf den Feldern.

Bild: PD

Mein Lichtblick sind die vielen Bauern und Bäuerinnen, welche säen, setzen, pflügen oder die Weiden pflegen. Das gibt mir eine Zuversicht, dass es weiter geht und wir mit den Grundnahrungsmitteln rechnen können.

Gianni und Herta Muscionico, Buchs

Wir leben als ältere Bewohner in einem Mehrfamilienhaus im Zentrum von Buchs. In den letzten Tagen läutete es an unserer Wohnungstür und draussen stand ein junger Mitbewohner mit seiner kleinen Tochter an der Hand. Mein erster Gedanke war sofort: «Nun bekommst du die Gelegenheit, einem Fremden durch wichtige Auskünfte und Informationen behilflich zu sein.» Da bin ich aber sehr zum Staunen gekommen, als der Mann mir sofort erzählte, dass man sich in seiner Familie unterhalten habe, wie man uns als ältere Mitbewohner bei den Besorgungen behilflich sein kann. Ich war durch diese unerwartete Aussage richtig sprachlos. Gemeinsam mit meiner Frau mussten wir ihn davon überzeugen, dass wir vorerst noch gut über die Runden kommen. Diese äusserst schöne Erfahrung beschäftigt mich nach wie vor, und bestärkt mich auch in meiner Meinung, den Fremden gegenüber ohne Vorurteile zu sein!

Monika Schweiter, Grabs

«Der gute Hirte», ein Bild das ein Lichtblick in dieser Zeit ist.

«Der gute Hirte», ein Bild das ein Lichtblick in dieser Zeit ist.

Bild: PD

Ich bin seit vielen Jahren Künstlerin und habe diese Bild gemalt, das in meinen Freundes- und Künstlerkreisen sehr guten Anklang gefunden hat. Es ist aufbauend und auch tröstend. Der Titel lautet «Der gute Hirte». Es ist auch ein Lichtblick in dieser Zeit.

Alois Dürr-Sauter, Gams

Frühlingsblumen in einem Garten in Gams.

Frühlingsblumen in einem Garten in Gams.

Bild: PD

Vor allem die über 65-Jährigen haben im Moment sehr viel Zeit die Schönheiten ums Haus zu sehen und zu bestaunen. So freuen wir uns täglich an den Frühlingsblumen im Rasen des Nachbarn. Der Garten gehört der Familie Irene und Peter Fluri-Hasler, Büttels 1648, Gams.

Walter Reich, Salez

Mit dem Göttibub Brennholz spalten.

Mit dem Göttibub Brennholz spalten.

PD

Wenn Menschen mit einer Beeinträchtigung plötzlich keine Arbeit mehr haben, heisst das, dass die beschützende Werkstatt wegen der Corona-Krise schliessen musste, die Eltern aber noch voll im Arbeitsprozess sind. So beschäftige ich meinen Göttibub mit Brennholz sägen und spalten, was beiden grossen Spass macht. Ebenfalls haben wir zusammen eine Sitzbank angefertigt, der auch alle Spaziergänger, die keine Arbeit mehr haben, zum Verweilen dient.

Polly Hollenstein, Grabs

Gegen 80 Zuschriften und Bekundungen aller Art hat Leena Hollenstein aus Grabs zu ihrem Geburtstag erhalten.

Gegen 80 Zuschriften und Bekundungen aller Art hat Leena Hollenstein aus Grabs zu ihrem Geburtstag erhalten.

PD

Wegen dem Coronavirus ist das Geburtstagsfest von Leena ins Wasser gefallen. Ich habe darum in der Facebook-Gruppe «Corona Hilfe Liechtenstein» einen Post geschrieben, ob vielleicht jemand Lust hat eine Postkarte für Leena zu senden. Damit sie nicht das Gefühl hat «alleine» zu feiern. Das Echo war der Wahnsinn. Es kamen rund 80g Briefe, virtuelle Grüsse und Musikbotschaften per Mail, Postkarten, Päckli und sogar Blumen. Danke an alle, die Leena gratuliert haben, wir haben uns alle sehr gefreut. Leena meinte am Abend: «Corona ist cool, es war so ein toller Geburtstag!»

Nicole Hofbauer, Buchs

Der Frühling weckt verschiedene Lebensgeister, wie zum Beispiel auch diese griechische Landschildkröte von meiner Freundin. Mäxli kam als erster aus seinem Winterschlaf an die schönen milden wärmenden Sonnenstrahlen.

Schildkröte Mäxli ist aus dem Winterschlaf erwacht, mitten in der Corona-Krise.

Schildkröte Mäxli ist aus dem Winterschlaf erwacht, mitten in der Corona-Krise.

PD

Alexandra Siegenthaler, Buchs

Von hier aus in Buchs überblickt Alexandra Siegenthaler derzeit die Welt in der Corona-Krise.

Von hier aus in Buchs überblickt Alexandra Siegenthaler derzeit die Welt in der Corona-Krise.

PD

Da es auch mich getroffen hat und ich nicht mehr arbeiten darf, finde ich, die Natur gibt soviel. Mutter Erde atmet durch nach so vielen Jahren. Die Welt rüttelt und schüttelt und sortiert sich neu. Ich habe gelernt, dem Leben zu vertrauen. Das Leben meint es immer gut mit uns und ist nicht gegen uns. Eine lehrreiche Zeit und gesund bleiben.

Marlen Picirillo, Buchs

Leider gehöre ich mit 80 Jahren zur grossen Risikogruppe. Total deprimiert sitze ich da und überlege, was nun alles wegfällt. Mein wöchentlicher Tanznachmittag, meine Wandergruppe, bei der auch einig liebe Freunde sind. Es schmerzt. Mein einziges Vergnügen, spazieren mit meiner Tochter, Schwiegersohn und Hund. Aber dann besinne ich mich. Ich habe vor einiger Zeit ein Büchlein geschrieben. Da wäre doch eine Fortsetzung möglich. Auch der Malkurs ist Vergangenheit, aber in meinem Gästezimmer steht ein hübsches Sommerbild, das ich in Aquarell gemalt habe. Da könnte ich jetzt Eines für den Herbst malen. Also Depression ade und auf in die Zukunft.

Esther Beerle-Eicher, Salez

Ein Stück Pizza kann derzeit Freude und Solidarität bereiten.

Ein Stück Pizza kann derzeit Freude und Solidarität bereiten.

Dominik Wunderli

Kleiner Aufwand - grosse Wirkung! Beim Vorbereiten der Pizza merke ich, dass wir Drei nie soviel essen werden wie vorbereitet. Da kommt mir ein älterer Mensch in den Sinn, der vielleicht Freude an einem Stück Pizza hätte. Die Person hatte Freude, als sie nach vorherigem Telefonat ein fröhliches Esspaket mit einer lustigen Karte vor ihrer Haustür fand. Teilen freut. Mein Aufwand war nicht gross, aber umso mehr die Freude bei der anderen Person und bei mir selbst! Brotvermehrung im Jahr 2020 – ein Lichtblick!