Sport bei heissen Temperaturen: Die Morgenstunden nutzen

Die zwei Ausdauersportler Ralf Birchmeier aus Buchs und Philipp Gubler aus Werdenberg trotzen den rekordverdächtigen Temperaturen in dieser Woche. Selbst an jenen Tagen, an denen es am heissesten werden soll, wird trainiert – aber mit Vernunft.

Robert Kucera
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Heisser Tipp für die heissen Tage: Ralf Birchmeier (vorne) läuft bei hohen Temperaturen im Wald. (Bild: Robert Kucera)

Heisser Tipp für die heissen Tage: Ralf Birchmeier (vorne) läuft bei hohen Temperaturen im Wald. (Bild: Robert Kucera)

Es ist heiss im Werdenberg. Selbst im höher gelegenen Obertoggenburg ist die Hitze spürbar. Und die Prognosen sagen noch höhere Temperaturen voraus. Der Gang ins Freibad oder an ein kühles Plätzchen ist definitiv verlockender, als Sport zu treiben.

Doch nicht alle halten die Füsse still. Es wird auch in dieser Woche emsig Sport getrieben.

«Ich kann es mir gar nicht erlauben, nicht zu trainieren»,

sagt der Triathlet Philipp Gubler. Denn er bereitet sich auf den Ironman-Event in Jönköping (Schweden) vom 7. Juli vor. Eine schöpferische Pause in dieser heissen Woche einzulegen, ist auch für den Bergläufer Ralf Birchmeier keine Option.

«Fünf bis sechs Mal in der Woche trainieren, das ist mein Rhythmus. Am Morgen zu laufen, gehört fix zu meinem Alltag.»

In dieser Woche ist frühes Aufstehen für alle Sportbegeisterte ein guter Ratgeber. Birchmeier und Gubler schwören schon lange darauf – unabhängig von der Jahreszeit. Schliesslich müsse man, erklären beide, die Trainingszeiten mit der Arbeitsstelle in Einklang bringen. «Jetzt mache ich lange Velotouren von sechs bis zehn Uhr morgens», sagt Gubler.

Länge und Intensität im Trainingsplan anpassen

Das Jogging verlegt er aber sehr gerne in den Indoor-Bereich. Denn das Fitnesscenter ist klimatisiert. Das heisst aber nicht, dass er die Hitze fürchtet. «Auf Hawaii ist es schliesslich noch heisser», sagt der Ironman-Triathlet. So geht er auch nachmittags, seine Einheiten abspulen. Der 38-Jährige betont aber, dass er dann nur Grundlagentraining mit niedriger Intensität macht.

Kühlung kommt per Fahrtwind für den Triathleten Philipp Gubler. (Bild: PD)

Kühlung kommt per Fahrtwind für den Triathleten Philipp Gubler. (Bild: PD)

Birchmeier wird wegen der Hitze nichts an seinem Trainingsplan ändern. Dazu gehört die tägliche Einheit über den Mittag. «Ich habe es noch gerne», äussert er sich zu den aktuellen Temperaturen. Doch er passt Länge und Intensität an. Statt Leistung heisst das Motto Bewegung. Ein guter Tipp des Triathleten und des Bergläufers fürs Lauftraining in dieser Woche ist, dass man den Standort mit Bedacht wählen soll. Birchmeier und Gubler sagen unisono: «Ab in den Wald.»

Der 36-jährige Bergläufer hat aber noch weitere gute Rezepte auf Lager. So ist die Kleidung so anzupassen, dass der Schweiss besser transportiert wird, und man solle viel vor und nach dem Training trinken. Natürlich ist auch Tranksame während der Einheiten mitzuführen. Etwas, das Birchmeier bei den kurzen Mittagstrainings sonst nicht macht. Doch in dieser Woche gilt nun mal der Ausnahmezustand.