Gams
Die meisten Grundeigentümer sind einverstanden mit dem Sondernutzungsplan «Wanne-Ebni»

Gegen den Sondernutzungsplan «Wanne-Ebni» gingen bei der Gemeinde Gams wenige Einsprachen ein. Der Gemeinderat wird sie an einer der nächsten Sitzungen prüfen.

Corinne Hanselmann
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6 Personen machten Einsprache gegen den Sondernutzungsplan.

6 Personen machten Einsprache gegen den Sondernutzungsplan.

Adi Lippuner

Das Gebiet «Wanne-Ebni» liegt teilweise an steiler Hanglage am Gamserberg. Zur Wahrung der landschaftlichen Einbettung sollen für dieses Baugebiet Grundlagen für eine Bebauung geschaffen werden, welche der exponierten Lage gerecht werden. Dies schrieb die Gemeinde Gams kürzlich in den Gemeinde-Informationen.

Durch einen Sondernutzungsplan (SNP) sollen «die Anforderungen an eine qualitätsvolle Bebauung grundeigentümerverbindlich geregelt werden», heisst es weiter. Bisher prägen Einfamilienhäuser mit grosszügigen Gärten das Bild im Gebiet «Wanne-Ebni».

Das soll auch so bleiben, wenn es nach den Gemeindebehörden geht. Die unbebauten Parzellen sollen passend zu den bereits vorhandenen Häusern bebaut und der Bau von überdimensionierten Mehrfamilienhäusern soll verhindert werden.

Rund 30 Grundeigentümer sind betroffen

Nachdem in diesem Gebiet vor wenigen Jahren grosse Mehrfamilienhäuser geplant wurden, hat die Gemeinde Gams deshalb eine Planungszone erlassen. Innerhalb dieser darf nur nach bestimmten Kriterien gebaut werden, bis der SNP in Kraft tritt. Betroffen sind im Gebiet «Wanne-Ebni» rund 30 Grundeigentümer. Der in der Zwischenzeit ausgearbeitete SNP wurde einer öffentlichen Mitwirkung unterstellt und daraufhin nach verschiedenen Anpassungen am 8. März 2021 durch den Gemeinderat genehmigt. Anschliessend wurde er vom 24. März bis 22. April öffentlich aufgelegt.

Die verbleibenden leeren Grundstücke sollen passend zu den vorhandenen Häusern bebaut werden.

Die verbleibenden leeren Grundstücke sollen passend zu den vorhandenen Häusern bebaut werden.

Adi Lippuner

Von Einzelheiten bis hin zur Ablehnung des ganzen SNP

Bis zum Ende dieser Frist sind bei der Gemeinde sechs Einsprachen eingegangen, wie Gemeindepräsident Fredy Schöb auf Anfrage des W&O sagt. Fredy Schöb sagt:

«Die Einsprachen haben inhaltlich eine grosse Spannweite. Es geht um die Abänderung von einzelnen Teilen des SNP bis hin zur Ablehnung des gesamten SNP.»

Genauere Angaben könne er aufgrund des laufenden Verfahrens nicht machen.

Der Gemeinderat habe aber auch von betroffenen Grundeigentümern Reaktionen erhalten, die den SNP klar befürworten und sagen: «Gut, dass man etwas macht, man hätte schon lange etwas machen sollen.»

Zuerst der Gemeinderat, dann das AREG

Der Gemeinderat wird die Einsprachen an einer der nächsten Sitzungen sichten und einen Einspracheentscheid fällen. Anschliessend muss das Amt für Raumentwicklung und Geoinformationen (AREG) des Kantons St.Gallen über den Gemeinderatsentscheid befinden, wie Fredy Schöb gegenüber dem W&O erklärt. Das AREG habe den SNP «Wanne-Ebni» aber vorgängig bereits einer Vorprüfung unterzogen und grundsätzlich befürwortet.

Bis klar ist, ob der SNP in Kraft gesetzt werden kann, gelten nach wie vor die Bestimmungen, die von der Gemeinde Gams in der Planungszone festgelegt wurden.