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Die Medaillenjagd ist eröffnet

Mit den Qualifikationsläufen zur Freestyle-Disziplin Skicross beginnen heute die Weltmeisterschaften in Park City (USA). Jonas Lenherr, Jan Scherrer und Julie Zogg blicken zuversichtlich auf die Wettkämpfe und wollen aufs Podest.
Robert Kucera

Als erstes in den Rennanzug schlüpft Jonas Lenherr. «Der Weg zur WM war schwierig. Die WM-Qualifikation ist viel Wert», meint er mit Blick auf die Konkurrenz des eigenen Landes. Für ihn ist somit das erste Ziel erreicht. Zusammen mit seinen drei Teamkollegen macht er sich auf, in Park City endlich die erste Schweizer WM-Medaille im Skicross bei den Männern zu holen. Druck verspürt der 29-Jährige keinen. Viel mehr sieht er intakte Chance auf einen Podestplatz. «Wenn ich so fahre, wie ich es mir vorstelle, kommt’s gut.»

Sieht intakte Chancen: Jonas Lenherr. (Bild: Robert Kucera)

Sieht intakte Chancen: Jonas Lenherr. (Bild: Robert Kucera)

Lenherr strotzt vor Selbstvertrauen, die Resultate nach seinem Comeback (Ränge 15, 6 und 9) bezeichnet er definitiv als ermutigend. Die Schuler spürt er zwar weiterhin, behindert ihn in der Ausübung des Sports nicht. «Ich fühle mich gut und habe Vertrauen.» Sein Prunkstück ist die Startphase, auch im Viertel-final von Blue Mountain (Kanada) lag er sogleich an der Spitze. Doch ein kleiner Fehler kostete ihm den Halbfinal-Einzug. Es gilt also: An der WM alle Elemente und jeden Streckenabschnitt konzentriert und fehlerfrei fahren.

Den angestrebten Stand vor der WM erreicht

Rangmässige Ziele zu setzen, sind nicht sein Ding. Doch in dieser Saison ist einiges passiert, sodass Snowboarder Jan Scherrer im Vorfeld der WM in Park City klipp und klar festhält: «Jetzt fahre ich in die USA mit dem Ziel, aufs Podest zu kommen.» Es sei ein riesiges Ziel, meint er weiter. Doch so wie er derzeit fährt und die Lage – auch bei der Konkurrenz – sei, ist eine Medaille keinesfalls ein unrealistisches Ziel. «Es ist möglich, wenn ich die bestmögliche Leistung abrufe», sagt der 24-jährige Ebnat-Kappeler. Selbstvertrauen hat ihm nicht nur sein erster Weltcupsieg im Dezember in China gegeben, sondern auch die Tage von Laax, auch wenn der Finalwettkampf nicht wunschgemäss verlief.

Podest-Ambitionen: Jan Scherrer. (Bild: Robert Kucera)

Podest-Ambitionen: Jan Scherrer. (Bild: Robert Kucera)

«Im Final von Laax habe ich mich müde gefühlt», so Scherrer. An den Tagen vor dem Weltcup in Laax trainierte er viel und feilte an Tricks. Besonders an einem, den er, wie der Toggenburger sagt, für die WM brauche. Dass er nun ein medaillenwürdiges Repertoire hat, gibt Mumm. Dass er zu den X-Games nicht eingeladen wurde, betrachtet er überhaupt nicht als persönliche Niederlage. «Das hat sogar ganz gut gepasst.» Zwar konnte er seinen ursprünglichen Plan, in der Schweiz qualitative Trainings durchführen, nicht ganz einhalten. «Aber alles hat sich so ergeben, wie es sein muss. Ich habe jetzt, vor der WM, jenen Stand erreicht, den ich wollte.» Scherrer fühlt sich topfit und ist motiviert. Er weiss, was zu tun ist: «Zum Erreichen des Finals brauche ich nicht die schwierigsten Tricks, sondern einen sicheren Fahrstil und eine gute Höhe.» Im Final dagegen muss bei der namhaften Konkurrenz nicht nur alles passen, auch der Schwierigkeitsgrad der Tricks muss hoch sein. «Es muss halt viel stimmen, wenn es funktionieren soll wie in China.»

Selbstvertrauen und ein gutes Feeling

Im Gegensatz zu Jonas Lenherr und Jan Scherrer hat Julie Zogg zwei Chancen, eine Medaille zu holen. Vor einer Woche gewann die 26-Jährige in Moskau (Slalom), im Riesenslalom von Cortina d’Ampezzo stand sie als Zweite auf dem Podest. «Es war cool, wieder mal zu gewinnen. Zumal der letzte Sieg ewig her ist», meint Zogg. Ihr Selbstvertrauen sei jetzt noch grösser als zuvor. «Aber schon die ganze Saison ist gut gelaufen.» Für die Rennen in Park City nimmt sie deshalb ein gutes Gefühl auf beiden Brettern mit. In beiden Disziplinen hat Zogg, wie sie sagt, «ein gutes Feeling». Dieses sei elementar, wenn man an der WM vorne rein fahren will.

Das Reisen ist des Sportlers Lust: Julie Zogg ist, wie Jonas Lenherr, bereits in den USA. (Bild: Robert Kucera)

Das Reisen ist des Sportlers Lust: Julie Zogg ist, wie Jonas Lenherr, bereits in den USA. (Bild: Robert Kucera)

Betreffend Zielsetzungen hält sie sich etwas bedeckt. Die Wartauerin will primär auf sich und auf ihre Läufe schauen. «Erst mal gut snowboarden.» Was ein gutes Rezept ist. Denn die Saison hat gezeigt: Fährt Julie Zogg gut Snowboard, liegt ein Spitzenplatz drin. Ihre Medaillenchancen sind intakt. Doch die Liste der Podestanwärterinnen ist lang: In den fünf Saisonrennen gab es fünf verschiedenen Siegerinnen und elf verschiedene Fahrerinnen auf dem Podest. Deshalb formuliert Zogg: «Jeden Lauf sauber runter bringen und mein Bestes geben. Gelingt das, kann es weit nach vorne gehen.»

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