Die Lutere Gugger Obertoggenburg luden zum grossen 40 Jahr Jubiläumsfest


Acht Ostschweizer Guggen liessen sich die Gelegenheit nicht nehmen und gratulierten den Lutere Gugger Obertoggenburg zum 40. Geburtstag mit lauten Ständchen, die den Dorfplatz Wildhaus zum Beben brachten.

Christian Imhof
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Die Lutere Gugger Obertoggenburg feierten ihren Geburtstag lautstark.

Die Lutere Gugger Obertoggenburg feierten ihren Geburtstag lautstark.

Bild: Christian Imhof

Frische zwei Grad war es, als um 19.09 Uhr die Lutere Gugger mit Pauken und Trompeten einmarschierten und sich im Herzen des Wildhauser Dorfplatzes gemütlich machten. Im Handumdrehen gesellte sich eine grosse Menschenmenge dazu, welche sich das Fasnachtsspektakel nicht entgehen lassen wollte. Liebevoll inszeniert marschierten die acht Gastvereine «Zuzwiler Schprötzchante», «Gugga Moosfürz» aus Azmoos, «Guggemusig Robehuuse», die «Gämselibögg» aus Gams, «Röräheizär» Rorschach, «Gugga Hüpfer Toggenburg», «Guggesuuser Berneck» und die Buchser «Näbelschränzer» nach und nach ein und sorgten mit ihren Klängen beim vom Alter her bunt durchmischten Publikum für eine ausgelassene Stimmung.

Auch die Moosfürz aus Azmoos waren zur Jubiläums-Guggenparty eingeladen.

Auch die Moosfürz aus Azmoos waren zur Jubiläums-Guggenparty eingeladen.

Bild: Christian Imhof

Eine Fülle an Stimmungskanonen

Die Liste der mitgebrachten Hits war lang und hatte für jede Generation etwas dabei. So wechselten Smokie’s «Alice», Polo Hofer’s «Alperose» oder auch «I Wanna Hold Your Hand» von the Beatles mit aktuellen Hits direkt aus der Hitparade ab. Auffällig viele Nummern stammten aus dem frühen neuen Jahrtausend, was die Herzen der 30-Jährigen im Publikum höherschlagen liess und sie veranlasste mitzusingen, zu tanzen und viel Spass zu haben. Irgendwie schon speziell, dass eine Nummer wie «Last Resort» von Papa Roach doch auch schon 20 Jahre auf dem Buckel hat und in der Guggenmusikversion trotzdem immer noch so frisch und unverbraucht klingt.

Feiern gibt Hunger und Durst.

Feiern gibt Hunger und Durst.

Bild: Christian Imhof

Auch wenn auf dem Plan stand, nach einer guten Stunde Monsterkonzert auf dem Dorfplatz rüber ins Mehrzweckgebäude zu wechseln, waren die unzähligen Musikerinnen und Musiker voll in ihrem Element und ignorierten die Uhr. Zu grandios war das gegenseitige Messen, welches lautstarke Unterstützung von der Dorfbevölkerung erhielt. Wahrscheinlich hätte nicht einmal Schneefall für einen Abbruch der Stimmung gesorgt, denn immer wenn es kurz mal leise wurde, packte eine andere Formation noch einen Hit aus.

Zahlreiche Gäste wohnten der monstermässigen Guggen-Geburtstagsparty bei.

Zahlreiche Gäste wohnten der monstermässigen Guggen-Geburtstagsparty bei.

Bild: Christian Imhof

Das epische Monsterkonzert

Dieses freundschaftliche Miteinander, bei dem jede Gugge die andere respektvoll fordert und zu neuen Höchstleistungen antreibt, fasst den Spirit und die Magie der fünften Jahreszeit ziemlich gut zusammen. Beim stimmungsvollen Monsterkonzert wurde zudem spielerisch aufgezeigt, warum die Guggen kaum mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen haben. Die Mitglieder erleben nicht nur unvergessliche Anekdoten gemeinsam, hier wird auch, unabhängig vom Alter, Geschlecht oder Status, wie in einer Familie liebevoll aufeinander geschaut. In Wildhaus funktioniert dies seit 40 Jahren und wahrscheinlich nochmals so lang.

Die Gämselibögg aus Gams in ihrem Element.

Die Gämselibögg aus Gams in ihrem Element.

Bild: Christian Imhof