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Die Luchsfangsaison ist in der Ostschweiz beendet

Die regionalen Wildhüter Urs Büchler und Silvan Eugster gehören zum St. Galler Luchs-Fangteam. Bereits drei Luchse für den Pfälzerwald konnten sie einfangen.
Katharina Rutz
Luchs Lenn tappte in Alt St. Johann in die Kastenfalle, konnte dann aber wegen eines Herzfehlers nicht umgesiedelt werden. (Bild: Urs Büchler)

Luchs Lenn tappte in Alt St. Johann in die Kastenfalle, konnte dann aber wegen eines Herzfehlers nicht umgesiedelt werden. (Bild: Urs Büchler)

Seit dem Jahr 2015 läuft ein Umsiedlungsprojekt für Luchse aus der Schweiz nach Deutschland in den Pfälzerwald. Die regionalen Wildhüter Urs Büchler und Silvan Eugster gehören zum St. Galler Team, welches bisher drei Luchse aus der Nordostschweiz für dieses Projekt einfangen konnte. Die diesjährige Fangsaison ist am Montag zu Ende gegangen.

Insgesamt ist geplant, 20 Luchse in der Schweiz und der Slowakei zu fangen und umzusiedeln. Die freigelassenen Luchse erhalten alle ein GPS-Sendehalsband. Ein umfangreiches Monitoring begleitet die Wiederansiedlung. Die ersten drei Luchse wurden im Juli 2016 im Pfälzerwald freigelassen; 13 weitere folgten bisher und mindestens sieben Jungtiere wurden 2017 und 2018 in der neuen Heimat geboren.

Urs Büchler sagt:

«Das Einfangen der Luchse ist eine sehr spannende Arbeit. Die Gelegenheit, diesen Tieren so nahe zu kommen und sogar ihr Fell zu berühren, ist faszinierend.»

Das Projekt wird aus dem europäischen Finanzierungsinstrument Life finanziert, mit dem Projekte zum Schutz bedrohter Lebensräume und Arten innerhalb des Natura 2000-Netzes kofinanziert werden.

Drei Weibchen aus St. Gallen

Aus dem Kanton St. Gallen wurden bisher drei Luchse in den Pfälzerwald umgesiedelt. Alles waren Weibchen. Sie gehören der Nordostschweizer Population an, deren Zentrum sich im Toggenburg und Werdenberg befindet. Gefangen wurden die Luchse in Nesslau, Eichberg und Hintergoldingen. Eines der St. Galler Weibchen hat in der neuen Heimat bereits Junge geworfen.

Nur zwei Fangteams in der Schweiz

In der Schweiz ist Kora, die Koordinationsstelle für Raubtierökologie, im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt (Bafu) für die Fänge von Luchsen zuständig. Zunächst gab es in der Schweiz nur ein einziges Team, das die Luchse für die Umsiedlungen einfing. «Dies führte oft zu langen Wartezeiten», sagt der Obertoggenburger Wildhüter Urs Büchler. Das Amt für Natur, Jagd und Fischerei erwirkte die Bewilligung für ein eigenes Fangteam. Dazu absolvierten Wildhüter und Tierärzte eine spezielle Weiterbildung.

Die St. Galler Wildhüter brachten zudem bereits Erfahrung im Fangen von Wildtieren mit. Zuletzt fingen sie die Tiere für das Forschungsprojekt Rothirsch in der Ostschweiz ein.

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