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Die Liebe zum Tal prägt ihr Handeln

Das Obertoggenburg ist Mirjam Tobler wichtig. Sie mag die Menschen und engagiert sich in verschiedenen Vereinen. Dank beruflicher Weiterbildung öffnet sich der Horizont auch für andere Sichtweisen.
Adi Lippuner
Mirjam Tobler wird ab 1. Juli neue Geschäftsstellenleiterin der Raiffeisenbank in Alt St. Johann. Sie ist vielseitig engagiert und interessiert. (Bilder: Mareycke Frehner)

Mirjam Tobler wird ab 1. Juli neue Geschäftsstellenleiterin der Raiffeisenbank in Alt St. Johann. Sie ist vielseitig engagiert und interessiert. (Bilder: Mareycke Frehner)

In Alt St. Johann aufgewachsen, in Nesslau die Banklehre gemacht und ab 1. Juli als Geschäftsstellenleiterin in Alt St. Johann tätig: Mirjam Tobler hat sich während der vergangenen zehn Jahre beruflich kontinuierlich weiterentwickelt. Zudem lebt sie nach dem Credo, dass engagierte Bürger nicht nur konsumieren, sondern der Gesellschaft auch etwas zurückgeben sollen. Und um das Kurzportrait abzurunden, Sport, sei es Bergwandern, Joggen oder Frauenfussball, sind der 27-Jährigen ebenfalls wichtig.

Zusammenhalt wichtig

Wie schafft eine Powerfrau das vielseitige Engagement von Beruf, Weiterbildung, Privatleben, Engagement in verschiedenen Vereinen und Sport? Die Antwort darauf ist ebenso einleuchtend wie klar: «Ich mache alles mit grosser Freude, ich liebe den Kontakt mit den Menschen und nehme mir auch ab und zu ganz bewusst kurze Auszeiten, um die innere Balance zu halten.» Mirjam Tobler durfte zusammen mit ihren vier Geschwistern in einem Geschäftshaushalt eine gute Kinder- und Jugendzeit erleben. «Mich hat geprägt, dass beide Eltern im Geschäft engagiert sind und dass uns klare Leitplanken gesetzt wurden.» Bezüglich Berufswahl sei bei keinem der Geschwister Druck ausgeübt worden. «Eine Schwester und beide Brüder arbeiten heute im Geschäft der Eltern mit, ich habe meinen Berufswunsch als Bankkauffrau verwirklicht, und die andere Schwester wirkt als Kunstvermittlerin.»

Freude und Neugierde

Alle leben im Toggenburg, die meisten in der Gemeinde Wildhaus-Alt St. Johann, Mirjam Tobler zusammen mit ihrem Partner in Stein und eine Schwester in Wattwil. «Die Familie hat für uns alle einen hohen Stellenwert, wir unterstützen uns gegenseitig, pflegen den Kontakt, lassen uns aber auch die nötigen Freiheiten.» Nach der Banklehre in Nesslau stürzte sich die junge Toggenburgerin in die erste Weiterbildung. «Ich holte die Matura nach und erhielt so die Gelegenheit, mich auch ausserhalb des heimatlichen Tals umzuschauen. Die Zusatzausbildungen, zuerst in Buchs, später in St. Gallen und aktuell in Rapperswil, sind wichtige Gelegenheiten, andere Sichtweisen kennen zu lernen. So kann ich auch ein Stück weit mein Verbleiben im Lehrbetrieb kompensieren.»

Die Begegnung mit Menschen, sowohl beruflich wie privat, schätzt Mirjam Tobler ganz besonders.

Die Begegnung mit Menschen, sowohl beruflich wie privat, schätzt Mirjam Tobler ganz besonders.

Schliesslich gebe es viele Möglichkeiten, seinen Horizont zu erweitern, auch wenn sie immer noch in der gleichen Bank, aber in einer anderen Geschäftsstelle arbeite. Schrittweise habe sie auch zusätzliche Verantwortung übernommen. «Während drei Jahren durfte ich die Auszubildenden im Betrieb betreuen und auf ihrem Weg zur Lehrabschlussprüfung begleiten», blickt Mirjam Tobler auf die berufliche, aber auch menschlich wertvolle Erfahrung zurück.
Mit dem dreijährigen Studium Bankwirtschafterin, einer anschliessenden kurzen Pause, dann der Ausbildung zur Finanzberaterin und aktuell der Weiterbildung als Business Administratorin mit dem Ziel Masterabschluss, hat sich die Toggenburgerin eine solide Basis für eine Karriere innerhalb der Bank geschaffen. Beim Gespräch über die berufliche Tätigkeit wird deutlich, dass sich die Aufgaben in den letzten zehn Jahren ständig veränderten. «Neue Vorschriften verlangen von uns ständige Weiterbildung, und trotzdem sind uns persönliche Beziehungen zur Kundschaft wichtig.» Und zu den weiteren Plänen: «Nebst beruflichen Zielen sind mir auch private Visionen wichtig.»

Vielseitiges Engagement

Geprägt durch das Aufwachsen in einem Geschäftshaushalt, engagiert sich Mirjam Tobler nicht nur in ihrem Beruf, sie stellt ihr Wissen auch bei verschiedenen ehrenamtlichen Tätigkeiten zur Verfügung. Jüngstes Engagement ist das Präsidium des Gewerbevereins Wildhaus-Alt St. Johann. «Herbert Alpiger hat das Amt während 16 Jahren ausgeübt, und es war sehr schwierig, seine Nachfolge zu regeln. Nach vielen Absagen habe ich mir überlegt, dass anstelle des Kassieramts auch das Präsidium eine Option sein könnte.» Dank eines hervorragenden Vorstandteams sei es möglich, die Aufgabe zu bewältigen und die Fäden in den Händen zu halten.

Auch beim Sportverein hat die junge Frau das Präsidium übernommen. Ich war während der Schulzeit Geräteturnerin und habe erlebt, wie sich andere für mich engagierten. Deshalb finde ich es richtig, wenn auch ich für eine befristete Zeit eine Aufgabe im Dienste der Öffentlichkeit übernehme.» Auch die neue Aufgabe in der Kirchenvorsteherschaft Nesslau werde sie mit Engagement wahrnehmen, genau so wie weitere Ämter als Mitglied der Geschäftsprüfungskommission oder Kassierin in verschiedenen Vereinen.

Aktive Fussballspielerin

Um sich selbst Gutes zu tun oder ganz einfach, um abschalten und sich verausgaben zu können, ist Mirjam Tobler leidenschaftliche Fussballerin. «Wir haben vor vier Jahren einen Frauenfussball-Verein gegründet und sind damit Teil des FC Thurbord.» Von den Männern seien sie von Anfang an gut aufgenommen worden, «heute spielen wir sogar in gemischten Teams bei Grümpelturnieren mit», ist zu erfahren.
Ruhe findet die Powerfrau beim Bergwandern. «Da bin ich auch ab und zu allein unterwegs, denn die Landschaft zwischen Alpstein und Churfirsten hat so viel zu bieten, wir leben in einer landschaftlich überaus reizvollen Umgebung.» Auch wenn die Wege bis zu den Weiterbildungsstätten oder einem Konzert etwas länger ausfallen, «ich möchte an keinem anderen Ort leben».

Auf die Frage, was sie an ihrer Heimat so schätze, kommt sofort die Antwort: «Die Begegnung mit Menschen, die guten Gespräche, die Offenheit, auch wenn uns Obertoggenburgern oft etwas anderes nachgesagt wird.» Und zum Spagat, Bankmitarbeiterin und Kontakt zur Bevölkerung, ist zu hören: «Diskretion wird in unserer Branche gross geschrie­ben, und das wissen unsere Kunden. Deshalb werde ich in der Freizeit ­ auch kaum auf meine Arbeit angesprochen.»

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