Die letzte Saison war dem UHC Rangers Grabs-Werdenberg eine Lehre. Die Zielsetzung ist nun nicht mehr so hoch

Der UHC Rangers Grabs-Werdenberg startet mit Zuversicht und einem 4:3-Auswärtssieg in die neue Saison.

Ursina Marti
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Die erste Hürde genommen: Im Derby gegen Sarganserland II hatten die in blau spielenden Rangers nach einem Fehlstart Ball und Gegner im Griff. Sie verpassten es jedoch, das Spiel früher zu entscheiden.

Die erste Hürde genommen: Im Derby gegen Sarganserland II hatten die in blau spielenden Rangers nach einem Fehlstart Ball und Gegner im Griff. Sie verpassten es jedoch, das Spiel früher zu entscheiden.

Bild: Ursina Marti

Mit dem Herbst beginnt auch die neue Unihockey-Saison. Das 2.-Liga-Team des UHC Rangers Grabs-Werdenberg konnten sich bereits beim ersten Spiel beweisen. Nach langem Zittern und viel Geduld konnten die Rangers beim Auswärtsgang in Sargans den Sack im Penaltyschiessen zumachen und den Sieg mit nach Hause nehmen.

Vor der fünften Minuten hat jedoch noch nichts darauf hingedeutet. Sarganserland II gelang ein Blitzstart mit zwei Toren. Davon liessen sich die Rangers wenig beeindrucken und zogen nach: David Müller schoss in der 5. Minute das erste Tor, gefolgt vom Ausgleich durch Yannik Zimmermann in der 11. Minute. Von da an war Grabs das stärkere Team und stand dem Sieg näher.

Zittersieg nach Penaltyschiessen

Bereits in der 21. Minute konnten die Rangers durch Andreas Tischhauser das 3:2 erzielen. Bis kurz vor Schluss lagen die Vorteile auf Werdenberger Seite. Doch man verpasste es, den Ball für eine deutlichere Führung im Tor unterzubringen. Dies wurde bestraft: Die Zeitmessung zeigte 59:50 an, als den Sargansern das 3:3 gelang.

Ein wenig Enttäuschung war bei den Rangern festzustellen. Doch man rappelte sich auf. Nachdem in der Verlängerung keine Entscheidung gefallen ist, kam es zum Penaltyschiessen. Auch da hiess es lange Zeit Unentschieden, bis Hans Sturzenegger sein Team erlöste und für den Auswärtssieg sorgte.

Klarer Rangers-Sieg im Cup

Knapp ein halbes Jahr nach dem letzten richtigen Ernstkampf startete die Saison der Rangers im 1/64-Final des Schweizer Cups gegen den altbekannten Gegner aus Trimmis.

Die ersten Spielminuten waren von beidseitigen Unsicherheiten und Nervosität geprägt. Niemand wollte einen Fehler machen und man spürte richtig, dass dies der erste Ernstkampf seit langem ist.

Nach der Hälfte des ersten Drittels vermochten die Rangers die anfänglichen Unsicherheiten jedoch hinter sich zu lassen, übernahmen das Spieldiktat nun klarer und eröffneten den Torreigen.

Die Grabser liessen in der Folge nichts anbrennen und durften mit einem klaren 10:2-Sieg die Heimreise antreten. Besonders erfreulich: Acht verschiedene Spieler trugen sich in die Torschützenliste ein. (vm)

Auch Trainer Tobias Frehner war die Freude anzusehen: «Die Freude ist riesig. Obwohl wir am Anfang des Spiels noch nicht so stark waren. Das liegt vielleicht daran, dass wir ein Testspiel gegen die Sarganser hatten und da haben sie uns auseinandergenommen. Aber wir merkten ab dem 2. Drittel: Die haben wir eigentlich im Sack und wir hatten einfach das Gefühl, wir müssen Tore schiessen.»

Rangers wollen zeigen, dass sie besser seien

«Unser Saisonziel ist es, gegen jeden zu gewinnen, und mit Sargans haben wir schon einmal den ersten Gegner geschlagen. Denn sie werden ein Team sein, dass ganz bestimmt vorne in der Tabelle mitspielt», äussert sich Trainer Frehner.

Die Trainingszeit wurde im Werdenberg genutzt und auch die drei Neuzugänge von der Jugend wurden auf die Saison vorbereitet. «Wir sind auf Kurs, obwohl es am Anfang schwierig war, weil man nicht wusste, was man jetzt nun genau tun darf und was nicht. Aber jetzt läuft es rund», sagt Frehner. Die Spannung sei da und er bleibe stets ein Optimist, aber man dürfe nicht überheblich werden.

«Wir wollen unterschiedliches Unihockey spielen. Mit dem einen Block möchten wir taktisch und sauber spielen, mit dem anderen angreifen»,

so Frehner. Obwohl die Rangers bereit seien, Feinheiten gäbe es durchaus noch zu schleifen. «Wenn wir Druck machen wollen, müssen wir hellwach sein und die Bewegungen müssen stimmen. In der letzten Saison haben wir das nicht praktiziert, doch nun läuft es.»

Die Rangers haben die letzte Saison (nur Rang sieben) verdaut und sind bereit, wieder zu kämpfen, dennoch wollen sie das Maul nicht mehr zu weit aufreissen: «In diesem Jahr ist unsere Devise, dass wir alle schlagen wollen, ob es dann klappt, dass sehen wir. Das letzte Jahr war uns eine Lehre.» Die Rangers wollen zeigen, dass sie besser seien. «Dieser erste Sieg war ein Schritt in die richtige Richtung, Grabs wird in dieser Saison vorne mitspielen», erklärt Frehner abschliessend.