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Giulia Wyss zeigte in Buchs die Kunst des tiefen Erlebens

Es ist nicht das erste Mal, dass Giulia Wyss ihre eindrücklichen Menschenbilder in der Region ausstellt. An der Vernissage im Atrium hat sie mit ihren jüngsten Werken das Publikum mit Bildern im neuen Stil ins Staunen versetzt.
Heidy Beyeler
Das Bild «Green Eyes» wird für Giulia Wyss (zweite von links) zukunftsweisend sein; es wurde gemeinsam von ihren neuen Förderern David Collenberg, Lilly Huber und Martin Nett erworben. (Bild: Heidy Beyeler)

Das Bild «Green Eyes» wird für Giulia Wyss (zweite von links) zukunftsweisend sein; es wurde gemeinsam von ihren neuen Förderern David Collenberg, Lilly Huber und Martin Nett erworben. (Bild: Heidy Beyeler)

Viele Leute, gute Stimmung, angenehme Musik im Hintergrund, eindrückliche, grossflächige Bilder. So gestaltete sich die Vernissage von Giulia Wyss aus Grabs im Restaurant Atrium Buchs. Die junge Künstlerin wurde von all ihren Freunden und Bekannten buchstäblich in Beschlag genommen, sodass Giulia Wyss die Gäste erst eine Stunde später offiziell begrüssen konnte.

Ureigene Art der Künstlerin

In der Zwischenzeit hatten die Besucher Gelegenheit, die imposanten Werke zu bestaunen und mit anderen Leuten ins Gespräch zu kommen. Besonders die jüngsten Werke sind faszinierend. Giulia Wyss hat schon immer gerne Gesichter gemalt, aber die neuen Bilder haben noch mehr Charakter mit einem persönlichen Stil, den die Künstlerin gefunden hat. Diesen Stil zu beschreiben ist schwierig. Irgendwie erinnern die Bilder an Street Art und doch sind sie ganz anders. Es ist die ureigene Art von Giulia Wyss, ihre persönliche Befindlichkeit so darzustellen.

Auffallend ist, dass die Gesichter immer – in unterschiedlicher Weise – eine spezielle Kontur aufweisen. Auf die Frage, was das bedeuten soll, weiss Giulia Wyss keine Antwort. Irgendwie scheint es ihr gar nicht aufgefallen zu sein, dass mehrheitlich die Kinnpartie in der einen oder anderen Manier hervorgehoben wird – weshalb das so ist, kann die Künstlerin nicht beschreiben.

Die Augen sind von besonderer Anmut, die einen einzigartigen Blick vermitteln. Eine Besucherin war gefesselt von deren Ausstrahlung und meinte: «Wenn ich vom Bild weglaufe, dann habe ich das Gefühl, dass mir die Augen folgen. Das ist ein eigenartiges Gefühl von Nähe.» In der Tat haben diese Portraits etwas Besonderes an sich, das nicht in Worte gefasst werden kann. Dazu meint die Künstlerin: «Durch die konfrontierenden Augen möchte ich einen Dialog zwischen Beobachtern schaffen, der schliesslich zum Kontakt zwischen Menschen, Betrachter und Malerei führt.» Und dann fügte sie den Nachsatz bei, «ich glaube an den Wandel auf individueller Ebene, um die ganze Welt zu verändern».

Ein glückliches Begegnen

Dass gleich drei Menschen von der Malerei derart begeistert waren, dass sie noch an der Vernissage beschlossen, die begnadete Künstlerin zu fördern – damit hatte niemand gerechnet. Die drei Personen, die ihre Büroräumlichkeiten über dem Restaurant Atrium haben, wollen Giulia Wyss unterstützen, damit ihre Kunst auch verkauft wird – nicht nur in der Schweiz, auch im Ausland. Zum Beweis dafür, dass sie das ernst meinen, erwarben sie zu dritt das schönste, grösste und teuerste Kunstwerk, das im Restaurant Atrium derzeit ausgestellt ist.

Giulia Wyss hat eines der jüngsten Werke an der Vernissage zur Versteigerung freigegeben. Der Erlös von 2000 Franken geht an die Stiftung Kinderhilfe Sternschnuppe. Für weitere Spenden wurde ein Kässeli aufgestellt, das an diesem Abend zusehends gefüllt wurde.

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