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«Alle Mitarbeitenden müssen Innovation in den Genen haben»: Schoeller Textil AG feiert das 150-Jahr-Jubiläum

Beim Festbankett der Schoeller Textil AG stand nicht nur die Vergangenheit im Zentrum. Die Zukunft bringt eine Verschmelzung von Textil und Elektronik.
Hanspeter Thurnherr
Hausherren, Gäste und Festredner unter sich: Verwaltungsratspräsident Franz Albers, CEO Siegfried Winkelbeiner, Ständeratspräsidentin Karin Keller-Sutter, Carl Illi von Swiss Textiles, Vicenzo Montinaro von der Cilander AG Herisau (von links). (Bilder: Hanspeter Thurnherr)
Die Zukunft vor Augen: Models zeigen Bekleidung, welche eine Klasse der Textilfachschule Zürich entworfen hat.
Peter D. Dornier, der ehemalige Firmenchef Hans-Jürgen Hübner und Skilegende Karl Frehsner (von links) beim Smalltalk.
Das «Appenzeller Echo» unterhielt beim Apéro und beim Festbankett mit Musik, Talerschwingen und Zäuerlen.
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Die Innovation in den Genen

Nach dem Rundgang durch die Firma stimmte am Freitag ein Apéro unter freiem Himmel auf das bevorstehende Festbankett ein. Dieser bot den geladenen Gästen aus aller Welt Gelegenheit zu angeregten Gesprächen. Unter ihnen waren Vertreter namhafter Firmen aus der Bekleidungsbranche und Lieferanten. Das «Appenzeller Echo» spielte dabei nicht nur Volksmusik aus dem kleinen Kanton, sondern brachte den Gästen mit Alphornklängen, Juchzen und Talerschwingen weitere Folklore-Elemente näher.

In seiner Eröffnungsrede würdigte später Schoeller-Verwaltungsratspräsident Franz Albers den 84-jährigen Seniorchef Ulrich Albers: «Grossteils ist es Dir zu verdanken, dass die Firma so gut dasteht. Dazu waren viele Investitionen, mutige Entscheide und eiserner Wille nötig.» Doch ebenso wichtig seien die Mitarbeitenden. So erwähnte er namentlich die beiden am längsten in der Firma tätigen Vincenzo Clemente (über 40 Jahre) und Helga Riezler (knapp 40 Jahre). Doch das Wichtigste seien die Kunden, von denen viele aus dem Ausland angereist kamen. Ebenso unabdingbar seien die Lieferanten von hochspezialisierten Garnen und Stoffen. Damit eine Firma so lange erfolgreich sein könne, brauche es Durchhaltewillen, Mut zum Risiko mit dem richtigen Gespür und Anpassungsfähigkeit. «Innovation ist das Herz der Schoeller AG», verdeutlichte Albers. Aber es brauche auch Glück – um es zu verdienen, müsse man tagtäglich hart arbeiten.

Einen «Bubentraum» entwickelt

Ständeratspräsidentin Karin Keller-Sutter als Gastrednerin sagte: «Auf dem Gründergeist von Rudolf Schoeller aufbauend, hat sich die Schoeller Textil AG zum führenden Textil- und Technologiebetrieb entwickelt, der mit Preisen für seine Innovationen überhäuft wird.» An den letzten Olympischen Winterspielen hätten Sportler in zehn Disziplinen 85 Medaillen mit Bekleidung von Schoeller gewonnen. Sie hatte die Lacher auf ihrer Seite, als sie die von Schoeller mitentwickelte, selbstreinigende Astronautenunterhose als «Bubentraum für den Einsatz in Sommerlagern» erwähnte. Dann blickte sie 150 Jahre zurück und verwies auf die damalige Aufbruchstimmung. Heute würden wir allerdings oft unsere Stärken Bildungs- und Innovationskraft übersehen.

Auch Schoeller-CEO Siegfried Winkelbeiner blickte zuerst in die Vergangenheit: «Wie viele Träume, Erfolge, Enttäuschungen, Schicksale sind mit diesen 150 Jahren verbunden!» Um so lange zu bestehen brauche es Partner und Eigentümer mit Visionen. Aber auch Werte wie Innovation, Nachhaltigkeit, Verlässlichkeit, Transparenz. «Alle Mitarbeitenden müssen Innovation in den Genen haben – und das haben sie», hob Winkelbeiner hervor. 150 Jahre seien ein Grund zum Feiern, aber auch eine Verantwortung, die Zukunft zu sichern. «Textil und Elektronik verschmelzen immer mehr. Da ist Schoeller vorne mit dabei. Die Zukunft ist die vollklimatisierte Jacke», machte der Firmenchef deutlich.

Die Premiere eines Portraits-Films über die Firma zeigte deutlich den Geist von Schoeller. Er gipfelt im Slogan «Wir machen die Zukunft». Zuvor hatten Models in einer Show aktuelle Bekleidung aus Schoeller-Stoffen vorgeführt und «Kleider der Zukunft» präsentiert, die von einer Klasse der Fachhochschule Swisstextiles Zürich ebenfalls aus Schoeller-Produkten entworfen wurden. Zum Schluss stellte Moderator Ruedi Kühne, der gekonnt auf Deutsch und Englisch durch das Programm führte, die Band Lidoboys aus dem Toggenburg vor, welche zum Tanz aufspielte.

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