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Die Infrastruktur ist fast überall zeitgemäss

Der FC Trübbach kann bald sein neues Clubhaus einweihen. Solche Meilensteine haben Sevelen, Buchs, Haag und Gams seit unterschiedlich langer Zeit schon hinter sich. Der FC Grabs hat diesbezüglich noch Nachholbedarf – aber es tut sich was.
Heini Schwendener
Ein Kunstrasenplatz wie hier in Trübbach ist für einen Fussballclub sehr wertvoll, denn auf ihm kann man das ganze Jahr über trainieren. Auch in Gams gibt es einen Kunstrasenplatz. (Bild: Bilder: Heini Schwendener)

Ein Kunstrasenplatz wie hier in Trübbach ist für einen Fussballclub sehr wertvoll, denn auf ihm kann man das ganze Jahr über trainieren. Auch in Gams gibt es einen Kunstrasenplatz. (Bild: Bilder: Heini Schwendener)

Im Werdenberg wird seit fast 100 Jahren Fussball gespielt. Im Jahr 1921 haben Fussballbegeisterte den FC Buchs gegründet. Jahre bis Jahrzehnte später folgten Sevelen, Grabs, Gams, Trübbach und Haag. Fussball hat sich inzwischen zu einer der populärsten Sportarten in der Region entwickelt. Das ist schön für die Vereine, stellt sie aber gleichzeitig vor enorme Herausforderungen: Um der Nachfrage gerecht zu werden, braucht es nämlich Fussballplätze, Clubhäuser mit Garderoben, Materialräume, Platzwarte, Trainer, Schiedsrichter, Vorstandsmitglieder und unzählige Freiwillige, um einen geordneten Spielbetrieb aufrechtzuerhalten.

In jüngster Zeit haben die Vereine grosse Anstrengungen unternommen, um die Infrastruktur den neuen Ansprüchen anzupassen. So entstanden zum Beispiel in Trübbach und Gams Kunstrasenplätze, welche ein ganzjähriges Training zulassen.

Der FC Trübbach freut sich auf das grosse Fest

Aber auch die Clubhäuser mussten erweitert werden, denn immer mehr Mannschaften und teilweise auch Frauenteams brauchen Garderoben und Duschen. Clubrestaurants, die zur Vereinsfinanzierung beitragen, wurden zeitgemäss gestaltet. Schon etwa 20 Jahre zurück liegt der Neubau des Clubhauses in Gams, den der Fussballclub zusammen mit dem Tennisclub und dem Karateclub realisieren konnte. Der FC Haag durfte sein neues Clubhaus 2007 einweihen. In der Buchser Rheinau hat die Stadt ein prächtiges Clubhaus gebaut. Vor drei Jahren hatte auch der FC Sevelen Grund zum Feiern, das neue Clubhaus wurde offiziell eingeweiht.

Auf ein solches Fest müssen sich die Fussballer von Trübbach noch einige Tage gedulden. Der 16. Juni wird als Meilenstein in die Vereinsannalen eingehen, dann wird das neue Vereinsgebäude eingeweiht.

In Grabs wurde das Projekt «Agenda 2021» gestartet

Die Fussballanlage Grabs gibt es seit 1986. Selbstredend, dass sie inzwischen an ihre Grenze stösst. Ralf Gantenbein, Präsident des FC Grabs, sagt: «Damit erfolgreich Fussball gespielt werden kann, muss die Anlage heute ganz andere Bedürfnisse abdecken als noch vor über 30 Jahren. Wir haben darum zu Beginn des Jahres das Projekt ‹Agenda 2021› gestartet.» Dieses verfolgt zwei Ziele: Erweiterung der Spielfelder sowie Neu- oder Ergänzungsbau Clubhaus. Ein Grundsatzpapier ist ausgearbeitet, das nun mit verschiedenen Parteien geprüft wird. Wie der Name des Projekts schon sagt, sieht der FC Grabs das Jahr 2021 als Zeithorizont, um seine Infrastruktur zeitgemäss ausgestalten zu können.

Wie wichtig ist eine gute Infrastruktur für einen Verein und für die Rekrutierung des Nachwuchses? Ein neues Clubhaus oder ein neuer Fussballplatz wirkt sich innerhalb eines Vereins positiv aus, darüber sind sich die FC-Präsidenten einig. Etwas auseinander gehen die Meinungen bezüglich der Nachwuchsrekrutierung. Manuel Villamar, Vorstandsmitglied des FC Sevelen, sagt etwas ernüchtert: «Wir haben erwartet, dass sich dank unserer neuen Infrastruktur mehr Junioren neu anmelden.» Der Effekt blieb aber bescheiden. Neumitglieder hat der FCS über eine Aktion an der Schule gewonnen. Die gute Infrastruktur habe deren Entscheid sicher auch etwas beeinflusst, vermutet Villamar. Für Christoph Dürr, den Präsidenten des FC Gams, ist die gute Stimmung innerhalb des Vereins ein wichtigeres Kriterium als eine tolle Anlage. «Aber klar, die gute Infrastruktur macht vieles leichter. Wir hatten beispielsweise schon die U19-Nati bei uns. So etwas stellt unseren Verein natürlich in einem guten Licht dar.»

Wie sich die neue Infrastruktur auf den FC Trübbach auswirken wird, weiss Präsident Gabriel Dinner noch nicht. Die vielen Verbesserungen, die damit einhergehen, sollten sich aber langfristig positiv auf den Mitgliederbestand auswirken, hofft Dinner, «denn der FC wird mit dem neuen Vereinshaus ganz klar attraktiver.» Das hat auch der FC Haag erfahren, wie Vereinsaktuar und Spiko Roman Roos zu erzählen weiss: «Das neue Clubhaus hat sich sehr positiv auf unsere Mitgliederzahlen ausgewirkt.» Zudem habe die gute Infrastruktur des Vereins auch die sportliche Qualität merklich erhöht.

Viele Junioren rufen auch nach vielen Trainern

Der Nachwuchs ist die Zukunft eines Vereins. Viele Vereine verlieren Mitglieder und/oder es fehlt an Nachwuchs. Eine veraltete Infrastruktur hilft nicht, dieses Problem zu lösen, denn es gibt im Freizeit- und Sportbereich grosse Konkurrenz.

Dem FC Buchs steht eine tolle Anlage zur Verfügung. Dies bestätigt Clubpräsident Walter Schlegel. Mit 382 Mitgliedern, 4 Aktiv- und 13 Juniorenmannschaften kann sich der FC Buchs nicht beklagen. Gut möglich, dass nach der Fussball WM – wie immer nach solchen Grossereignissen in den vergangenen Jahren – viele Kids bei den Fussballvereinen anklopfen. Das freut die Clubpräsidenten grundsätzlich. Doch Walter Schlegel macht für den FCB eine Einschränkung: «Wird der Ansturm zu gross, stossen wir an unsere Kapazitätsgrenzen. Es ist nämlich sehr schwierig, immer noch mehr Juniorentrainer zu finden.»

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