Reisebüro Buchs AG: Die Hoffnung auf eine baldige Normalität lebt

Aktuell herrscht in der Reisebranche Stillstand – auch bei der Reisebüro Buchs AG.

Adi Lippuner
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Hat hektische Tage hinter sich: Christian Granwehr von der Reisebüro Buchs AG.

Hat hektische Tage hinter sich: Christian Granwehr von der Reisebüro Buchs AG.

Bild: Thomas Schwizer

«Aufgrund der behördlichen Weisungen ist bis auf weiteres kein Publikumsverkehr erlaubt», so der Hinweis der verschiedenen Reisebüros in Buchs auf den jeweiligen Websites. Telefonischer Kontakt oder Fragen via E-Mail sind aber möglich. Die Teams arbeiten soweit möglich im Homeoffice, wie Christian Granwehr, Mitinhaber Reisebüro Buchs AG, auf telefonische Anfrage betont.

Vor allem letzte Woche habe sich sein Team hauptsächlich mit der Rückholung der Kundschaft aus verschiedenen Ländern befasst. «Viele waren nicht in den Hauptstädten und damit in der Nähe internationaler Flughäfen unterwegs. So war es die grösste Herausforderung, Reisemöglichkeiten im Inland zu organisieren», war von Christian Granwehr zu erfahren. Auch die Kontaktaufnahme zu den einzelnen Kunden habe sich, je nach Aufenthaltsort schwierig gestaltet.

Es müssen rasche Lösungen gefunden werden

Als besondere Herausforderung habe sich die Rückholung von Kunden aus Amerika gestaltet. «Einerseits hatten wir viele Reisende in den verschiedenen Staaten, andererseits war es nicht ganz einfach, für alle noch einen Platz in einem Flugzeug zu erhalten», erinnert sich Christian Granwehr an die hektischen Tage. «Doch glücklicherweise konnten wir für alle unsere Reisenden innert nützlicher Frist gute Lösungen finden.»

Positiv habe er das Verständnis und die Ruhe der Kundschaft erlebt. «Ganz anders als beim Konkurs von Thomas Cook gab es keine Aggressionen. Allen war und ist bewusst, dass mit Covid-19 eine Herausforderung zu bewältigen ist, für die niemand eine Schuld trägt, aber alle betroffen sind.» Auch die Tatsache, dass die Flugtickets sozusagen von einem Tag auf den nächsten teurer wurden, entspreche den «normalen Konditionen». Allerdings seien die einzelnen Fluggesellschaften im Nachhinein bemüht, den Kunden Gutschriften in Form von Vouchern zu machen, damit diese, sobald die Pandemie überstanden sei, nochmals reisen können.

Die Reiselust wird auf später verschoben

Anfragen und Buchungen gebe es aktuell nur ganz vereinzelt. «Die Menschen möchten gerne reisen, warten derzeit aber natürlich ab. Viele unserer Stammkunden erkundigen sich über Möglichkeiten für den Herbst und hoffen, dass dann die verschiedenen Länder und Kontinente wieder sicher sein werden», so Christian Granwehr. Die abwartende Haltung beziehe sich auf Kreuzfahrten genau so wie auf Destinationen in Ost und West.

«Reisende wünschen sich Sicherheit und wollen keinesfalls irgendwo stranden oder vorzeitig nach Hause zurückkehren. In der jetzigen Situation kann niemand diese Sicherheit bieten und deshalb werden wir wohl noch einige Zeit abwarten müssen», hält Christian Granwehr im Gespräch mit dem W&O fest. Er rechnet damit, dass ab etwa Mitte Juni wieder Normalität einkehren wird. «Ich bin aber kein Prophet», wird mit einem Lachen erklärt.