Die guten Wünsche der Gemeindepräsidenten aus der W&O-Region für das neue Jahr 2020

Der «Werdenberger & Obertoggenburger» hat die Gemeindepräsidenten der Region Werdenberg und oberstes Toggenburg gebeten, ihren grössten Neujahrswunsch für 2020 für ihre Gemeinde zu äussern. Positive Gedanken überwiegen.

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An der Schwelle zum Neuen Jahr richten die Gemeindepräsidenten den Blick nach vorne.

An der Schwelle zum Neuen Jahr richten die Gemeindepräsidenten den Blick nach vorne.

Bild: Ralph Ribi

(wo) Wünsche für ein Gelingen von Planungsarbeiten und konkreten Investitionen für die Zukunft, aber auch für den Gemeinschaftssinn, und gute Wünsche für ein «gfreutes» und gesundes  2020: Die Palette der geäusserten Wünsche ist breit.

Daniel Gut für Buchs: Sich wohl und zuhause fühlen

Buchserinnen und Buchser sollen sich in Buchs auch 2020 wohl und zuhause fühlen. Dazu beitragen muss auch der laufende Ortsplanungsprozess. Wohnquartiere müssen Lebensqualität bieten, das Zentrum soll sich städtisch weiterentwickeln, Freiräume für die Begegnung von Menschen im Siedlungsraum sind bewusst zu planen.

Stadtpräsident Daniel Gut, Buchs.

Stadtpräsident Daniel Gut, Buchs.

Bild: PD

Für ein spezielles Quartier wünsche ich mir schon 2020 eine Gesamtschau: für den Bildungsstandort Buchs. Die NTB als Teil der neuen OST – Fachhochschule Ostschweiz muss am Standort Buchs stark bleiben. Dazu soll die Umsetzung des Bildungscampus aus dem Masterplan 2011 beitragen. Mit dem geplanten Studentenmotel, dem Neubau der International School Rheintal ISR und dem verstärkten Zusammengehen von NTB und bzb nimmt der Campus Buchs Gestalt an – ein echtes Bildungsquartier entsteht, ergänzt durch hochwertige Arbeitsplätze nördlich der Langäulistrasse. Der Stadtrat setzt alles daran, dass dieses Quartier auch für die Bevöl- kerung von Buchs einen Mehrwert bringt. Öffentliche Nutzungen wie begehbare Grünflächen oder Verpflegungsmöglichkeiten sollen die Attraktivität steigern – für Schülerinnen und Schüler von bzb und ISR, für Studierende, aber eben auch für die Buchser Bevölkerung. Zudem sollen die angrenzenden Wohnquartiere entlastet werden vom heute durch die Schulen verursachten Verkehr. Mein Wunsch ist, dass wir 2020 mit dem Campus wichtige Schritte weiterkommen.

Vor allem aber wünsche ich allen Menschen in Buchs und der Region ein segensreiches und gesundes Jahr 2020!

Beat Tinner für Wartau: Zufriedenheit, Gesundheit
und ein Miteinander

Für das 2020 wünsche ich der Gemeinde Wartau und damit allen Einwohnerinnen und Einwohnern Gesundheit und Zufriedenheit.

Als Gemeindepräsident bin ich froh, wenn unsere Dörfer von Schicksalsschlägen verschont bleiben, wir friedlich zusammenleben und die Gemeinschaft pflegen. Sich zu Hause bei bester Gesundheit wohl, geborgen und sicher zu fühlen ist das höchste Gut.

Gemeindepräsident Beat Tinner, Wartau.

Gemeindepräsident Beat Tinner, Wartau.

Bild: PD

Ich hoffe, dass wir als Behörde und Gemeindeverwaltung im kommenden Jahr die Erwartungen der Bevölkerung erfüllen können. Sollte dies einmal nicht möglich sein, wünsche ich mir, dass die Betroffenen die Gründe dafür nachvollziehen können. Für die Gemeinde wünsche ich mir aber auch Innovation und Nachhaltigkeit. Zwei Begriffe, die bereits das zu Ende gegangene Jahr geprägt haben. Ende 2019 hat der Gemeinderat den Bericht des Gemeindeentwicklungsprojekts verabschiedet. Dieser dient jetzt als Grundlage für die weiteren Schritte.

Im 2020 wird uns der Richt- und Ortsplan sicher beschäftigen. In verschiedenen Bereichen haben wir im vergangenen Jahr die Grundlagen erarbeitet und die Vernehmlassungen abgeschlossen. Jetzt können wir die Umsetzungen anpacken. Das Jahr 2020 wird demzufolge ein Jahr der Taten.

Ein freudiges Ereignis wird sicher die offizielle Eröffnung des neuen Schulhauses Feld in Azmoos sein. Dieses wird rechtzeitig auf Beginn des Schuljahres 2020/2021 fertig. Rund 180 Schülerinnen und Schüler werden es ab dann zusammen mit rund 15 Lehrkräften beleben. Wir investieren in unserer Gemeinde also für die Jugend und damit für unsere Zukunft.

Roland Ledergerber für Sevelen: Gesund bleiben
und solidarisch sein

Ich wünsche mir für die Gemeinde Sevelen Folgendes:

Dass wir alle gesund bleiben und von Naturkatastrophen, Wirtschaftskrisen und sozialem Ungemach verschont werden. Dazu gehört, dass wir uns (wieder) bewusst sind und vermehrt schätzen, wie gut es uns geht. Als weltweit zur privilegiertesten Schicht aller Gemeinwesen gehörend können und sollen wir grosszügig und tolerant miteinander leben.

Gemeindepräsident Roland Ledergerber, Sevelen.

Gemeindepräsident Roland Ledergerber, Sevelen.

Bild: PD

Ein gutes Gelingen der laufenden Grossprojekte und Bauvorhaben, als da sind: Schulraumerweiterungen Galstramm und Gadretsch, Neubau des Pflege- und Betreuungszentrums Casa Sevellun, möglichst baldige Auflage und In-Kraftsetzung der Rahmennutzungspläne im Zusammenhang mit dem neuen Bau- und Planungsgesetz.

Dass wir uns solidarisch und demokratisch zu Gunsten des Gemeinwohls verhalten. Wir vermeiden egoistisches Betroffenheitsverhalten und leben, denken und handeln zu Gunsten aller. Ganz nach dem Motto: Wenn es dir gut geht, geht es auch mir gut.

Verringerung der Überregulierung, Vorschriften und Gängelei durch Kanton und Bund: Das aktuelle Übermass an Regulierung und Vorschriften führt zu einem nicht mehr zu bewältigenden administrativen Aufwand und droht, die Verwaltung zu ersticken. Es darf nicht sein, dass die nur Leerlauf und Kosten verursachende administrative Absicherung aus Angst vor drohenden Einsprachen und Gerichtsverfahren zum wichtigsten Gebot wird. So wird nicht geführt; Leadership, gesunder Menschenverstand und Pragmatismus bleiben auf der Strecke.

Fredy Schöb für Gams: Das Heft selber in die Hand nehmen

 Im Namen der Gamser Behörden wünsche ich unserem Dorf und natürlich auch unserer Region alles nur erdenklich Gute. Zufriedenheit, Dankbarkeit und natürlich beste Gesundheit.

Gemeindepräsident Fredy Schöb, Gams.

Gemeindepräsident Fredy Schöb, Gams.

Bild: Thomas Hodel

Diese drei Säulen zusammen sind bestimmt ein Garant für ein harmonisches Zusammensein und somit auch für ein erfolgreiches 2020! Ein 2020, das sich dank Bewährtem gut planen lässt, aber auch wegen den unvorhersehbaren Geschehnissen von uns allen wieder einiges abverlangen wird.

Nehmen wir doch alle wie gewohnt das Heft selber in die Hand und stellen uns positiv den Herausforderungen, welche uns das Jahr 2020 privat, aber auch geschäftlich bringen wird!

Peter Kindler für Sennwald: Beruhigt und positiv
ins neue Jahr 2020

Im Namen des Gemeinderates wünsche ich der Sennwalder Bevölkerung alles Gute und vor allem Gesundheit.

Gemeindepräsident Peter Kindler, Sennwald.

Gemeindepräsident Peter Kindler, Sennwald.

Bild: PD

Ich bedanke mich für die erneut sehr erfreute, vertrauensvolle Zusammenarbeit im 2019. So können wir statt Zeit, Geld und Nerven in internen Grabenkämpfen zu verschwenden die Gemeinde vorwärtsbringen. Das ist uns auch wieder gelungen, wir werden einen erfreulichen Abschluss erzielen. So können wir das 2020 in Ruhe und Zuversicht angehen.

Stellen wir uns deshalb beruhigt und positiv den kommenden Herausforderungen.

Niklaus Lippuner für Grabs: Gemeinsam die Gemeinde stärken

In unserer Gemeinde Grabs stimmen wir am 17. Mai 2020 über die Erweiterung des Oberstufenschulhauses Kirchbünt ab. Ich wünsche mir, dass die Bürgerinnen und Bürger die Wichtigkeit dieser Investition für unseren Nachwuchs erkennen und mit einem deutlichen Ja der Abstimmungsvorlage an der Urne zustimmen. Die Erweiterung ist notwendig, damit wir die hohe Qualität unserer Schule aufrecht erhalten können.

Gemeindepräsident Niklaus Lippuner, Grabs.

Gemeindepräsident Niklaus Lippuner, Grabs.

Bild: PD

Weiter wünsche ich mir, dass unsere Dorfvereine weiterhin so engagiert bleiben und sich genügend Freiwillige für die Ehrenämter sowie die Jugendarbeit zur Verfügung stellen. Die Vereine sind ein wichtiger Pfeiler. Sie tragen zum Dorfleben bei und sorgen dafür, dass Grabs kulturell, sportlich und gesellschaftlich belebt wird. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für den wert- vollen Einsatz der über 100 Vereinen und Organisationen, die in unserer Gemeinde aktiv sind. Dank dieser Vielfältigkeit bietet sich für fast jedes Bedürfnis die passende Freizeitbeschäftigung.

Als ehemaliger Gewerbevereinspräsident wünsche ich mir zudem, dass die Grabserinnen und Grabser die Einkaufsmöglichkeiten im Dorf nutzen und bei Auftragsvergaben das einheimische Gewerbe berücksichtigen. Nur so können wir dieses stärken und langfristig erhalten. Die Gewerbetreibenden bieten nebst professioneller Beratung auch Arbeits- und Ausbildungsplätze und unterstützen unsere Vereine. Tragen wir mit unserem Verhalten dazu bei, dass unsere Strukturen erhalten bleiben und unsere Gemeinde lebenswert bleibt!

Zum Schluss wünsche ich mir für die ganze Bevölkerung beste Gesundheit und viel «Gfreuts» im Jahr 2020.

Rolf Züllig für Wildhaus-Alt St.Johann: Ich gebe den Glauben
an das Gute im Menschen nicht auf

Ein Wunsch zum neuen Jahr kann ganz einfach sein: Friede auf Erden! Diese Vereinfachung gereicht aber wohl besser einer Miss-World- Kandidatin zu Ehren. Für eine Gemeinde soll es schon was Handfestes sein, im besten Fall dem Gleichstellungsartikel nicht widersprechen, gesund nachhaltig und CO2-neutral muss die Begehrlichkeit sowieso sein. Zu riskieren, jemandem dabei auf die Füsse zu treten und ihn in seiner Befindlichkeit zu verletzen, steht ebenfalls ausser Frage.

Gemeindepräsident Rolf Züllig, Wildhaus-Alt St.Johann.

Gemeindepräsident Rolf Züllig, Wildhaus-Alt St.Johann.

Bild: PD

Wie also lässt sich denn das Schicksal herausfordern, dem Wunsch eines Individuums für das Kollektiv zu entsprechen? Vielleicht gar nicht, weil es utopisch ist! Im umgekehrten Fall vielleicht schon. Das Kollektiv, die Gemeinschaft, wir alle können für Einzelne einstehen, uns nicht nur wünschen, dass es jemand macht, sondern es selber tun. Gelegenheiten gibt es zuhauf, in der Familie, in der Nachbarschaft oder auch über die Landesgrenzen hinweg.

Achten Sie mal auf die Schlagzeilen in der Tagespresse. Ich bin immer wieder erschüttert, da lassen sich Banker gegenseitig beschatten, um ihren Reichtum zu mehren, und auf den Migrationsrouten ertrinken immer noch monatlich Dutzende Kinder, weil Europa wegschaut und nichts macht.

Ich habe darum keinen Wunsch für die Gemeinde, uns geht es gut und dafür bin ich dankbar. Weit mehr als einen Wunsch habe ich eine Überzeugung: Ich gebe den Glauben an das Gute im Menschen nicht auf, Enttäuschungen inklusive.