Die Gemeinde Sevelen will den Steuerfuss um 15 Prozent senken

Der Gemeinderat beantragt einen Steuerfuss von 110 Prozent und einen Baukredit von 950000 Franken für den Dorfplatz Drei Könige.

Heini Schwendener
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Die Liegenschaft Drei Könige im Besitz der Gemeinde soll zum Dorfplatz umgestaltet werden. Das Restaurant (links) wird abgerissen, der Gemeindesaal (rechts) bleibt aber bestehen. (Bild: Heini Schwendener)

Die Liegenschaft Drei Könige im Besitz der Gemeinde soll zum Dorfplatz umgestaltet werden. Das Restaurant (links) wird abgerissen, der Gemeindesaal (rechts) bleibt aber bestehen. (Bild: Heini Schwendener)

Die Budget-Bürgerversammlung vom 26. November verspricht zwei interessante Traktanden. Der Seveler Gemeinderat schlägt eine Senkung des Steuerfusses um 15 auf 110 Prozent vor. Ausserdem beantragt er einen Baukredit von 950000 Franken für die Überarbeitung des Areals Drei Könige. Im Zuge des Rückbaus des alten Restaurants Drei Könige soll die Belebung des Dorfzentrums durch einen zentralen Dorfplatz gefördert werden. Bestehen bleiben nur die Räumlichkeiten, die es braucht, um den Gemeindesaal wie bisher auch in Zukunft nutzen zu können.

In den vergangenen neun Jahren hat die Rechnung der Gemeinde Sevelen jeweils im Durchschnitt um 3 Millionen Franken besser abgeschlossen, als budgetiert worden war. Auch im laufenden Jahr gehen per dato die Schätzungen von einem Ertragsüberschuss von 2,644 Millionen Franken aus, budgetiert worden war «nur» ein Gewinn von 83000 Franken.

Grosse Investitionen trotz Steuersenkung

Der Gemeinderat hat sich während der Budgetierung die Frage gestellt, ob eine Senkung des Steuerfusses trotz der hohen Investitionen zu verantworten sei. Allein im Budgetjahr 2020 sind nämlich Investitionen von 23,5 Millionen Franken geplant. Die Antwort des Gemeinderates fiel klar aus, wie Gemeindepräsident Roland Ledergerber in seinem Bericht zum Budget 2020 schreibt:

«Der Steuerfuss kann trotz der geplanten Grossinvestitionen massgeblich gesenkt werden. Die Eigenkapitaldecke von deutlich über 30 Millionen Franken lässt sich nur mit Aufwandüberschüssen abbauen.»

Das Ergebnis der Erfolgsrechnung 2020 der Gemeinde wird laut Budget durch diese beantragte Senkung des Steuerfusses um 1,5 Millionen Franken verringert. Für 2020 wird ein Ausgabenüberschuss von 1,345 Millionen Franken budgetiert. Der Finanzplan 2020 bis 2024 der Erfolgsrechnung sieht einen Ausgabenüberschuss von total knapp 11 Millionen Franken vor.

Der Seveler Gemeindepräsident Roland Ledergerber versichert in seinem Bericht: «Solange die Aufwandüberschüsse nicht höher sind als die Abschreibungen, welche über das Eigenkapital aufgefangen werden, besteht kein Grund zur Sorge.»

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