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Die Feuerwehren im Werdenberg sind auch in den Sommerferien vollständig einsatzfähig

Dank guter Organisation und gemeindeübergreifender Unterstützung stehen auch in der Ferienzeit genügend Einsatzkräfte zur Verfügung.
Thomas Schwizer
Die Nachbarschafts-Unterstützung bei den Feuerwehren funktioniert ausgezeichnet. Die Zusammenarbeit wird auch bei Regionalübungen trainiert; hier die Feuerwehren Sennwald, Gams, Grabs und Buchs bei einer Übung in Gams. (Bild: Hansruedi Rohrer, 22.August 2016)

Die Nachbarschafts-Unterstützung bei den Feuerwehren funktioniert ausgezeichnet. Die Zusammenarbeit wird auch bei Regionalübungen trainiert; hier die Feuerwehren Sennwald, Gams, Grabs und Buchs bei einer Übung in Gams. (Bild: Hansruedi Rohrer, 22.August 2016)

In der Nacht auf Montag rückte die Feuerwehr Sennwald nach Sax aus, wo auf dem Abstellplatz eines Garagenbetriebs im Farnen mehrere Abbruchautos in Brand geraten sind. Dabei zeigte sich, dass trotz Ferienabwesenheit zahlreicher Feuerwehrleute die Einsatzfähigkeit jederzeit sichergestellt ist.

Gute Planung und Organisation ist bei allen Feuerwehren der Region Werdenberg das A und O, um trotz der unvermeidlichen personellen Abwesenheiten die Verfügbarkeit der Feuerwehrleute sicherzustellen.

Pager in Eigenverantwortung weitergeben

Jürg Wohlwend ist seit rund sieben Jahren Kommandant der Feuerwehr Sennwald. Er erläutert, wie dies bei der Feuerwehr Sennwald organisiert ist. Als in der Nacht auf Montag die Alarmmeldung eintraf, wurde das erste Einsatzelement aufgeboten, das rund 25 Feuerwehrangehörige umfasst. 20 Personen waren schnell vor Ort, schildert der Kommandant. Das entspreche in etwa dem Normalfall, denn es gebe immer vereinzelte Angehörige der Feuerwehr (AdF), welche den Alarm nicht hören oder aus irgend einem Grund kurzfristig nicht verfügbar seien.

Rund 30 Mitglieder der Feuerwehr Sennwald sind mit einem Pager ausgerüstet, mit dem sie zum Einsatz aufgeboten werden. Wenn jemand von ihnen ferienhalber abwesend ist, dann ist er verpflichtet, vor seiner Abreise den Pager an einen «Ersatzmann» zu übergeben. So seien immer genügend Einsatzkräfte verfügbar, sagt Wohlwend. Das Vertrauen in die Eigenverantwortung des Korps sei gerechtfertigt, die Stellvertretung klappe gut, windet der Kommandant seinen Feuerwehrleuten ein Kränzchen.

Im Ernstfall werden weitere Kräfte schneller aufgeboten

Eine Nachfrage bei verschiedenen Feuerwehrkommandanten in der Region zeigt, dass alle die nötigen Kapazitäten für Einsätze jederzeit sicherstellen. In Wartau und Buchs rechnet man in Ferienzeiten grundsätzlich damit, dass mehr Erst-Einsatzkräfte ortsabwesend sind.

«Wir wissen, dass wir dann schneller eine Erhöhung der Alarmstufe auslösen und so das zweite Einsatzelement aufbieten müssen»

sagt der Buchser Kommandant Marcel Senn. Auch im Wartau wird gemäss Kommandant Simon Stauffacher umgehend das zweite Element aufgeboten, sobald man sieht, dass auf den ersten Alarm eher wenig Einsatzkräfte einrücken. Nicht nur in Ferienzeiten, auch bei Einsätzen tagsüber biete er oft gleich das zweite Element auf, weil dann arbeitsbedingt nicht alle aus dem ersten vor Ort seien. Wenn auch dies personell für den konkreten Einsatz nicht ausreicht, dann alarmiere man das Ersteinsatzelement von Nachbarfeuerwehren, sagt Stauffacher.

Im Ernstfall (hier am 22. April 2018 in Grabs) ist bei allen Feuerwehrwehren in der Region die volle Einsatzbereitschaft sichergestellt. (Bild: Saskia Bühler)

Im Ernstfall (hier am 22. April 2018 in Grabs) ist bei allen Feuerwehrwehren in der Region die volle Einsatzbereitschaft sichergestellt. (Bild: Saskia Bühler)

Für ihn sind die Sommerferien nicht die grösste personelle Herausforderung, sondern eher die Herbstferien. Marcel Senn führt diesbezüglich auch die Weihnachtstage auf.

«Die Zusammenarbeit funktioniert hervorragend»

«Wir arbeiten so eng mit den Nachbarn Gams und Grabs zusammen, dass es fast blindlings läuft» erläutert der Sennwalder Kommandant Jürg Wohlwend. Die Zusammenarbeit funktioniere hervorragend. Das gleiche gelte für die Feuerwehr Buchs mit dem Hubretter und der regionalen Strassenrettung.

Wichtig sei dies auch, wenn eine Feuerwehr bereits mit einem Einsatz beschäftigt sei und dann ein zweiter in der Gemeinde nötig sei. Diesen übernehmen dann die Nachbarfeuerwehren. «Diese sind auch im Alarmkonzept eingebunden und wissen so immer, dass sie nun für uns Pikettdienst leisten müssen», sagt Wohlwend.

Kooperation auch über die Landesgrenze hinweg

Die Zusammenarbeit funktioniert auch mit Liechtenstein. Simon Stauffacher schildert, dass die Feuerwehr Wartau seit wenigen Jahren am liechtensteinischen Landesfeuertag Pikettdienst für Balzers leistet – ebenso jene in Buchs für Schaan und Vaduz. «So können die Liechtensteiner Kollegen ihren höchsten ‹Feiertag› im Jahr geniessen.»

Pikettdienst für Kader

«Wichtig ist, dass immer ein Offizier als Einsatzleiter zur Verfügung steht.» Das betonen die Feuerwehrkommandanten Marcel Senn (Buchs), Simon Stauffacher (Wartau) und Jürg Wohlwend (Sennwald). Sichergestellt wird dies durch einen Jahres-Pikettplan. Im Verhinderungsfall muss der Pikettdienstler für einen Stellvertreter sorgen.

Bei der Feuerwehr Sennwald gibt es neben den Offizieren auch für die unverzichtbaren Funktionen – TLF-Fahrer und Atemschützer – einen Pikettplan, der auch alle Wochenenden und die Ferien umfasst.

Vielfalt der Ausbildung stellt Einsätze sicher

Bei der Feuerwehr Buchs, die auch den regionalen Strassenrettungs-Stützpunkt bildet, und im Wartau setzt man diesbezüglich auf die Vielfalt der Ausbildung. «Möglichst viele sollen möglichst fast alles können», sagt Simon Stauffacher.

Rund ein Drittel der Leute im Ersteinsatzelement seien als Tanklöschfahrzeug-Lenker geschult. So habe man die Gewissheit, dass jederzeit genügend Ausgebildete ausrücken.

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