Die Feuerwehr Toggenburg hat sich erfolgreich für den Grundkurs am Standort Wattwil eingesetzt

Die neuen Feuerwehrleute aus dem Toggenburg können die Grundausbildung weiterhin in Wattwil absolvieren, wie an der Delegiertenversammlung des Feuerwehrverbandes Toggenburg zu vernehmen war.

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Die Aus- und Weiterbildung ist die Hauptaufgabe des Feuerwehrverbandes Toggenburg.

Die Aus- und Weiterbildung ist die Hauptaufgabe des Feuerwehrverbandes Toggenburg.

Bild: Sabine Camedda

(pd) Die Arbeit der Feuerwehr besteht nicht nur darin, einen Schlauch in die Hand zu nehmen und mit dem Wasser den Brand zu löschen. Was alles zum Grundhandwerk gehört, lernen die neu eingeteilten Feuerwehrleute an einem viertägigen Grundkurs. Dieser wird jährlich vom Feuerwehrverband Toggenburg in Wattwil durchgeführt. Auf einen erfolgreichen Kurs Ende Februar 2019 mit 40 Teilnehmern blickte Heiri Rhyner, Präsident des Feuerwehrverbandes Toggenburg, an der Delegiertenversammlung zurück.

Das lebenslange Lernen kennt auch die Feuerwehr. So waren die Kader im März zu einem Kurstag in Bütschwil eingeladen. Dieser dient nicht nur der Weiterbildung in Themen wie Kaminbrände, dem Umgang mit Lithium-Akkus, dem Absturz von Kleinflugzeugen oder der Gewalt gegen Einsatzkräfte, sondern auch dem Erfahrungsaustausch untereinander.

Ebenfalls dem Auffrischen von Wissen diente der Strassenrettungskurs in Wildhaus. Im September widmeten sich die Angehörigen der Strassenrettungszüge der Schnitttechnik und insbesondere dem Retten von eingeklemmten Personen in einer Lastwagenkabine.

Wattwil wird weiterhin die Grundausbildung anbieten

«Wir verfügen über sehr gute Feuerwehrinstruktoren, die ihr Wissen kompetent und mit vielen Ideen an die Kursteilnehmer weitergeben», freute sich Heiri Rhyner. Der Verbandsvorstand übernimmt aber auch politische Arbeit. Derzeit hält er ein Auge auf die Verordnung zum kantonalen Feuerschutzgesetz, zu der eine freiwillige Vernehmlassung läuft. Der Vorstand des Feuerwehrverbandes Toggenburg werde sich wenn nötig auch daran beteiligen, stellte Heiri Rhyner in Aussicht. Bereits aktiv war er bezüglich der Grundausbildung, die gemäss dem neuen Gesetz in die Verantwortlichkeit des Kantons übergeht.

Weil das Gesetz eine Dezentralisierung vorsehe, hätten die Verantwortlichen des Amts für Feuerschutz mögliche Standorte besucht, unter anderem Wattwil. Dieser Standort wäre nicht für die Grundausbildung zugelassen worden, erklärte Heiri Rhyner. Der Vorstand und die Feuerwehr Wattwil/Lichtensteig haben jedoch eine Liste mit der fehlenden Infrastruktur erhalten und eine Frist, um ein Konzept für die Durchführung zu erstellen. In der Zwischenzeit ist der Entscheid des Amts für Feuerschutz gefallen: Wattwil wird weiterhin neben Rapperswil-Jona, Buchs/Vaduz und dem Ostschweizer Feuerwehr-Ausbildungszentrum die Grundausbildung anbieten.

Wärmegewöhnungsanlage macht sich bezahlt

Dieser Entscheid ist nicht zuletzt auf die Wärmegewöhnungsanlage zurückzuführen, welche der Feuerwehrverband Toggenburg seit über drei Jahren in Wattwil betreibt. «Sie ist bei den Toggenburger Feuerwehren zu einem festen Ausbildungsprogramm geworden, was ja auch der Sinn und Zweck dieser Anlage ist», freute sich Heiri Rhyner. Auch Feuerwehren aus dem Linthgebiet nutzen die Möglichkeit, in Wattwil unter realistischen Bedingungen am Feuer trainieren zu können.

Die Kurszeit im Jahr 2020 hat mit dem Kurs Brandbekämpfung im Tunnel bereits begonnen. Ab Mittwoch findet der Grundkurs für Neueingeteilte statt, Mitte März 2020 folgt dann der Weiterbildungskurs für das Kader.