Die einen spenden, die anderen holen: Tauschbörse in Buchs mit sozialem Zweck

Eine grosse Auswahl an gespendeten Kleidern lag am Samstag im katholischen Pfarreisaal zur Abgabe bereit. Vor allem von Armut betroffene Menschen aus der Region konnten sich kostenlos mit Kleidern, Schuhen und Accessoires eindecken.

Hasruedi Rohrer
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Neben Kleidern (Bild) fanden auch Schuhe und Schmuck rege Abnehmer.

Neben Kleidern (Bild) fanden auch Schuhe und Schmuck rege Abnehmer.

Bilder: Hansruedi Rohrer

Seit einigen Jahren organisiert der Pfarreirat Buchs-Grabs zweimal jährlich – im Frühling und im Herbst – eine Kleidertauschbörse. Coronabedingt fiel sie im Frühling dieses Jahres aus. Wohl deshalb war die Auswahl am Samstag nun besonders reichhaltig.

Beworben hat der Pfarreirat die Börse mit Flyern in verschiedenen Wohngebieten, bei Sozialämtern und Kirchgemeinden.

Vor allem für bedürftige Menschen

Damit schimmert auch Sinn und Zweck durch: Erhalten sollen die gut erhaltenen und sauberen Bekleidungen vor allem Bedürftige und Minderbemittelte in der Region. Es ist ja gratis. Die Börse funktioniert so, dass am Vorabend jedermann gut erhaltene, saubere Damen-, Herren- und Kinderkleider, Schuhe sowie Accessoires vorbeibringen kann.

So konnten die Kleidungsstücke am Samstag in die Hände jener Menschen übergehen, die sie brauchen. Doch auch die Spenderinnen und Spender können an diesem Tag andere Stücke nach Hause nehmen und somit einen Tausch vollziehen.

Grosse Auswahl und rege Nachfrage

Generell werde sehr rege gespendet, auch diesmal wieder, verriet Bettina Wettstein, Mitglied des Pfarreirates. Auch die Nachfrage sei immer gross. «Inzwischen hat sich der Anlass zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt», sagt sie.

Ein Teil des organisierenden Pfarreirats am Samstag: Bettina Wettstein, Blagica Alilovic, Blazenka Bagaric (von links).

Ein Teil des organisierenden Pfarreirats am Samstag: Bettina Wettstein, Blagica Alilovic, Blazenka Bagaric (von links).

Der Start verlief am Samstag eher zögerlich, zu Beginn war die Zahl der Interessierten eher gering. «Vielleicht wegen Corona», wurde vermutet. Kontrolliert wird übrigens nicht, ob jemand wirklich von Armut betroffen wird. Hier gilt das Motto Vertrauen.

Gefragt ist immer wieder Schmuck

Sehr gefragt sei übrigens Schmuck, stellt Bettina Wettstein fest. Nebst Kleidern und Schuhen sind auch Schals, Taschen und Bettwäsche sehr gesucht. Man habe sogar «Stammkunden» aus der Region Werdenberg. «Manche kommen auch mit der ganzen Sippe.»

Die Kunden sind jeweils sehr erfreut, wenn sie etwas gefunden haben. Viele bedanken sich herzlich. Es zeigte sich auch diesmal: die Kleidertauschbörse ist ein Bedürfnis.

Freiwillige Frauen helfen jeweils dem organisierenden Pfarreirat bei der Ausführung der Börse. Jene Kleider, die keine Abnehmer gefunden haben, werden an die Christliche Ostmission gespendet.

Die nächste Kleidertauschbörse findet am 24. April 2021 statt.