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Die Buslinien im Werdenberg haben ihre Zielvorgaben nicht erreicht

Die Buslinien innerhalb des Werdenbergs (Grabs-Buchs-Räfis, Buchs-Gams, Sennwald-Gams-Haag, Grabs-Grabserberg-Voralp sowie Trübbach-Oberschan-Weite) wurden zu wenig frequentiert und haben die Zielvorgaben nicht erreicht. Die Buslinie Buchs-Gams hat sogar die Mindestvorgabe nicht erreicht.
Alexandra Gächter

«Mehr Bus – mehr Bahn – mehr Passagiere.» So lautet der Titel des Berichts über den öffentlichen Verkehr 2018 des kantonalen Volkswirtschaftsdepartements. Knapp 82 Millionen Fahrgäste nutzten demnach im Jahr 2018 ein Angebot des öffentlichen Verkehrs im Kanton St. Gallen (der W&O berichtete am 31. August). Auch aus finanzieller Sicht sei die Entwicklung im Kanton St. Gallen erfreulich. In der Region Werdenberg sehen die Zahlen für das vergangene Jahr indes nicht so rosig aus. Die Buslinien innerhalb des Werdenbergs (Grabs-Buchs-Räfis, Buchs-Gams, Sennwald-Gams-Haag, Grabs-Grabserberg-Voralp sowie Trübbach-Oberschan-Weite) erreichen die Zielvorgaben nicht. Die Buslinie Buchs-Gams hat sogar die Mindestvorgabe nicht erreicht. Der Kostendeckungsgrad beträgt hier 21 statt der geforderten 25 Prozent (Mindestvorgabe) und der gewünschten 35 Prozent (Zielvorgabe).

Auf den Busstrecken Grabs-Buchs-Räfis, Buchs-Gams, Sennwald-Gams-Haag, Grabserberg-Voralp sowie Trübbach-Oberschan-Weite sind mehr Passagiere erwünscht. Bild: Kurt Latzer

Auf den Busstrecken Grabs-Buchs-Räfis, Buchs-Gams, Sennwald-Gams-Haag, Grabserberg-Voralp sowie Trübbach-Oberschan-Weite sind mehr Passagiere erwünscht. Bild: Kurt Latzer

Das Amt für öffentlichen Verkehr muss etwas dagegen unternehmen, sagt der Leiter dieses Amtes, Patrick Ruggli. Bei der Linie Buchs-Gams muss die Betrachtungsweise aber etwas weiter gefasst werden. Die Bus-Linie überschneidet sich mit der Postauto-Linie Wattwil–Wildhaus–Buchs. «Über beide Linien betrachtet sind die Mindestvorgaben locker erfüllt», so Ruggli. Bei den anderen Linien, welche die Vorgaben nicht erreicht haben, müsste die Produktion günstiger oder mehr Fahrgästen akquiriert werden. «Beides ist aber nicht so ohne weiteres machbar», sagt Ruggli. Mittelfristig verspreche man sich durch eine Überarbeitung des Buskonzepts der ganzen Region Sarganserland-Werdenberg unter Einbezug des Obertoggenburgs ein optimaleres Angebot.

Bahnhof Buchs hat halb so viele Fahrer wie Sargans

Besser haben es da die Seveler. Die Linie Buchs-Sevelen-Sargans kann sich gut zur Hälfte selbst finanzieren. Das liegt mitunter auch daran, dass der Bahnhof Sargans der mit grossem Abstand wichtigste Knotenpunkt für die Bahnbenutzer darstellt. Täglich stiegen dort im Jahr 2018 durchschnittlich 11300 Personen in einen oder aus einem Zug. Nach St. Gallen (46779) sowie Rapperswil und Wil (je rund 20000) ist das der vierthöchste Wert im Kanton St. Gallen. Der Bahnhof Buchs (4478) wurde weniger als halb so oft frequentiert als derjenige in Sargans. Dennoch liegt Buchs an zwölfter Stelle im kantonsweiten Vergleich. In Nesslau-Neu-St. Johann stiegen täglich 686 Personen ein oder aus, in Sevelen 261 und in Salez-Sennwald 103. Nur der Bahnhof in Mols ist mit 85 Personen noch weniger frequentiert.

Trotzdem hat die Anzahl Ein- und Aussteiger in Salez- Sennwald und Sevelen um gut 10 Prozent gegenüber dem Jahr 2016 zugenommen. Der grosse Verlierer ist der Bahnhof Nesslau-Neu St. Johann. Nirgends sonst im Kanton hat sich die Zahl der Ein- und Aussteiger so stark minimiert (-30 Prozent). Der Bericht macht zudem deutlich, dass die Einwohner der Region Werdenberg relativ schlecht durch den ÖV erschlossen sind. Über den ganzen Kanton betrachtet sind 27 Prozent sehr gut bis gut und 63 Prozent mittelmässig bis gering mit dem ÖV erschlossen. In der Region Sarganserland-Werdenberg sieht das ganz anders aus. Lediglich 11  Prozent werden sehr gut oder gut bedient, 23 Prozent mittelmässig, 50 gering und 17 Prozent gar nicht. Nur die Region Toggenburg weist noch leicht schlechtere Werte auf.

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